Busangebot wird ausgebaut
Verbesserungen zum Fahrplanwechsel in Münster

Münster -

Nach Ostern kommt ein neuer Busfahrplan. Stadt und Stadtwerke kündigen Verbesserungen ihres Angebots an. Einige Strecken werden verstärkt befahren, andere Linien umgeleitet.

Freitag, 14.02.2020, 09:30 Uhr aktualisiert: 14.02.2020, 09:55 Uhr
Die Linie 17 wird im Zentrum Nord künftig auch an den Wochenenden fahren, um das dortige Wohngebiet anzubinden.
Die Linie 17 wird im Zentrum Nord künftig auch an den Wochenenden fahren, um das dortige Wohngebiet anzubinden. Foto: Peter Lessmann

Das Busangebot ausbauen und damit verbessern: Das ist das Ziel des Fahrplanwechsels, den Stadt und Stadtwerke Münster für den 20. April (Montag) vorsehen und der vom Rat beschlossen wurde. „Um Menschen vom Nahverkehr zu überzeugen, ist ein gutes Angebot unerlässlich. Daher bauen wir das Busnetz weiter aus, haben uns dafür die Nachfrage angesehen und setzen zusätzliche Busse dort ein, wo sie benötigt werden“, erklärt Frank Gäfgen, Geschäftsführer Mobilität der Stadtwerke in einer Pressemitteilung. Zudem seien Änderungen der Fahrzeiten für nahezu alle Linien vorgesehen, um die Pünktlichkeit zu verbessern.

„Mehr Busse auf die Straße zu schicken, das bedeutet auch höhere Kosten. Die Verbesserungen schlagen mit rund 350 000 Euro zu Buche. Die Stadt nimmt das Geld gern in die Hand, um den klimafreundlichen Nahverkehr in Münster auszubauen und die Verkehrswende voranzutreiben“, betont Stadtbaurat Robin Denstorff .

Neue Wege für die Busse

Am 20. April, dem Montag nach den Osterferien, greifen Änderungen auf verschiedenen Linien. Die Linie 17 fährt im Bereich zwischen Hauptbahnhof und Kinderhaus auch am Wochenende alle 20 bzw. sonntags alle 30 Minuten.

Die Linie 2 fährt am Nachmittag häufiger nach und von Handorf. Nicht mehr angefahren wird dann der Bereich Pötterhoek sowie Oderstraße. Die Haltestellen Saar- und Elbestraße der Linie 4 decken das Gebiet in fußläufiger Entfernung ab.

Taktverdichtung geplant

Die Linie 18 wird nach Amelsbüren, in den Hansa-Business-Park und zum Alexianer-Campus verlängert. Die Kleinbuslinie fährt weiterhin einmal die Stunde und bedient auch die Bahnhöfe in Hiltrup und Amelsbüren. Außerhalb der Hauptverkehrszeiten werden die Verstärker auf der Linie 5 reduziert, die zwischen Berg Fidel und Hauptbahnhof fahren. Die neuen Fahrzeiten werden im März in die elektronische Fahrplanauskunft und die münster:app eingespielt.

Für den Herbst sind Taktverdichtung geplant. „Wir haben die Stadtwerke beauftragt, ein Konzept für eine Taktverdichtung zu erstellen, die ab Herbst 2020 für mehr Kapazitäten insbesondere in der Hauptverkehrszeit sorgen soll, wenn besonders viele Menschen den Bus nutzen. So entsteht auf vielgenutzten Linien mehr Platz für Münsteranerinnen und Münsteraner, die ihr Auto stehen lassen möchten“, erklärt Robin Denstorff.

Über diese Verkehrsregeln stimmt der Bundesrat ab

1/10
  • Mehr Platz für Radler, höhere Strafen für Falschparker - und womöglich ein Tempolimit auf Autobahnen? Der Bundesrat hat am Mittwoch über zahlreiche Neuregelungen abgestimmt, die Autofahrer und Radfahrer betreffen.

