Gedenken
Große Anteilnahme bei Gottesdienst für toten Feuerwehrmann

Lienen -

Mit einem ökumenischen Gottesdienst haben die Menschen in Lienen in der voll besetzten evangelischen Kirche des verstorbenen Feuerwehrmanns, der verletzten Kameraden und aller weiteren durch das Unglück vom vergangenen Samstag Betroffenen gedacht.

Donnerstag, 13.02.2020, 17:24 Uhr aktualisiert: 13.02.2020, 17:32 Uhr
Gedenkgottesdiernst in Lienen
Gedenkgottesdiernst in Lienen Foto: Gernot Gierschner

Wenn Trauer und Gedenken einen Ort brauchen, dann war dieser am Mittwochabend die evangelische Kirche. Am vierten Tag nach der Explosion in einem Wohn- und Geschäftshaus am Diekesdamm mit einem toten und mehren verletzten Feuerwehrmännern strömten viele Lienener in das Gotteshaus.

Evangelische und katholische Kirchengemeinde hatten zu dem Gedenkgottesdienst eingeladen, den Pfarrerin Miriam Seidel und Pastoralreferent Norbert Brockmann gestalteten. Neben den Angehörigen des ums Leben gekommenen Feuerwehrmannes, von dem ein Bild im Altarraum aufgestellt war, waren viele Kameraden und Kameradinnen, auch der umliegenden Wehren, Helfer des THW , der Polizei, des Rettungsdienstes und der Seelsorge gekommen, um zu trauern, um das Erlebte aufzuarbeiten. Bürgermeister Arne Strietelmeier war ebenso anwesend wie Vertreter der Verwaltung und der Ratsfraktionen. Das Gotteshaus war voll.

Ein Sturm hat alles durcheinandergebracht und lässt und fassungslos zurück.

Pfarrerin Miriam Seidel

Zahlreiche Bürger wollten ihre Anteilnahme und Betroffenheit zum Ausdruck bringen. „Ein Zeichen der Hoffnung und Solidarität setzen“, wie es Norbert Brockmann in seiner Ansprache ausdrückte.

Emotionaler Augenblick

„Ein Sturm ist aufgekommen, hat alles durcheinandergebracht und lässt und fassungslos zurück“, versuchte Miriam Seidel in Worte zu fassen, was in Lienen in diesen Tagen passiert. Sie sprach vom Verlust und vom Schmerz der Angehörigen, der so plötzlich und jäh aus dem Leben gerissen wurde. Sie erinnerte auch an die Verletzten und die Menschen, die ihre Wohnung haben.

Explosion in Lienener Wohnhaus

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Musik spielte eine wichtige Rolle bei diesem Gedenken. Begrüßte zu Beginn noch eine Harfe die Besucher mit klagendem Ton, setzten die musikalischen Zwischenspiele im Verlauf fast heitere Momente. „Bridge over Troubled Water“ von Simon & Garfunkel rezitierte Miriam Seidel, Hoffnung gebend auf Deutsch: „Wenn du völlig erledigt bist, wenn du auf der Straße bist, wenn der Abend dir total schwer vorkommt, werde ich dich trösten…“

Über dem Ort liegt seit dem Unglück ein Schleier aus Trauer und Schmerz.

Pastoralreferent Norbert Brockmann

Sehr emotional war der Augenblick, in dem neben der Kerze, die zum Gedenken des Verstorbenen brannte, vier weitere Kerzen entzündet wurden: eine für die Verletzen des Unglücks, eine weitere für alle Einsatzkräfte, eine dritte für die Bewohner des zerstörten Hauses sowie die Freunde der AWO, deren Begegnungsstätte völlig zerstört wurde, und noch eine für die gesamte Dorfgemeinschaft. Über dem Ort, so formulierte es Norbert Brockmann, liege seit dem Unglück „ein Schleier aus Trauer und Schmerz“.

Nach einem gemeinsamen Vaterunser klang die würdevolle Gedenkfeier mit dem hoffnungsfrohen „Some­where over the Rainbow“ („Irgendwo da oben, über dem Regenbogen“) aus.

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