Münster
AWM-Kräfte im Dauereinsatz: 1000 Tonnen Herbstlaub müssen entfernt werden

Münster -

Nach Sturm und Regen am zurückliegenden Wochenende liegt in Münster auf vielen Straßen, Wegen und Bürgersteigen matschiges Laub. Die Abfallwirtschaftsbetriebe sind daher aktuell im Dauereinsatz. Bis Mitte November werden sie rund 1000 Tonnen Laub entsorgen.

Montag, 21.10.2019, 16:07 Uhr
Ein Mitarbeiter der AWM reinigt mit einem Laubsager eine öffentliche Grünfläche.
Ein Mitarbeiter der AWM reinigt mit einem Laubsager eine öffentliche Grünfläche. Foto: AWM

Auf den kurzen, aber heftigen Sturm von Freitagmittag (die Böen erreichten Windstärke 9) sowie zwei Tagen, an denen es ergiebig regnete, waren am Montag viele Straßen, Wege und Bürgersteige, aber auch die Promenade mit Bergen von nassem Laub bedeckt. Das sorgt nicht nur für dreckige Schuhe und verschmutzte Fahrräder – es stellt auch eine Gefahr für Fußgänger und Radfahrer dar. Die Abfallwirtschaftsbetriebe Münster (AWM) waren daher am Montag mit bis zu 75 Mitarbeitern im Einsatz – teilweise im Zwei-Schichtenbetrieb, wie das Unternehmen berichtet.

„Bis zum Ende der Herbstsaison Mitte November kehren die Teams der AWM rund 1000 Tonnen Laub von Straßen und Wegen“, berichtet AWM-Sprecherin Manuela Feldkamp . Davon werden rund 300 Tonnen, die mit Laubsaugern und Laubbläsern auf Grünflächen eingesammelt wurden, kompostiert. Bei den restlichen 700 Tonnen handele es sich um Blätter, die mit Straßenkehricht verunreinigt sind. Sie werden von einem externen Unternehmen gewaschen, gesiebt und sortiert. Die organischen Materialien wie Laub gehen danach ebenfalls in die Kompostierung.

Haftungsfälle & Bürger-Pflichten 

Straßen und Wege werden laut Feldkamp in regelmäßigen Abständen im Rahmen der Straßenreinigung von Laub befreit. In der Zeit dazwischen seien – vor allem, wenn es gestürmt hat und viel Laub herumliegt – auch die Anlieger gefordert.

„In Haftungsfällen müssen sie die Verantwortung übernehmen“, betont Feldkamp. Eine Gehwegreinigung könne vom Grundstückseigentümer oder Mieter aber nur im Rahmen des Zumutbaren verlangt werden. „Geprüft werden muss also immer der Einzelfall.“

An der Promenade werden die AWM auf Veranlassung des Tiefbauamtes tätig, so Feldkamp. Zuletzt sei diese am Samstag gereinigt worden, die nächste Reinigung werde mit Blick auf die aktuelle Laubsituation wohl zeitnah erfolgen. „Auf Straßen, Radwegen und öffentlichen Wegen, die in der Zuständigkeit der Stadt liegen (und für die die Stadt die Laubbeseitigung nicht auf Haus- und Grundstückseigentümer übertragen hat), ist die Stadt verpflichtet, die Rutschgefahr möglichst gering zu halten“, sagt Feldkamp.

Warnung vor verstopften Gullys

Für das Laub auf Privatgrundstücken sind deren Eigentümer zuständig. Von ihnen darf „keinesfalls Laub einfach auf die Straße oder in den Rinnstein gefegt werden“, warnt AWM-Einsatzleiter Burkhard Lotz . Das hätte nicht nur verstopfte Gullys zur Folge – für die AWM-Teams werde es durch die dann zusätzlich anfallenden Laubmengen zudem unmöglich, das Tagespensum zu schaffen.

In der Herbstsaison sei der Arbeitsaufwand ohnehin schon erhöht. „Sollten wir eine Straße nicht am eigentlichen Reinigungstag schaffen, wird sie zum dann folgenden regulären Termin bevorzugt gereinigt“, betont Lotz.

Entsorgt werden kann das Laub laut AWM über die Biotonne, über die städtischen Gartenabfallsäcke, die die AWM im Rahmen der Sperrgutabfuhr mitnehmen, oder an den Recyclinghöfen. Fahrzeuge mit Anhänger sollten aufgrund der nur dort vorhandenen Rangierflächen unbedingt den Recyclinghof am Entsorgungszentrum in Coerde (Zum Heidehof 80) nutzen.

Anlieger in der Pflicht

Für die Laubreinigung sind nicht nur die Abfallwirtschaftsbetriebe (AWM) zuständig. „Auch Anlieger sind unter Umständen verpflichtet, Flächen vor ihrem Grundstück zu reinigen“, betonen die AWM. Wer sich nicht sicher sei, ob er den Gehweg und/oder die Straße reinigen muss, der findet die Informationen im Abgabenbescheid. Ist hier keine Gebühr für die Straßenreinigung aufgelistet oder findet sich nur eine geringe Gebühr für die Fahrbahnreinigung, müssen Anlieger selbst zum Besen greifen, so die AWM.

Unabhängig davon, ob sie für die Reinigung zahlen, gelte: Sobald die Verkehrssicherheit auf dem Gehweg vor dem eigenen Grundstück gefährdet ist, müssen Anlieger selbst aktiv werden. Etwa dann, wenn zwischen Reinigungsterminen wegen Sturmes große Mengen Laub auf dem Gehweg liegen.

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