Zweiter Konvent zur Quartiersentwicklung
Hansaforum beschließt Gemeinwohl-Index

Münster -

Schaffung gemeinwohlorientierter Begegnungsorte im Viertel, sozial gerechtes Wohnen, Autoverkehr verringern“, ÖPNV verbessern und Verbesserung der Grünflächen: das sind nur einige Ziele, die sich das Hansaforum bei seinem zweiten Konvent gegeben hat. Der „Quartier-Gemeinwohl-Index“ soll künftig Grunndlage für die finanzielle Förderung von Projekten sein.

Montag, 07.10.2019, 09:00 Uhr aktualisiert: 07.10.2019, 11:15 Uhr
Themen für den Index wurden diskutiert und über sie abgestimmt. Die Moderation hatten Sascha Kullak (l.) und Tobias Stroppel.
Themen für den Index wurden diskutiert und über sie abgestimmt. Die Moderation hatten Sascha Kullak (l.) und Tobias Stroppel. Foto: klm

Beim zweiten Konvent des Hansaforums am Samstag haben die Beteiligten einen so genannten Quartier-Gemeinwohl-Index beschlossen. Der Index ist Grundlage für die Vergabe finanzieller Förderungen für Projekte, die aus dem Hafen- und Hansaviertel heraus entwickelt und ihm zugute kommen sollen.

Bis 2021 kann die Initiative „B-Side“ als Träger des Hansaforums Projekte im Umfang von insgesamt 250 000 Euro als Teil der Stadtentwicklungspolitik des Bundes vergeben. „Welche Projekte gefördert werden, beschließen die Bürger selbst“, erklärte Projektassistentin Leonie Nienhaus . Die 54 Teilnehmer des Konvents im Hansa-Berufskolleg waren vorab ausgelost worden.

Förderung für Fahrrad-Erste-Hilfe-Kasten

In dem Index-Beschluss genannt sind unter anderem die Ziele „Schaffung und Reaktivierung gemeinwohlorientierter Begegnungsorte im Viertel“, „sozial gerechtes Wohnen fördern“, „Anzahl des Autoverkehrs im Viertel verringern“, „ÖPNV im Viertel verbessern“, ferner die „Verbesserung der Grünflächen im öffentlichen Raum“ und „Nachbarschaftskontakte herstellen“.

Beim ersten Konvent im Juni hatten Teilnehmer aus dem Quartier Ziele und Werte diskutiert, die sie sich für eine „gemeinwohlorientierte Entwicklung“ dort, wie es hieß, wünschen. Einige von ihnen formulierten sie im Nachhinein auf freiwilliger Basis in Arbeitsgruppen aus.

Für die Förderung können sich Kleinst-, Klein- und Großprojekte aus dem Viertel bewerben, wurde am Samstag erläutert – mit einem Förderumfang von jeweils 25 bis 250 Euro, 250 bis 2500 Euro sowie 2500 bis 25 000 Euro. Fünf Förderungen mit einem Umfang von jeweils 1000 Euro wurden bereits beschlossen, Darunter ein Foto-Wettbewerb „Mein schönster Hinterhof“, ein Fahrrad-Erste-Hilfe-Kasten und eine Broschüre über das Leben am Hafen. 

„Hansa-Bude“ nimmt Anträge entgegen

Weitere Projekte, die gefördert werden wollen, können ihre Unterlagen in der „Hansa-Bude“ als Anlaufstelle des Hansaforums an der Dortmunder Straße 25 einreichen.

Des Weiteren wurde ein „Hansa-Gremium“ mit acht Personen aus dem Viertel besetzt, um die Förderung zwischen den Konvents zu betreuen. Der nächste Konvent soll im Frühjahr stattfinden.

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