Verkehrssicherheit und Einnahmequelle
Mehr Blitzer – weniger Einnahmen

Kreis Warendorf -

Ob mit Messsäulen oder mit mobilen Blitzaktionen: Entgegen der Erwartungen hat der Kreis Warendorf in diesem Jahr deutlich weniger Geld mit seinen Blitzern eingenommen.

Samstag, 21.12.2019, 07:01 Uhr aktualisiert: 21.12.2019, 11:23 Uhr
Landrat Dr. Olaf Gericke (2. v. l.) nahm im November 2018 mit Polizeidirektorin Andrea Mersch-Schneider (l.), Ordnungsdezernentin Petra Schreier (m.), Ordnungsamtsleiter Ralf Holtstiege sowie Kreismitarbeiterin Lena Schröder (r.) die neue Messsäule an der L 547 in Hoetmar in Betrieb.
Landrat Dr. Olaf Gericke (2. v. l.) nahm im November 2018 mit Polizeidirektorin Andrea Mersch-Schneider (l.), Ordnungsdezernentin Petra Schreier (m.), Ordnungsamtsleiter Ralf Holtstiege sowie Kreismitarbeiterin Lena Schröder (r.) die neue Messsäule an der L 547 in Hoetmar in Betrieb. Foto: Kreis Warendorf

„Wir waren von 4,4 Millionen Euro ausgegangen“, teilt Thomas Fromme , Pressesprecher des Kreises, auf Anfrage mit. „Die Einnahmen werden voraussichtlich um 600 000 Euro geringer ausfallen.“

Damit würde der Kreis in 2019 auch unter dem Blitzer-Ergebnis von 2018 liegen: Damals kamen 4,04 Millionen Euro zusammen. „Wir waren personell auch am Limit, was die mobilen Radargeräte betraf und konnten nicht an allen Gefahrenpunkten sein“, sagt Fromme. Als weitere Gründe vermutet er: „Entweder haben sich die stationären Blitzanlagen mittlerweile gut herum gesprochen, oder es wird einfach angepasster gefahren.“

In Beelen, Füchtorf und Hoetmar (nahe Einmündung K 20) stehen drei fest installierte Messsäulen, die für Autofahrer kaum zu übersehen sind. Es sei denn, man ist ob der kilometerlangen, kerzengeraden und gut ausgebauten Stecke in Gedanken oder im Gespräch.

Wir waren von 4,4 Millionen ausgegangen. Die Einnahmen werden vor-aussichtlich um 600 000 Euro geringer ausfallen.

Thomas Fromme

Damit die Autofahrer an der Messsäule in Hoetmar (seit 6. November 2018) noch bewusster fahren, hat der Kreis bekanntlich am 25. November das Tempo dort von 70 auf 50 reduziert.

Ob es dort jetzt häufiger blitzt? Auf jeden Fall will, der Kreis noch bis zum Jahreswechsel eine weitere so genante Multifunktionseinrichtung (mobile Blitzstation) aufstellen lassen. Der Ort ist noch nicht bekannt. „Die Anlage muss erst bei uns eintreffen“, sagt Fromme. „Dann werden wir die Öffentlichkeit informieren.“

In den Sozialen Medien wurde bereits heiß über den Hoetmarer Blitzer und die erneute Tempo-Reduzierung debattiert. Manche halten eine Umgestaltung der Straße für sinnvoller, als die drei wechselnden Höchstgeschwindigkeiten Geschwindigkeiten von Tempo 50, 70 und 100 auf der Strecke.

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