Entwürfe für Erweiterungsbau der Uniklinik
Mehr Licht und Raum für Patienten

Münster -

Die Uniklinik platzt aus allen Nähten. Und das ist trotz emsiger Bauarbeiten in den vergangenen Jahren keine Neuigkeit. Jetzt wurden dem Stadtplanungsausschuss Entwürfe vorgestellt, wie ein Erweiterungsbau aussehen könnte, der an der Stelle des heutigen Parkdecks entstünde.

Freitag, 22.11.2019, 21:00 Uhr
So könnte der Medizin-Campus des UKM zukünftig aussehen.
So könnte der Medizin-Campus des UKM zukünftig aussehen. Foto: Ingenhoven Architects

„Außen glänzen die Türme in strahlendem Weiß, innen fehlt uns aber der Platz, um auch hier die Sanierung schnell voranzutreiben“, bringt der Kaufmännische Direktor des Universitätsklinikums Münster ( UKM ), Dr. Christoph Hoppenheit , das Dilemma auf den Punkt, in dem die Klinik derzeit baulich steckt.

„Indem wir die geplante Erweiterung auf der Nordseite der Türme jetzt forcieren, können wir auch den dringlich nötigen Innenausbau des Zentralklinikums vorantreiben“, so Hoppenheit in einer Pressemitteilung des UKM.

Eingangsportal statt Parkdeck

Der zukünftige Erweiterungsbau ist schon sehr lange in den Köpfen der Bauverantwortlichen der Tochtergesellschaft UKM Infrastruktur Management (UKM IM). Es stellt die zentrale Erweiterung des Medizin-Campus dar, die in der Masterplanung 2028 festgeschrieben ist. Auf dem Gelände des heutigen UKM-Parkdecks soll ein Gebäudekomplex mit Hubschrauberlandeplatz entstehen – vor allem aber auch ein Eingangsportal für Patienten und Besucher, das den Namen verdient.

Bereits 2016 hatte das Architekturbüro Ingenhoven Architects einen städtebaulichen Wettbewerb für eine nördliche Erweiterung des Zentralklinikums gewonnen. Diese Entwürfe wurden auf die aktuellen Bedürfnisse der Universitätsmedizin angepasst.

Konkret bedeutet die Überarbeitung für die Patienten des Uniklinikums: Unter anderem Bereiche wie Chirurgie, Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde und Dermatologie können zentraler auf dem Medizin-Campus angesiedelt werden, teilt das UKM mit. Das heißt, im Blick der Architekten und Bauprojektleiter ist die Optimierung der Erreichbarkeit der einzelnen Bereiche, die Funktionalität und eine intuitive Wegeführung. So viele Flächen wie möglich sollen außerdem begrünt werden, und so viel Licht wie möglich soll in den Erweiterungsbau zugunsten der Aufenthaltsqualität für Be sucher und Patienten fließen.

Verlagerung des Wertstoffhofs

Die nördliche Erweiterung soll voraussichtlich in einzelnen Abschnitten realisiert werden: Als erste Maßnahme muss zunächst Ersatz für das jetzige Parkdeck geschaffen werden. Dafür soll der Wertstoffhof, der sich dort derzeit befindet, als Wertstoffhalle südwestlich des Zentralklinikums verlagert werden, und zwar nach den aktuellen Ansprüchen der Nachhaltigkeit.

Diese Vorüberlegungen sind am Donnerstag dem Stadtplanungsausschuss vor gestellt worden. „Die Stadt begrüßt das Großprojekt der Uniklinik sehr. Es ist wichtig, dass die Universitätsmedizin Münster für Patienten aus dem gesamten Münsterland und darüber hinaus nicht nur fachlich und technisch, sondern auch infrastrukturell auf dem neuesten Stand ist. Stadt, Hochschulen und UKM arbeiten bei der Entwicklung der Wissensquartiere als Bündnispartner eng zusammen“, kommentiert Stadtbaurat Robin Denstorff die UKM-Pläne laut Mitteilung.

Zur Frage der Finanzierung sind die Verantwortli chen mit dem Land Nordrhein- Westfalen im Gespräch.

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