Fußball: 3. Liga
Stabilisierte Preußen-Abwehr erhält mit Steurer weitere Verstärkung

Münster -

Zwar hat sich die Abwehr der Preußen in den vergangenen beiden Wochen merklich verbessert, dennoch hilft ein weiterer Verteidiger dem Drittligisten weiter. Oliver Steurer verstärkt den Drittliga-Vorletzten, der am Samstag einer B-Elf des FC Schalke 04 mit 0:2 unterlag.

Sonntag, 19.01.2020, 16:04 Uhr aktualisiert: 20.01.2020, 14:53 Uhr
Oliver Steurer
Oliver Steurer Foto: www.imago-images/Bielefeld

Zum zweiten Mal in diesem Winter hat Preußen Münster auf dem Transfermarkt zugeschlagen. Oliver Steurer verstärkt ab sofort die Abwehr der Adler. Zweitligist 1. FC Heidenheim hatte den 25-Jährigen bereits in der Hinrunde an den SCP-Klassenrivalen KFC Uerdingen ausgeliehen und verfährt nach diesem Modell nun erneut, nachdem er bei den Krefeldern zuletzt unter Teamchef Stefan Reisinger keine Rolle mehr spielte.

Sportchef Malte Metzelder bezeichnet den Innenverteidiger als „ehrgeizig“. Er solle hinten „zusätzliche Stabilität und Flexibilität“ bringen. Ausgebildet wurde Steurer beim FC Schalke 04 , bei Borussia Dortmund und RW Essen. Für RW Oberhausen und die BVB-Reserve bestritt er 63 Regionalliga-Partien. Für Heidenheim kam er nur auf neun Einsätze in zwei Zweitliga-Spielzeiten, beim KFC in dieser Serie auf fünf.

Gebürtig kommt der 1, 91 Meter große Schlaks aus Gelsenkirchen. Genau dort hatten seine neuen Teamkollegen am Samstag einen weiteren Test gegen Schalke bestritten. Der Bundesligist hatte Wert drauf gelegt, dass keine Zuschauer und keine Medien vor Ort sind und die Partie auch nirgends angekündigt wird. Münster verlor 0:2 (0:0), trat aber erneut defensiv gut auf und bot der Reservisten-Elf um Jean-Clair Todibo, den Neuzugang vom FC Barcelona, die Stirn.

Guido Burgstaller, tags zuvor beim 2:0 gegen Borussia Mönchengladbach in letzter Minute eingewechselt, traf mühelos zum 1:0, nachdem Okan Erdogan versehentlich Alexander Rossipal angeschossen hatte (51.). Kurz darauf legte Timo Becker den zweiten Treffer nach (53.). Die Top-Chance des Drittligisten bereitete Lucas Cueto vor, doch Heinz Mörschel blieb am künftigen Bayern-Keeper Alexander Nübel hängen (63.). Die guten Eindrücke der ersten beiden Tests verfestigten sich gleichwohl. „Ich habe eine sehr gute erste Halbzeit gesehen, in der wir kaum was zugelassen haben“, sagte Trainer Sascha Hildmann. „Immerhin standen auf der Gegenseite absolute Top-Profis. Im Großen und Ganzen bin ich froh über den Spielverlauf. Es waren gute Ansätze zu sehen, eine stabile Einheit.“

Die neue Spielweise mag ein gewisses Risiko bergen – dann, wenn vorne nichts gelingt und hinten doch mal ein, zwei folgenschwere Patzer passieren. Doch Hildmann hat die Reihen geschlossen hinter sich. Zumal er auch rhetorisch überzeugt. Ob als Spontanredner nach Aufforderung bei der Mitgliederversammlung, vor der TV-Kamera oder beim Sponsorenempfang am Freitagabend – Münster hat auch dank des Pfälzers neue Hoffnung geschöpft.SCP:Schulze Niehues (46. Prinz) – Scherder (46. Frenkert), Löhmannsröben (46. Erdogan), Rossipal – Tezel (46. Schauerte), Wagner (46. Rodrigues Pires), Brandenburger (46. Klann), Heidemann (46. Hoffmann) – Özcan (46. Cueto), Schnellbacher (46. Mörschel), Litka (46. Grodowski)

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