Bürgerentscheid am Sonntag
Kampf ums Ahlener Rathaus

Ahlen -

Bis zum Abend der Kommunalwahl am 13. September wollten sich die Ahlener nicht gedulden. Sie stimmen bereits am Sonntag ab, dann aber nicht über die Zusammensetzung des Stadtrates und den Bürgermeister, sondern per Bürgerentscheid über das Rathaus als Gebäude.

Samstag, 07.03.2020, 10:15 Uhr aktualisiert: 07.03.2020, 15:22 Uhr
Ums Ahlener Rathausgebäude wird seit Monaten ein erbitterter Streit geführt.
Ums Ahlener Rathausgebäude wird seit Monaten ein erbitterter Streit geführt. Foto: Ulrich Gösmann

Seitdem die Ratsvertretung am 4. Juli 2019 mit großer Mehrheit entschieden hat, das 1977 fertiggestellte Rathaus des Düsseldorfer Architektenteams Christoph und Brigitte Parade abzureißen und in unmittelbarer Nachbarschaft einen Neubau samt Bürgerforum mit Stadthalle zu errichten, haben immer mehr Ahlener ihre Liebe zum Rathaus entdeckt. Dabei war es vielfach als „Tropfsteinhöhle“ verspottet worden, weil es bereits kurz nach Inbetriebnahme durch­regnete. Als Hauptverursacher wurde die fensterlose Glasfassade ausfindig gemacht, deren technische Ausführung und Montage seinerzeit noch nicht ausgereift waren. Dieses Schicksal teilt das Rathaus mit vielen Bürobauten aus dieser Epoche. Eine Unterschutzstellung als Denkmal, wie es der LWL verlangte, verhinderte Heimatministerin Ina Scharrenbach per Ministerentscheid.

Gegen die Neubaupläne hatte sich eine Front aus Bürgern, unterstützt von einer Wählergemeinschaft und der örtlichen Architektenschaft gebildet, die den Ratsbeschluss attackierten. Nur einige Tage später stellte eine kleine Gruppe den Antrag auf ein Bürgerbegehren. Innerhalb der gesetzlich vorgeschriebenen Frist von drei Monaten sammelten die „Rathausfreunde“, wie sie sich nannten, knapp 5000 Unterschriften und damit doppelt so viele, wie für die Zulassung eines Bürgerentscheids notwendig gewesen wären.

Ratsentscheid Rathaus

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Bei dem Bürgerentscheid stimmen die Bürger aber nicht über Sanierung oder Neubau ab, sondern nur über die Aufhebung des damaligen Ratsbeschlusses. Eine Forderung nach Sanierung hätte in die Hoheit des Rates eingreifen können, dem allein das Etatrecht zusteht.

In den vergangenen Wochen befehdeten sich beide Seiten in Veranstaltungen, Kampagnen, Leserbriefen und sozialen Netzwerken zum Teil sehr heftig und manchmal auch unterhalb der Gürtellinie. Bis Freitagnachmittag hatten rund 5800 Bürger bereits ihre Stimme abgegeben.

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