Kontaktverbot
Probleme am Aasee und dem Bremer Platz

Münster -

Viele Münsteraner halten sich an das Kontaktverbot. Es gibt aber auch Problembereiche. Vor allem am Aasee sollen die Kontrollen ausgeweitet werden. Am Bremer Platz sucht man nach dem richtigen Konzept.

Dienstag, 24.03.2020, 20:00 Uhr aktualisiert: 24.03.2020, 20:20 Uhr
An den Aaseekugeln hielten sich am Dienstagnachmittag nur wenige Menschen auf – am Abend wurde es dann deutlich voller. Die Behörden haben für Mittwoch bereits einen deutlich ausgeweiteten Einsatz an dieser Stelle angekündigt.
An den Aaseekugeln hielten sich am Dienstagnachmittag nur wenige Menschen auf – später wurde es dann deutlich voller. Die Behörden haben für Mittwoch bereits einen deutlich ausgeweiteten Einsatz an dieser Stelle angekündigt. Foto: Oliver Werner

Die überwiegende Mehrheit der Münsteraner hat sich an die neue Rechtsverordnung gehalten und Abstand zu den Mitmenschen gewahrt. So jedenfalls lautete am Dienstagabend das grundsätzliche Fazit von Krisenstabsleiter Wolfgang Heuer – mit zwei größeren Ausnahmen.

Am Aasee habe es sich vor allem gegen 17 Uhr zusehends gefüllt. So sehr, dass die Mitarbeiter des Ordnungsdienstes hier nicht mehr konsequent hätten durchgreifen können. „Das ist bedauerlich und wird dazu führen, dass am Aasee von nun an mit mehr Ordnungskräften kontrolliert wird“, kündigte Heuer bereits für Mittwoch eine härtere Gangart an.

Stadt kündigt Absperrungen an

Bereits am Nachmittag waren an gleicher Stelle zwei Personen beim Grillen aufgefallen. Sie zeigten sich trotz Ansprache der Ordnungsamtsmitarbeiter nicht einsichtig. Auf sie wartet nun eine Strafe von maximal 250 Euro pro Person. Heuer kündigte bereits an, dass man diese gerade wegen der fehlenden Einsicht der beiden Personen wohl auch ausschöpfen werde. Für die kommenden Tage kündigte Heuer an, dass man auch durch Absperrungen einzelner Bereiche am Aasee versuchen werde, die Situation zu entspannen.

Das droht bei Verstößen gegen die Corona-Verordnungen

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  • Bei Zusammenkünften von mehr als zwei Personen in der Öffentlichkeit, die nicht direkt verwandt sind, werden 200 Euro von jedem Beteiligten fällig.

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  • Der Verzehr von Außer-Haus-Speisen näher als 50 Meter am Restaurant oder Imbiss kostet 200 Euro.

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  • Verstöße gegen das Besuchsverbot in Krankenhäusern und Altenheimen kosten 200 Euro.

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  • Wer die Hygiene-Vorkehrungen bei einer Beerdigung nicht einhält oder den Mindestabstand von 1,5 Meter bricht, zahlt 200 Euro.

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  • Verbotenes Picknicken oder Grillen kostet 250 Euro pro Teilnehmer.

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  • Wer trotz Verbots Sportveranstaltungen organisiert, zahlt 1000 Euro.

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  • Wer ein Restaurant weiterhin betreibt, muss 4000 Euro zahlen.

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  • Für das Betreiben einer Bar, Diskothek oder eines Fitnessstudios werden 5000 Euro fällig.

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  • Öffentliche Ansammlungen von mehr als zehn Menschen werden als Straftat angesehen und mit Geld- oder Freiheitsstrafen von bis zu fünf Jahren geahndet.

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  • Für die Teilnahme an einer nicht gestatteten Veranstaltung werden 400 Euro verhängt.

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Polizei-Einsatz am Bremer Platz

Ein zweiter Problembereich ist die Drogen- und Alkoholszene am Bremer Platz. Man müsse wohl nicht betonen, dass es ungleich schwieriger sei, diesem Personenkreis die „neuen Spielregeln“ nahezubringen. „Aber das Recht gilt für alle gleich“, stellte Heuer klar. Aus diesem Grund habe es bereits am Dienstag einen größeren Einsatz von Polizei und Ordnungskräften gegeben. Derzeit versuche man es mit direkter Ansprache, führe das nicht zum Erfolg, müsse man mit allen Beteiligten, also auch Polizei und sozialen Einrichtungen, neue Lösungswege entwickeln.

Die Polizei teilte indes am Dienstag mit, man habe eine Gruppe von mehr als zehn Personen aufgegriffen. Diese Personen erwartet nun eine Strafanzeige, denn eine Versammlung von mehr als zehn Personen gilt seit der neuen Rechtsverordnung als Straftat.

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