Johannes Wessels im Gespräch
Unirektor kritisiert: Zu wenig Wohnheimplätze

Münster -

Wenn in Kürze wieder rund 6000 Erstsemester ihr Studium an der Universität Münster beginnen, steht die schwierige Wohnungssituation wieder ganz oben im Fokus der Aufmerksamkeit. „Es gibt deutlich zu wenige Wohnheimplätze in den Häusern des Studierendenwerks“, kritisierte der Rektor der Universität Münster, Prof. Dr. Johannes Wessels, im Gespräch mit der Redaktion unserer Zeitung.

Freitag, 16.08.2019, 20:18 Uhr aktualisiert: 17.08.2019, 10:51 Uhr
Johannes Wessels im Gespräch: Unirektor kritisiert: Zu wenig Wohnheimplätze
Unirektor Johannes Wessels Foto: Gunnar A. Pier

Münster stehe dabei im Vergleich mit anderen Hochschulstädten in Nordrhein-Westfalen nicht gut da. Das Studierendenwerk benötige Grundstücke, um neue Wohngebäude zu errichten und für Studierende bezahlbaren Wohnraum zu schaffen, beschrieb Johannes Wessels die Misere.

Er wünsche sich, dass das Land über den Bau- und Liegenschaftsbetrieb Flächen bereitwilliger zur Verfügung stellt.

Aber auch in der Stadt müsse der Wohnungsbau intensiviert werden. Dass Studieninteressierte ein ausreichendes und bezahlbares Angebot vorfinden, sei für die Universität und damit auch für die Stadt und die Region von großer Bedeutung. Tatsächlich will die große Mehrheit der Studierenden in Münster wohnen – anders als an manchen Ruhrgebiets-Hochschulen, wo ein sehr hoher Anteil der Studierenden täglich aus Nachbarstädten anreist.

Projekt Musikcampus

Johannes Wessels hofft zudem, dass das Projekt Musikcampus in unmittelbarer Nähe des Schlosses vorankommt. Universität und Stadt verfolgen seit einigen Jahren die Idee, eine auch für wissenschaftliche Konferenzen nutzbare Konzerthalle zusammen mit einer neuen Musikhochschule und Räumen für die städtische Musikschule zu bauen. Der Campus biete auch Möglichkeiten für neue Forschungsarbeit, etwa in der Begabungsforschung, bei der die WWU bereits Sitz eines Landeskompetenzzentrums ist.

Ersten Schätzungen zufolge soll der Musikcampus rund 180 Millionen Euro kosten – darin enthalten sind aber bereits die vom Land genehmigten Kosten für den Neubau der WWU-Musikhochschule. „Für eine Unterstützung erwartet das Land jetzt ein Bekenntnis vom Rat“, betonte der Rektor.

Weitere Informationen

Eine ausführliche Fassung des Redaktionsgesprächs mit einem Video-Interview mit Prof. Dr. Johannes Wessels erscheint am Samstag (17.8.) auf wn.de

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