Röntgenbilder beweisen Verstoß gegen Tierschutzgesetz
Schrotsalve trifft zahmen Hauskater in der Westerbauer

Ascheberg -

Strafanzeige in Ascheberg: Auf einen kastrierten und gechippten Kater ist im September in der Westerbauerschaft mit Schrot geschossen worden. Die Kripo ermittelt.

Dienstag, 08.10.2019, 11:00 Uhr aktualisiert: 08.10.2019, 11:50 Uhr
Der Ausschnitt aus dem Röntgenbild zeigt die Schussverletzungen des Katers.
Der Ausschnitt aus dem Röntgenbild zeigt die Schussverletzungen des Katers. Foto: privat

Die Röntgenbilder sind eindeutig: Auf einen kastrierten und gechippten Kater ist im September in der Westerbauerschaft mit Schrot geschossen worden. Polizeisprecherin Britta Venker bestätigt eine Strafanzeige wegen eines Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz. Die Kripo ermittelt.

Besitzerin Ulrike Robben berichtet: „Bei diesem Hofkater handelt es sich um einen sehr zahmen Kater, der täglich morgens pünktlich um 8 Uhr und abends um 17.30 hier auf dem Hof zu mir kommt, um sein Fressen und seine Streicheleinheiten zu bekommen.“ Am 23./24 September sei der Kater morgens nicht da gewesen: „Im Laufe des Tages kam er dann mit verändertem Verhalten schreckhaft, scheu und mit Krusten beziehungsweise frischen Wunden, die ich zunächst ebenso wie der Tierarzt leider für Verletzungen durch Rauferei mit anderen Katzen oder den Biss durch Kampf mit einer Ratte gehalten habe.“

Elf Schrotkugeln entfernt

Erst eine Woche später habe sich herauskristallisiert, dass es sich um eine Schussverletzung handeln könne. Denn der Kater sei ungewohnt scheu gewesen und habe sichtlich unter Schmerzen gelitten. Beim Entfernen der Kruste, so Robben, sei Schrot aus der Wunde gefallen. Beim zweiten Tierarztbesuch seien darum Röntgenaufnahmen gefertigt worden. Die Bilder hätten elf weitere Schrotkugeln ausgewiesen, die Ende der vergangenen Woche entfernt worden sind.

Robben ist wichtig, dass die Öffentlichkeit mitbekommt, dass in Ascheberg – in diesem Fall an der Straße „Im Mersch“ im Umfeld des Windrades – auf Katzen geschossen wird, was erstens gegen das Tierschutzgesetz verstößt und zweitens nach dem Landesjagdgesetz verboten ist.

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