Insekten-Ausbreitung
Gefährliche Zecken auf dem Vormarsch nach Münster

Münster -

Münster ist in diesem Jahr bislang von gefährlichen FSME-Infektionen durch Zecken verschont geblieben. Doch die Risikogebiete, in denen solche Erkrankungen vorkommen, rücken immer näher an Münster heran.

Mittwoch, 17.07.2019, 19:45 Uhr aktualisiert: 17.07.2019, 20:10 Uhr
Infizierte Zecken können eine Form der Hirnhautentzündung übertragen.
Infizierte Zecken können eine Form der Hirnhautentzündung übertragen. Foto: dpa

Seit Jahresbeginn hat es in Münster noch keine Infektion mit dem durch Zecken verbreiteten FSME-Virus gegeben. Dies berichtet das städtische Gesundheitsamt. Die durch das Robert-Koch-Institut (RKI) regelmäßig ermittelten Risiko-Gebiete, die in früheren Jahren vor allem in Süddeutschland sowie im Osten Deutschlands lagen, rücken allerdings immer näher an Münster heran.

Nach mehreren Infektionen im vergangenen Jahr ist erstmalig der Landkreis Emsland vom RKI als Risikogebiet eingestuft worden. Auch im nördlichen Hessen gibt es ein erhöhtes Risiko, dass infizierte Zecken das FSME-Virus weitergeben, das eine Form der Hirnhautentzündung auslösen kann.

„Zum Glück sind bei uns seit Jahresbeginn noch keine FSME-Infektionen vorgekommen“, so Dr. Tanja Bierbaum vom Gesundheitsamt. Wer von einer FSME-Infektion betroffen ist, muss dies der Stadt melden.

Risiko gering halten

Nicht meldepflichtig ist die bakterielle Borreliose, die ebenfalls durch Zecken übertragen werden kann. Diese Erkrankung, die schwer verlaufen kann und vor allem das Nervensystem und die Gelenke betrifft, kommt auch in hiesigen Regionen vor. Etwa jede 20. bis 30. Zecke in Deutschland ist nach Einschätzung von Experten von Borreliose-Erregern befallen. Je früher eine Zecke entfernt wird, umso geringer ist das Risiko, infiziert zu werden.

Gegen Borreliose gibt es keinen Impfschutz – gegen FSME schon. Eine Impfung ist vor allem für Personen, die sich in Risikogebieten aufhalten, sinnvoll, betont Bierbaum. Zudem rät sie, in der Natur lange Kleidung und geschlossene Schuhe zu tragen – sowie später den Körper nach Zecken abzusuchen. Gerade jetzt, im Hochsommer, seien in der Natur besonders viele Zecken unterwegs.

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