Mehrheit stimmt beim Bürgerentscheid mit „Nein“
Weg für Rathaus-Neubau frei

Ahlen -

Ahlen hat entschieden: Beim Bürgerentscheid am Sonntag stellte sich eine Mehrheit von 53,7 Prozent hinter den Ratsbeschluss, der eigentlich schon im Sommer 2019 den Weg freigemacht hatte für einen Abriss und Neubau von Rathaus und Stadthalle.

Sonntag, 08.03.2020, 22:46 Uhr aktualisiert: 09.03.2020, 07:28 Uhr
Um 20.15 Uhr stand das vorläufige Endergebnis fest – mit einer deutlichen Mehrheit von „Nein“-Stimmen.
Um 20.15 Uhr stand das vorläufige Endergebnis fest – mit einer deutlichen Mehrheit von „Nein“-Stimmen. Foto: Grafik: Jürgen Christ

Die „Rathausfrage“ ist endgültig beantwortet. Die „Rathausfreunde Ahlen“ und deren Unterstützer von der Bürgerlichen Mitte (BMA) haben ihr Ziel, den Ratsbeschluss vom 4. Juli 2019 zum Neubau von Rathaus und Stadthalle zu kippen, klar verfehlt. Beim zweiten Bürgerentscheid in der Stadtgeschichte votierten am Sonntag 53,74 Prozent der insgesamt 16 078 Abstimmungsteilnehmer mit „Nein“ – und damit für die Umsetzung von „Plan B“, der den Abriss des in den 70er Jahren errichteten Kultur- und Verwaltungszentrums an der Werse beinhaltet. Mit „Ja“, also für die Aufhebung des Ratsbeschlusses, stimmten 46,26 Prozent.

Das erforderliche Quorum von 6059 Stimmen erreichten die Sanierungsbefürworter zwar, doch auch 7421 Kreuze bei „Ja“ reichten nicht, diesem durchaus achtbaren Ergebnis standen am Ende 8621 „Nein“-Stimmen gegenüber. In zwölf von 14 Stimmbezirken, darunter alle sieben Urnenwahlbezirke, sprach sich die Mehrheit für den Neubau von Stadthaus und Bürgerforum aus. Lediglich in zwei Briefabstimmungsbezirken (Elisabeth-Tombrock-Haus und Stadtteilbüro) überwog der Wunsch nach ei­nem Erhalt der Parade-Bauten.

Bürgerentscheid zur „Rathausfrage“

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  • Bürgerentscheid zur Rathausfrage in Ahlen 2020

    Foto: Christian Wolff
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  • Bürgerentscheid: Abend dre Entscheidung

    Foto: Ulrich Gösmann
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Im voll besetzten Ratssaal verfolgten am Abend zahlreiche Ratsmitglieder, die Protagonisten der „Rathausfreunde“, Verwaltungsmitarbeiter und Bürger den Verlauf der Auszählung. Um 18.31 Uhr trafen die ersten Zahlen aus der Lambertischule in Dolberg ein – mit einem deutlichen Überhang für „NEIN“. „Das ist schon mal ein Trend“, kommentierte Stadtsprecher Frank Merschhaus. Dieser Trend verfestigte sich weiter, mit jeder neuen Schnellmeldung aus den Wahlvorständen.

Um 20.15 Uhr stand dann das vorläufige Ender­gebnis fest, im Lager der Neubau-Anhänger, die größtenteils von ihren Stühlen aufsprangen, entlud sich die Anspannung in lautem Beifall. Diana Berger umarmte kurz ihren Mann, bevor der Bürgermeister ein erstes Statement abgab. „Ich bin erleichtert“, erklärte Dr. Alexander Berger, „aber es ist kein Grund zum Feiern.“ Für diese Aussage bekam er auch von den „Rathausfreunden“ Applaus. Er wolle „allen danken, die sich engagiert haben“, die hohe Beteiligung von fast 40 Prozent werte er als Beleg für eine funktionierende Demokratie, so der Verwaltungschef. Berger weiter: „Wir werden uns nun auf den Weg machen, den Ratsbeschluss umzusetzen.“ Daran „aktiv mitzuwirken“, lade er ausdrücklich auch die „Rathausfreunde“ und die BMA ein. Abschließend appellierte Berger an alle Beteiligten, „zur Sachlichkeit zurückzukehren“.

Mit versteinerter Miene saßen die Vertreter der „Rathausfreunde“ auf den Rängen im Ratssaal, nachdem auch der letzte Stimmbezirk auf die Leinwand geworfen, die Niederlage damit endgültig besiegelt wurde. Alfred Thiemann: „Wir haben alles gegeben für diesen Bürgerentscheid. Die Frage ist jetzt: Wie geht es weiter? Das Ergebnis stimmt uns natürlich traurig. Man kann aber auch nicht von einer großen Mehrheit sprechen, die letztlich mit ,Nein‘ gestimmt hat. Wir werden die Entwicklung weiter beobachten und hoffen auf Transparenz für die Bürger. Die ,Rathausfreunde‘ bleiben in dieser Sache am Ball.“

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