Münster behauptet sich unter 100 Kommunen
Vize-Hauptstadt des fairen Handels

Münster -

Auch beim Thema Fairer Handel konkurrieren Deutschlands Städte untereinander. Münster hat sich dem Wettbewerb gestellt – und landete weit vorne.

Dienstag, 24.09.2019, 07:50 Uhr aktualisiert: 24.09.2019, 07:54 Uhr
Sie freuen sich über Platz zwei beim Wettbewerb zum fairen Handel (v.l.): Kristin Duwenbeck, Karin Gindler-Hilge, Georg Knipping, Gerhard Joksch und Susanne Rietkötter.
Sie freuen sich über Platz zwei beim Wettbewerb zum fairen Handel (v.l.): Kristin Duwenbeck, Karin Gindler-Hilge, Georg Knipping, Gerhard Joksch und Susanne Rietkötter. Foto: Jörg Loeffke/Engagement Global

100 Kommunen haben sich im bundesweiten Wettbewerb „Hauptstadt des Fairen Handels 2019“ um den Titel beworben, Münster hat den zweiten Platz errungen.

Bürgermeister Gerhard Joksch (Grüne), Susanne Rietkötter aus dem Büro Internationales im Amt für Bürger- und Ratsservice, Georg Knipping , stellvertretender Sprecher der Steuerungsgruppe Fairtrade-Stadt Münster, sowie Karin Gindler-Hilge und Kristin Duwenbeck von der Steuerungsgruppe nahmen die mit 40.000 Euro dotierte Auszeichnung in Köln entgegen.

„Die Auszeichnung ist für uns Ansporn, uns noch intensiver für den fairen Handel einzusetzen“, so Gerhard Joksch. Auch die Steuerungsgruppe Fairtrade unter der Leitung des Unternehmers Michael Radau sieht sich bestätigt in ihrem Engagement und will sich weiterhin mit spannenden Projekten für den Fairen Handel einsetzen, heißt es in einer städtischen Pressemitteilung.

Was Sie über Fairen Handel wissen müssen

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  • Definition „Fairer Handel“ laut der World Fair Trade Organization:
    „Fairer Handel ist eine Handelspartnerschaft, die auf Dialog, Transparenz und Respekt beruht und eine größere Gerechtigkeit im internationalen Handel anstrebt. Sie trägt zu einer nachhaltigen Entwicklung bei, indem es Produzenten und Arbeitnehmern bessere Handelsbedingungen bietet und deren Rechte sichert.“

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  • 1,7 Milliarden Euro wurden 2018 in Deutschland mit Produkten aus fairem Handel umgesetzt. Das waren 15 Prozent mehr als im Vorjahr.

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  • Innerhalb von fünf Jahren hat sich der Umsatz im Fairen Handel mehr als verdoppelt.

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  • 20,50 Euro gaben Verbraucher in Deutschland pro Kopf durchschnittlich für faire Lebensmittel und Handwerksprodukte aus (2018).

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  • 80 Prozent des Umsatzes im Fairen Handel machten Produkte mit dem Fairtrade-Siegel aus.

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  • 81 Prozent des Umsatzes von fair gehandelten Produkten entfiel auf Lebensmittel.

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  • 23.500 Tonnen fair gehandelter Kaffee wurden 2018 in Deutschland verkauft. Jede 20. Tasse, die in Deutschland getrunken wird, stammt aus Fairem Handel.

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  • Südfrüchte wie Mango, Bananen, Ananas und Orangen belegen in Deutschland mit 100.050 Tonnen  in punkto Absatzmengen den ersten Platz im Fairen Handel.

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  • 90,3 Prozent der fair gehandelten Früchte sind außerdem bio-zertifiziert.

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  • Die Organisation „Fairtrade“:

    Die Organisation über sich selbst: „Fairtrade verbindet Konsumenten, Unternehmen und Produzentenorganisationen und verändert Handel(n) durch bessere Preise für Kleinbauernfamilien, sowie menschenwürdige Arbeitsbedingungen für Beschäftigte auf Plantagen in Entwicklungs- und Schwellenländern.“

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  • 25 Länder und drei kontinentale Netzwerke bilden die internationale Organisation „Fairtrade“.

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  • 1,66 Millionen Bauern und Arbeitskräfte sind weltweit in Fairtrade-zertifizierten Produzentenorganisationen zusammengeschlossen.

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  • Prominente Unterstützung bekommt „Fairtrade“ in Deutschland, dort vertreten durch den Verein „Transfair“, unter anderem durch: Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier (Foto), Komikerin Anke Engelke, Schauspieler Benno Fürmann und Sänger Clueso.

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  • Vom 13. bis 24. September findet in diesem Jahr die „Faire Woche“ in Deutschland statt. Sie hat in diesem Jahr Geschlechtergerechtigkeit als zentrales Thema. Hauptveranstalter ist das „Forum Fairer Handel“. 2000 Aktionen gehören zur Fairen Woche - damit ist sie die bundesweit größte Aktionswoche des Fairen Handels.

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  • Der zweite Samstag im Mai ist jedes Jahr der Internationale Tag des Fairen Handels (World Fair Trade Day). 2019 fand der Aktionstag bereits zum 24. Mal statt.

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Die Online-Bewerbung für Münster wurde vom Büro Internationales im Amt für Bürger- und Ratsservice der Stadt vorbereitet. 15 Projekte beteiligten sich am Wettbewerb.

Der Wettbewerb war ausgeschrieben von „Engagement Global gGmbH – Service für Entwicklungsinitiativen“, einem öffentlichen Unternehmen, das als zentrale Anlaufstelle das entwicklungspolitische Engagement von Einzelpersonen, Gruppen und politischen Gemeinden unterstützt.

Zum Thema

Fragen beantwortet Susanne Rietkötter, rietkoetter@stadt-muenster.de, 0251/4 92-33 26.

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