Mit Blaulicht und Martinshorn in Westerkappeln unterwegs
Polizei zieht falschen Kollegen aus dem Verkehr

Westerkappeln -

Die Polizei war am späten Samstagabend mit Blaulicht und Martinshorn in Westerkappeln unterwegs. Es sah jedenfalls danach aus. Tatsächlich handelte es sich aber um die „Einsatzfahrt“ eines falschen Ordnungshüters.

Dienstag, 20.08.2019, 14:52 Uhr aktualisiert: 20.08.2019, 16:22 Uhr
Mit Blaulicht und Martinshorn war am Samstagabend ein 19-Jähriger in Westerkappeln unterwegs. Ihm droht ein Strafverfahren unter anderem wegen Amtsanmaßung.
Mit Blaulicht und Martinshorn war am Samstagabend ein 19-Jähriger in Westerkappeln unterwegs. Ihm droht ein Strafverfahren unter anderem wegen Amtsanmaßung. Foto: dpa

Wie die Kreispolizeibehörde am Dienstag berichtete, war dieser der Besatzung eines echten Streifenwagens aufgefallen, als den Beamten gegen 22.50 Uhr auf der Mettener Straße ein Zivilwagen mit eingeschaltetem Blaulicht und Martinshorn entgegenkam.

Die Polizisten waren überrascht, war ihnen doch kein Einsatz bekannt. Folglich wendeten sie ihr Fahrzeug, um der Sache auf den Grund zu gehen. In Westerkappeln hatten sie laut Mitteilung zu dem unbekannten Wagen aufgeschlossen. Dieser sei dabei innerhalb der geschlossenen Ortschaft schneller unterwegs gewesen als erlaubt. Dank Blaulicht und Martinshorn hätten andere Autofahrer ihm sogar bereitwillig Platz gemacht.

Die Fahrt ging weiter zur Bramscher Straße Richtung Seeste, wobei ihm die Polizisten im Streifenwagen wiederholt Zeichen zum Anhalten gaben.

Nach etwa zwei Kilometern stoppte der Pkw dann. Ein junger Mann, der polizeiähnlich gekleidet war, stieg aus. Sein Erscheinen habe auf den ersten Blick einen „echten Eindruck“ gemacht, berichtet die Polizei. Auch seine Ausstattung und Ausrüstung ließen den Schluss zu, dass er mit seinem Wagen als Polizeistreife zu erkennen sein sollte. Polizist oder Amtsträger war er aber nicht. Die „richtigen“ Polizisten stellten das Fahrzeug des 19-Jährigen und diverse Gegenstände sicher.

Gegen den jungen Mann wird wegen diverser Verkehrsverstöße und Amtsanmaßung ermittelt. Den genauen Wohnort des 19-Jährigen will die Polizei mit Rücksicht auf dessen Alter nicht nennen. „Das war eine Eselei, für die ihn ein Strafverfahren erwartet“, erklärte Reiner Schöttler, Sprecher der Kreispolizeibehörde. Der junge Mann stamme aus einem kleinen Ort im Kreis Steinfurt.

Im Laufe der Ermittlungen soll zudem überprüft werden, ob der 19-Jährige sich in der Vergangenheit schon mal oder häufiger als Polizeibeamter ausgegeben oder als solcher tätig geworden ist. Hinweise diesbezüglich erbittet die zuständige Ibbenbürener Polizei unter ✆ 05451/591-4315.

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