Rasthöfe Münsterland-Ost und -West
Sperrschranken gegen Schleichverkehr

Münster-Roxel -

Die Grünen-Fraktion in der Bezirksvertretung Münster-West will das illegale Auf- und Abfahren von der Autobahn an den Roxeler Rasthöfen nicht länger hinnehmen. Sie setzt sich für wirkungsvolle Gegenmaßnahmen ein.

Montag, 20.01.2020, 19:00 Uhr aktualisiert: 20.01.2020, 21:42 Uhr
Blick auf die Zuwegung des Autobahnrasthofs Münsterland-Ost: Dort sowie auf der Zufahrt zum benachbarten Rasthof Münsterland-West sind immer wieder Fahrzeuge unterwegs, die die schmalen Straßen illegal als Schleichverkehrspisten nutzen.
Blick auf die Zuwegung des Autobahnrasthofs Münsterland-Ost: Dort sowie auf der Zufahrt zum benachbarten Rasthof Münsterland-West sind immer wieder Fahrzeuge unterwegs, die die schmalen Straßen illegal als Schleichverkehrspisten nutzen. Foto: sch

Klagen über das illegale Treiben hat es in den vergangenen Jahren immer wieder mal gegeben. Doch unternommen wurde bislang eigentlich so gut wie gar nichts. Jetzt haben die Grünen in der Bezirksvertretung (BV) Münster-West die Initiative ergriffen: Sie machen sich dafür stark, der unerlaubten Nutzung der Zufahrten zu den Roxeler Autobahnrasthöfen einen Riegel vorzuschieben. Einen entsprechenden Antrag haben sie in die BV eingebracht.

Den Grünen geht es darum, die tagaus, tagein von motorisierten Verkehrsteilnehmern als Schleichweg befahrenen Zufahrten verlässlich dicht zu machen. Denn diese werden trotz Verbots und mangels Sperren dafür genutzt, um illegal auf die Autobahn zu fahren – beziehungsweise die Autobahn zu verlassen. Die Grünen bitten die Stadtverwaltung, zeitnah zu prüfen, „wie im Benehmen mit den Betreibern der Raststätten Münsterland-Ost und -West zuverlässige Durchfahrtsperren auf den Versorgungswegen errichtet werden können“.

Erfolglose Stichproben-Kontrollen

In der Begründung des Antrags wird darauf verwiesen, dass die Versorgungswege, die die Rasthöfe mit der Straße Am Rohrbusch verbinden, lediglich eine Durchfahrverbot-Beschilderung aufweisen. Doch diese werde von Ortskundigen immer wieder ignoriert. Stichprobenartige Kontrollen durch den Bezirksbeamten der Polizei brächten „keine dauerhaft abschreckende Wirkung“, um dem unerlaubten Befahren Einhalt zu bieten. Obendrein werbe ein in der Nachbarschaft ansässiger Saunaclub auf seiner Internetseite sogar offen damit, wie das Etablissement von den Rasthöfen aus unter Nutzung der Zufahrten erreicht werden könne.

Aus Sicht der Grünen muss bei der Suche nach einer Lösung zur Eindämmung des unzulässigen Schleichverkehrs auf die Belange der Rastanlagenbetreiber eingegangen werden. Es müsse selbstverständlich eine praktikable Lösung angestrebt werden. Darüber hinaus wird die Verwaltung um eine Kostenschätzung sowie um Auskunft darüber, wer die Kosten tragen müsse, gebeten.

Anfang vergangenen Jahres hatte unsere Zeitung zum wiederholten Male über die unerlaubte Nutzung der Rasthöfe-Zuwegungen berichtet: Anwohnerin Theodora Bockem-Rohleder, vielen als Vorsitzende der Bürgerinitiative „Landschaftsschutz Roxel“ bekannt, hatte über stetig zunehmenden Verkehr auf den Zufahrten geklagt. Nicht nur Pkw sondern auch schwere Lkw, die obendrein noch die nur für Fahrzeuge bis 16 Tonnen ausgelegte Rohrbuschbrücke beführen, seien dabei zu beobachten. Und es seien nicht nur Fahrzeuge mit MS-Kennzeichen, die von den Rasthöfen kämen oder über diese auf die Autobahn aufführen. Auch Bockem-Rohleder hatte sich für Absperrschranken ausgesprochen, um dem Missstand Abhilfe zu schaffen.

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