Friedenskulturmonat startet
Gemeinsam Flagge zeigen

Münster -

Man braucht nicht einmal viel Zeit oder Mühe aufwenden, um den Eindruck zu gewinnen, dass sich die ganze Welt in einem permanenten Krisenmodus befindet. Umso notwendiger ist es, im vergleichsweise friedlichen Münster Flagge zu zeigen. Meinen die Organisatoren des Friedenskulturmonats – und halten ab Sonntag (1. September) zehn Veranstaltungen parat.

Samstag, 31.08.2019, 08:00 Uhr aktualisiert: 31.08.2019, 10:52 Uhr
Daniel Hügel (v.l.), Rixa Borns, Ernest Chigozie Onu, Deler Saber und Georgios Tsakalidis stellten in dieser Woche das Programm des diesjährigen Friedenskulturmonats vor.
Daniel Hügel (v.l.), Rixa Borns, Ernest Chigozie Onu, Deler Saber und Georgios Tsakalidis stellten in dieser Woche das Programm des diesjährigen Friedenskulturmonats vor. Foto: Björn Meyer

Zum insgesamt 16. Mal startet am Sonntag (1. September) der Friedenskulturmonat in Münster – trotz der langen Tradition in durchaus frischem Gewand. Tauchten im vergangenen Jahr noch über 30 Veranstaltungen im Programm auf, hat man dieses nun deutlich verschlankt. Zehn unterschiedliche Termine zum Thema „Polarisierungen“ sind geplant.

„Wenn wir dachten, Frieden sei selbstverständlich – von wegen. Wir sind wieder mitten drin in einer Zeit voller Krisen“, sagt Georgios Tsakalidis vom Integrationsrat, der nur einer von über 30 Vereinen, verbänden und Institutionen ist, die den Friedenskulturmonat zusammen ausgearbeitet haben.

Verschiedene Akteure – gemeinsames Produkt

Und dabei liegt die Betonung auf „zusammen“, denn genau das sei bei den unter schiedlichen Veranstaltungen eingefordert worden: Dass sie als gemeinsames Produkt verschiedener Akteure entstehen. „Wir wollten einfach das Gemeinsame noch einmal unterstreichen“, sagt Rixa Borns, die betont, dass man sich für Frieden wieder aktiv einsetzen müsse.

Los geht es am 1. September, dem 80. Jahrestag des Beginns des Zweiten Weltkriegs. Am Coerdeplatz findet von 13 bis 17 Uhr ein Friedensfest statt. Am gleichen Tag wird am Zwinger ein Kranz als Gedenken an die Opfer nationalsozialistischer Ideologie niedergelegt.

Podiumsdiskussion im Landeshaus

Eine spannende, kontroverse Diskussion erwarten die Organisatoren bei einer Podiumsdiskussion am Mittwoch (4. September) im LWL-Landeshaus am Freiherr-vom-Stein-Platz. Zu der haben neben Polizeipräsident Hajo Kuhlisch, Christoph Strässer (SPD), Simone Wendland (CDU), Stephan Orth (Grüne) und Dr. Ömer Lütfü Yavuz ihre Teilnahme zugesagt.

„Wir möchten einfach ein Bewusstsein dafür schaffen, dass Frieden kein inaktiver Normalzustand ist“, sagt Daniel Hügel von Pax Christi. Dazu bedürfe es eben „Dialog und Diskussion“, so Deler Saber.

Das Programm zu Polarisierungen

 1. September: Friedensfest am Coerdeplatz, 13 bis 17 Uhr , Kundgebung und Kranzniederlegung am Zwinger, 17 Uhr 

4. September: Podiumsdiskussion „Migration und Frieden – Koexistenz oder aktiver Dialog“, LWL-Landeshaus, Freiherr-vom-Stein-Platz 1, 16 bis 18 Uhr 

8. September: Zweisprachige Lesung und Workshop „Konflikt-Re(li)gionen: Nord-Süd-Konflikte im Alltag“, DKV-Residenz am Tibus, Lesung 15 bis 16 Uhr, Workshop 16 bis 20 Uhr

8./21. September: Geführte Radtour zu „Krieger-Ehrenmalen“, Treffpunkt: Herero-Denkmal Ludgeriplatz, erster Termin 11 Uhr, zweiter Termin 16 Uhr 

12. September: Kinder-Friedenstreffen, Domplatz, 10 Uhr 

23. September: Vortrag und Podiumsdiskussion mit Professor Dr. P. Herbert King, Kirchenfoyer, Salzstraße 1, 20 bis 22 Uhr 

26. September: „Die Umsiedlungen 1939/40 und ihre religiösen Motive“, Paul-Gerhardt-Haus, 14 bis 19 Uhr 

28. September: Interkulturelles Fest vor dem  28. September: 12. Münsteraner Friedensmahl, Platz des Westfälischen Friedens, 13 Uhr

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