Zwei ungewöhnliche Einsätze für die Feuerwehr
23-Jähriger springt seinem Handy hinterher – und muss aus Ems gerettet werden

Telgte -

Feuerwehrleute haben in der Nacht zu Samstag einen 23-Jährigen aus der Ems in Telgte gerettet. Der Mann war zuvor in das Wasser gesprungen, um sein hineingefallenes Handy zu bergen.

Samstag, 21.09.2019, 11:21 Uhr aktualisiert: 22.09.2019, 12:08 Uhr
Zwei ungewöhnliche Einsätze für die Feuerwehr: 23-Jähriger springt seinem Handy hinterher – und muss aus Ems gerettet werden
Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr, hier bei einer Übung, retteten einen 23-jährigen Telgter aus dem Emswehr am Christoph-Bernsmeyer-Haus. Foto: Große Hüttmann

Diesen Anblick werden die Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr so schnell nicht vergessen: Am frühen Samstagmorgen wurden sie von der Polizei zur Hilfe gerufen, weil in Höhe des Christoph-Bernsmeyer-Hauses eine Person im Wasser gemeldet worden war. Als das erste Fahrzeug sowie Wehrführer Alfons Huesmann eintrafen, saß nach Angaben der Helfer ein 23-Jähriger, nur mit Unterwäsche bekleidet, auf der Stauklappe, zitterte vor Kälte und wartete auf seine Rettung.

Nach Angaben der Polizei war dem Mann, der zusammen mit weiteren Personen auf der Brücke unterwegs war, sein Handy auf der Seite zum Schwimmreifenmann Paul ins Wasser gefallen. Trotz einer Außentemperatur von nur acht Grad stieg der 23-jährige ins Wasser, um das Mobiltelefon zu bergen. Die Strömung vor der Stauklappe und das kalte Wasser hatte der Mann, der im Ausland geboren wurde, dabei nach Angaben der Einsatzkräfte wohl unterschätzt. Mit letzter Kraft sei es ihm gelungen, sich an der Stauklappe hochzuziehen und sich damit letztlich vorübergehend in Sicherheit zu bringen.

Mit einem Seil, das die Einsatzkräfte von der Brücke herunterließen, wurde der 23-Jährige gesichert. Parallel dazu ließ die Feuerwehr ein Boot zu Wasser, und ein Retter stieg mit einem Überlebensanzug ausgerüstet ins Wasser. Letztlich wurde der Mann mit einer Steckleiter, die von der Brücke herabgelassen wurde, gerettet.

Der Mann wurde mit einer Unterkühlung in ein Krankenhaus gebracht. Bei einer Überprüfung seiner Kleidungsstücke entdeckten die eingesetzten Polizeibeamten Betäubungsmittel und leiteten ein Strafverfahren ein.

Ein weiteres Mal war die Feuerwehr am Samstagabend gefordert. Ein Zugführer hatte in Höhe des Campingplatzes Sonnenwiese einen Schlag am Triebwagen vernommen, gehalten und die Einsatzkräfte alarmiert. Letztlich stellten die Helfer fest, dass ein kapitaler Rehbock vor den Zug gelaufen war. Sie fanden das verendete Tier in Höhe Wallfahrt.

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