    Foto: Wolfgang Kumm
  • STRAFEN FÜRS FALSCHPARKEN: Die Bußgelder fürs Parken in der «zweiten Reihe», auf Geh- und Radwegen sollen steigen - von 15 Euro auf bis zu 100 Euro. Das soll auch fürs Halten auf Schutzstreifen für Radfahrer gelten - also auf Radwegen, die mit gestrichelter weißer Linie auf die Straße gemalt sind. Bisher dürfen Autos dort drei Minuten halten. Wenn jemand behindert oder gefährdet wird, etwas kaputtgeht oder jemand länger als eine Stunde auf Geh- oder Radweg parkt, kann es auch einen Punkt in Flensburg geben, also im Fahreignungsregister.

    Foto: Bernd Wüstneck
  • RETTUNGSGASSE BILDEN - UND FREI LASSEN: Autofahrer müssen schon Platz machen für Einsatzkräfte, im Stau müssen sie Rettungsgassen bilden. Wer das nicht tut, macht sich strafbar, und soll künftig auch ein Fahrverbot kassieren können. Außerdem soll es genau so verfolgt und bestraft werden können, wenn jemand unerlaubt durch eine Rettungsgasse fährt. Drohen sollen Bußgelder zwischen 200 und 320 Euro, ein Monat Fahrverbot und zwei Punkte in Flensburg.

    Foto: Frank Rumpenhorst
  • NEUE REGELN FÜR BUSSPUREN: Die Fahrstreifen für Busse in Städten können schon jetzt für Taxis oder Radfahrer freigegeben werden. Das soll künftig auch für Pkw möglich sein, in denen mindestens drei Menschen unterwegs sind - Ziel ist, das Bilden von Fahrgemeinschaften attraktiver zu machen. Letztlich solle es vor Ort entschieden werden.

    Foto: Stadt Münster
  • SCHUTZ FÜR RADLER: Bisher müssen Autofahrer «ausreichenden» Abstand beim Überholen von Radlern halten. Künftig sollen mindestens 1,50 Meter im Ort und 2 Meter außerorts vorgeschrieben sein. Lkw über 3,5 Tonnen sollen beim Rechtsabbiegen im Ort nur noch Schritttempo fahren dürfen. Es drohen 70 Euro Bußgeld. An gefährlichen Stellen soll ein Schild Autos und Lkw das Überholen einspuriger Fahrzeuge verbieten können. Vor Kreuzungen und Einmündungen mit Radwegen soll bis zu acht Meter Parkverbot gelten, um die Sicht zu verbessern.

    Foto: Frank Rumpenhorst
  • GRÜNER PFEIL UND ANDERE RECHTE FÜR RADFAHRER: Ein grüner Pfeil erlaubt das Rechtsabbiegen, wenn eine Ampel rot leuchtet - aber nur, wenn man erst anhält und niemanden gefährdet. Künftig soll es einen Grünpfeil geben, der nur für Radfahrer gilt. Neben Fahrradstraßen soll es auch ganze Zonen geben können. Dort ist höchstens Tempo 30 erlaubt, der Radverkehr darf weder gefährdet noch behindert werden.

    Foto: Matthias Ahlke
  • TEMPOLIMIT: Der Umweltausschuss schlägt vor, dass eine generelle Geschwindigkeitsbeschränkung von 130 Kilometern pro Stunde auf Autobahnen gelten soll. Der Bundesrat lehnte den Vorschlag ab. Umweltverbände reagierten enttäuscht. Verkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) bekräftigte sein Nein zu einem Limit.

    Foto: Martin Schutt
  • ANWOHNERPARKEN: Der Verkehrsausschuss des Bundesrats schlägt vor, den Gebührenrahmen für Bewohnerparkausweise in Städten auszudehnen - von bisher 10,20 Euro bis 30,70 Euro auf 10 bis 240 Euro im Jahr. Scheuer ist offen für mehr kommunalen Spielraum, hält das aber für überzogen. Er warnte vorab, der Weg über die StVO berge rechtliche Risiken. Dies führe dazu, dass die gesamte Novelle nicht verkündet werden könnte.

    Foto: Axel Heimken
  • WEITERE VORSCHLÄGE: Abgestimmt wird etwa auch über Vorschläge, dass Verleihfirmen von E-Tretrollern künftig eine Erlaubnis benötigen sollen - samt Konzept zum Abstellen der Gefährte.

    Foto: Steffen Trumpf
  • Ein anderer Vorstoß zielt auf höhere Bußgelder für Parken ohne Parkschein.

    Foto: Oliver Werner
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