Verheerendes Feuer
Nach dem Brand im FMO-Parkhaus: Spurensuche geht weiter

Greven -

Gut anderthalb Wochen nach dem verheerenden Brand im Parkhaus am Flughafen Münster/Osnabrück gleicht das Gebäude am Donnerstag einer Großbaustelle. Ein Wald von Metallstützen stabilisiert die Betondecken. Rund 600 sollen es mal werden. Dazwischen suchen Gutachter weiter nach der Ursache für den Brand, bei dem am 14. Oktober über 70 Autos zum Teil komplett zerstört wurden.

Donnerstag, 24.10.2019, 17:02 Uhr aktualisiert: 24.10.2019, 23:41 Uhr
Verheerendes Feuer: Nach dem Brand im FMO-Parkhaus: Spurensuche geht weiter
Zehn Tage nach dem verheerenden Brand im Parkhaus am Flughafen Münster/Osnabrück (FMO) stehen ausgebrannte Autos und Metallstützen in der ersten Etage, in der es gebrannt hat. Foto: Gunnar A. Pier

Seit Tagen versuchen die Brandsachverständigen von Versicherungen, die auch ein Gutachten für die Staatsanwaltschaft erstellen, herauszubekommen, wo, wie und warum das Feuer ausgebrochen ist. In der engeren Auswahl stehen nach Angaben von FMO-Sprecher Andrés Heinemann derzeit offenbar wenige Fahrzeuge. Von welchem genau die Flammen ausgegangen sind, ist noch unklar. Die Temperaturen beim Brand waren so hoch, dass es schwierig ist, Spuren zu finden.

Während die Fachleute noch nach Fakten suchen, kursieren längst Gerüchte und Spekulationen. Boulevardmedien haben einen Zeugen aufgetan, der zwei Tage vor dem Brand auf seinem Auto die Tapsen eines Marders gesehen haben will. Ihr Schluss: Der Marder beißt ein Kabel durch, es kommt zum Kurzschluss, dann brennt's.  Andere verbreiten eine andere Geschichte: Danach soll ein Feuerwehrmann, der vor Ort gewesen ist, genau gesehen haben, dass der Brand durch ein Elektroauto entstanden ist.

Parkhaus am FMO in Flammen

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  • Helle Flammen, dichter Rauch: Im Parkhaus gegenüber der Terminals des Flughafens Münster-Osnabrück (FMO) ist am Montagabend ein Feuer ausgebrochen.

    Foto: Jens Keblat
  • Eine riesige Qualmwolke stieg von dem Parkhaus am FMO auf.

    Foto: Jens Keblat
  • Der Krisenstab des Kreises richtet sich gegen 21 Uhr ein.

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  • Feuerwehren aus dem Kreisgebiet sind im Einsatz.

    Foto: Jens Keblat
  • Offenbar war im zweiten Parkdeck ein Feuer ausgebrochen.

    Foto: Jens Keblat
  • Nach ersten Angaben der Feuerwehr standen gegen 20.30 Uhr rund 30 Autos in dem Parkdeck in Flammen.

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  • Am Abend hieß es, bei dem Brand habe es keine Verletzten gegeben. Wie Flughafensprecher Andrés Heinemann gegen 20.45 Uhr erklärte, sei der Flugbetrieb bisher nicht beeinträchtigt.

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Und was sagt die Polizei? „Es gibt keine Anhaltspunkte für Elektrofahrzeuge. Die Untersuchungen laufen noch, die Fahrzeuge werden genau begutachtet“, sagt Rainer Schöttler, Pressesprecher der Steinfurter Kreispolizeibehörde. Und die Sache mit dem Marder? „Kann sein, kann auch nicht sein. Ausschließen können wir nichts.“

Derweil wird es in dem Parkdeck langsam aber sicher leerer. „Von den ursprünglich 600 Fahrzeugen, die auf den Ebenen 1 und 2 des Parkdecks abgestellt waren, sind noch etwa 180 dort“, sagte Heinemann am Donnerstag. 55 seien noch nicht freigegeben, weil sie entweder noch untersucht werden oder in einem Bereich stehen, der noch nicht statisch freigegeben ist. Die übrigen können abgeholt werden. Problem dabei: Bis die schweren Abschleppwagen ins Parkhaus fahren dürfen, müssen alle Stützen stehen. Das werde voraussichtlich in der kommenden Woche so sein.

Betroffene können auf der Homepage des FMO über eine Kennzeichen-Recherche herausfinden, wo ihr Auto steht, ob es freigegeben ist und ob es beschädigt wurde.

Kennzeichen-Recherche

Ist Ihr Fahrzeug vom Parkhausbrand betroffen? Überprüfen Sie es hier.

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Das FMO-Parkhaus zehn Tage nach dem Brand

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  • "Zutritt verboten": Die Parkdecks 2 und 3 sind noch immer gesperrrt.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • "Besetzt" meldet die Anzeige vor dem Parkhaus.

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  • Im Erdgeschoss unter dem Brandort sind Metallstützen aufgestellt. Sie sollen für Sicherheit sorgen.

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  • In der ersten Etage stehen ebenfalls Stützen - dazwischen verkohlte Autos.

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  • Viele Wagen sind bereits abgeholt, die restlichen können vermutlich in der kommenden Woche abgeschleppt werden.

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  • Damit Abschleppwagen in das Gebäude fahren können, müssen alle der rund 600 Stützen aufgebaut sein.

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  • Im Erdgeschoss unter dem Brandort sind Metallstützen aufgestellt. Sie sollen für Sicherheit sorgen.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Im Erdgeschoss unter dem Brandort sind Metallstützen aufgestellt. Sie sollen für Sicherheit sorgen.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Im Erdgeschoss unter dem Brandort sind Metallstützen aufgestellt. Sie sollen für Sicherheit sorgen.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Viele Wagen sind bereits abgeholt, die restlichen könnten vermutlich in der kommenden Woche abgeschleppt werden.

    Foto: Gunnar A. Pier

 

Doch jeder, der sein Auto aus den betreffenden Ebenen abholt, müsse vorher eine Haftungserklärung unterschreiben. „Es geht dabei nicht um eine Erklärung, dass an dem Fahrzeug kein Schaden entstanden ist“, verdeutlichte Heinemann. Der Flughafen wolle nur sicher gehen, dass jeder Fahrzeugbesitzer über den Brand im Parkdeck informiert ist und sein Auto auf eigenes Risiko aus dem Parkdeck holt. „Wir raten dabei jedem, das Fahrzeug in einer Werkstatt auf Schäden untersuchen zu lassen.“

Die Höhe des Gebäudeschaden ist übrigens noch immer unklar. Sachverständige arbeiteten sich von Säule zu Säule vor, am Ende werde ein Sanierungsplan erstellt, so Heinemann. „Dass der Schaden am Parkdeck in die Millionen geht, kann man aber jetzt schon sagen.“

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