Sanierungsprogramm „Phönix“
Winkelmann baut 220 Stellen ab

Ahlen -

Ein harter Schlag für die Ahlener Wirtschaft: Winkelmann Power­train Components will im Zuge eines Sanierungsprogramms rund 220 Arbeitsplätze abbauen. Zur Standortsicherung, wie es in einer Unternehmensmitteilung heißt.

Dienstag, 01.10.2019, 15:54 Uhr aktualisiert: 01.10.2019, 16:08 Uhr
Schlechte Nachrichten für die Ahlener Wirtschaft: Winkelmann Power­train Components (WPC), Zulieferer von Motor- und Getriebekomponenten für die Automobilindustrie, kündigt einen gravierenden Stellenabbau an.
Schlechte Nachrichten für die Ahlener Wirtschaft: Winkelmann Power­train Components (WPC), Zulieferer von Motor- und Getriebekomponenten für die Automobilindustrie, kündigt einen gravierenden Stellenabbau an. Foto: Christian Wolff

Winkelmann Power­train Components (WPC), ein weltweit führender Zulieferer von Motor- und Getriebekomponenten für die Automobilindustrie, kündigt am Dienstagnachmittag ein Sanierungsprogramm an, das den Abbau von etwa 220 Arbeitsplätzen vorsieht.

Aus dem Unternehmen heißt es, dass WPC in den vergangenen Wochen gemeinsam mit dem Betriebsrat dieses Programm zur Restrukturierung und zur Sanierung des Unternehmens erarbeitet und vereinbart habe. Das Ziel sei die Rückkehr in die Gewinnzone und damit einhergehend die langfristige Sicherung des Fertigungsstandorts Ahlen.

Verlust von Kundenaufträgen

Das Sanierungsprogramm werde erforderlich, da durch den aktuell schwachen Automobilmarkt und den Verlust von Kundenaufträgen der Umsatz in den kommenden Jahren um annähernd 30 Prozent rückläufig sein werde. Ohne die Sanierungsmaßnahmen würde das Unternehmen mit seinen etwa 650 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in eine existenzbedrohende Situation geraten.

Das zwischen Arbeitgeber und Belegschaftsvertretern ausgearbeitete Programm mit dem Titel „Phönix“ sehe umfassende Kosteneinsparungen vor. Diese Einsparungen seien den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern von WPC im Rahmen einer Mitarbeiterversammlung vorgestellt worden.

Sozialverträgliche Maßnahmen

Im Zuge der notwendigen Kostenreduzierungen werde bis zum Jahr 2021 ein Paket von diversen Maßnahmen vor allem im Bereich der Strukturkosten umgesetzt. Das Unternehmen habe sich gemeinsam mit der IG Metall, dem Arbeitgeberverband und Vertretern des Betriebsrats zur Aufnahme von Gesprächen über einen Zukunftstarifvertrag verständigt.

Durch die aktuell geplanten Maßnahmen würden insgesamt rund 220 Arbeitsplätze entfallen. Voraussichtlich seien dabei auch betriebsbedingte Kündigungen nicht zu vermeiden, auch wenn alles daran gesetzt werde, die Maßnahmen zum Abbau von Mitarbeitern sozialverträglich zu gestalten.

„Wir sind überzeugt, dass wir mit dem Sanierungsprogramm Phönix das Unternehmen WPC am Standort Ahlen aus der Verlustzone führen und perspektivisch wieder wettbewerbsfähig aufstellen können“, betonte Dr. Jens-Arend Feindt, CEO der Division Automotive, zu der WPC gehört.

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