Satzungsänderung
Dülmener Schützen schließen NPDler aus

Dülmen -

Der Schützenverein Burgwache im Dülmener Ortsteil Hausdülmen hat seine Vereinssatzung geändert. Soweit, so gewöhnlich. Aber diese Änderung richtet sich gegen ein spezielles Mitglied.

Montag, 02.03.2020, 16:20 Uhr aktualisiert: 02.03.2020, 16:30 Uhr
Satzungsänderung: Dülmener Schützen schließen NPDler aus
Keine Sympathie für Neonazis haben die Hausdülmener Schützen. Foto: Stefan Bücker

Schützenvereine gelten manchmal als eher konservativ und traditionsbewusst. Das sind sie auch mitunter. Das heißt aber keineswegs, dass sie auf dem rechten Auge blind sind, wie jetzt der Schützenverein Burgwache im Dülmener Ortsteil Hausdülmen eindrucksvoll unter Beweis stellte.

Nachdem ein Mitglied auf der Sitzung vorgetragen hatte, dass ein Schützenbruder sich politisch stark in der NPD und bei den Identitären engagiert, beschlossen die Mitglieder einstimmig dessen Ausschluss aus der Burgwache.

Um diesen rechtssicher über die Bühne zu bekommen, wurde die Vereinssatzung geändert.

„Der Verein tritt rassistischen, fremden- und verfassungsfeindlichen Bestrebungen sowie menschenverachtenden oder diskriminierenden Verhaltensweisen ... aktiv entgegen“, heißt es in der neuen Satzung. Und das wirkt dann aber auch kein bisschen rückwärtsgewandt.

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