Feuer in Telgte
An Heiligabend im Dauereinsatz

Telgte -

An Heiligabend brannte in Telgte in der Nähe des Campingplatzes ein Ferienhaus in einem unwegsamen Gelände.

Dienstag, 24.12.2019, 18:56 Uhr aktualisiert: 25.12.2019, 13:04 Uhr
Mit einem Großaufgebot war die Feuerwehr an Heiligabend im Einsatz.
Mit einem Großaufgebot war die Feuerwehr an Heiligabend bei zwei Bränden im Einsatz. Foto: Große Hüttmann

Diesen Heiligabend werden die Mitglieder der Telgter Feuerwehr sicher nicht vergessen: Denn zwei große Einsätze mit insgesamt fünf verletzten Personen, zwei wurden jeweils mit dem Rettungshubschrauber mit schwere Brandverletzungen in Spezialkliniken geflogen, sorgten dafür, dass die Ehrenamtlichen vom frühen Abend bis in die Nacht hin­ein nicht aus ihrer Einsatzkleidung kamen.

Um 17.32 Uhr wurden die Feuerwehrleute zum Brand eines Holzhauses in einem schlecht zugänglichen Waldgebiet in der Nähe des Campingplatzes in Raestrup gerufen. Dort hatten sich nach Angaben der Polizei mehrere Personen aus Telgte und Münster im Alter zwischen 24 und 54 Jahren zu einer Weihnachtsfeier in einem Ferienhaus getroffen.

Zwei Brände an Heiligabend in Telgte

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Da es zu dem Objekt keine Stromversorgung gibt, wurde ein Aggregat benutzt, welches nach einiger Zeit aus bislang ungeklärter Ursache in Brand geriet. Beim Versuch, das Gerät zu löschen, verletzten sich vier Personen leicht. Ein Mann trug zudem schwere Brandverletzungen davon.

Holzgebäude geriet in Brand

Während die Leichtverletzten zur weiteren Behandlung in nahe gelegene Krankenhäuser gebracht wurden, riefen die Rettungskräfte für den schwer Verletzten einen Hubschrauber zur Hilfe. Dieser landete wenig später auf dem Berdelflugplatz und brachte die Person in eine Spezialklinik.

Durch den Brand geriet nach Angaben der ermittelnden Polizeibeamten nicht nur das Stromaggregat, sondern auch ein Holzgebäude in Brand, das direkt an das Ferienhaus angrenzt. Es wurde fast vollständig vernichtet. Am Hauptgebäude selbst entstand nach Angaben der Polizei nur geringer Sachschaden.

Schwierig gestaltete sich für die Feuerwehr die Anfahrt zum Objekt, das lediglich über einen schmalen und zum Zeitpunkt des Brandes stark verschlammten Feldweg zu erreichen ist. Helfer wiesen die Rettungskräfte und Feuerwehr glücklicherweise an der Bundesstraße ein. Auch der Abtransport der Verletzten gestaltete sich aufgrund des Geländes schwierig.

Folgenschwerer Flüssiggas-Austritt

Die Mitglieder der Telgter Wehr hatten die Restarbeiten an der Einsatzstelle in Raestrup noch nicht ganz beendet, da wurden sie gegen 21 Uhr ein weiteres Mal zur Hilfe gerufen. In einem Mehrfamilienhaus an der Wolbecker Straße wurde das Weihnachtsgeschenk, eine Shisha-Pfeife, einem 16-Jährigen zum Verhängnis. „Bei dem Versuch, die Kohlen zu erhitzen, trat aus einer Gaskartusche Flüssiggas aus, das auf einen in unmittelbarer Nähe befindlichen Adventskranz traf und diesen entzündete“, heißt es im Polizeibericht Der 16-Jährige erlitt dadurch schwerste Verbrennungen und wurde mit einem Rettungshubschrauber, der ebenfalls auf dem Berdelflugplatz landete, in eine Spezialklinik geflogen.

Weitere Personen, die sich zum Zeitpunkt des Unglücks in dem Raum befunden hatten, wurden nach Angaben der Einsatzkräfte nicht verletzt. Sie kamen mit dem Schrecken davon.

Da die Feuerwehr Telgte mit zahlreichen Kräften zum Zeitpunkt des zweiten Einsatzes zu großen Teilen noch in Raestrup gebunden war, wurden Mitglieder der Feuerwehr Warendorf alarmiert, die als Erste an der Einsatzstelle an der Wolbecker Straße waren.

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