Bezirksvertretung Münster-Südost entscheidet
Diese Straßennamen bekommt das York-Quartier

Münster -

Vier Straßen im derzeit neu entstehenden York-Quartier in Gremmendorf sollen nach verdienten Münsteranern benannt werden. Zehn weitere Straßennamen könnten Bezug auf die jüngere Geschichte des Areals nehmen.

Freitag, 01.05.2020, 16:00 Uhr
Derzeit laufen auf dem Gelände der ehemaligen York-Kaserne noch Vorarbeiten. Doch noch in diesem Jahr soll dort mit Bauprojekten begonnen werden.
Derzeit laufen auf dem Gelände der ehemaligen York-Kaserne noch Vorarbeiten. Doch noch in diesem Jahr soll dort mit Bauprojekten begonnen werden. Foto: Matthias Ahlke

Seit Monaten bearbeiten schwere Bagger das Gelände der ehemaligen York-Kaserne. Rund 1800 Wohnungen, zudem Einfamilienhäuser sowie unter anderem Kitas und eine Grundschule sollen dort entstehen. Der erste Bauabschnitt soll im Oktober starten. Eine maßgebliche Entscheidung für das Quartier fällt allerdings voraussichtlich schon in der kommenden Woche.

Am Mittwoch (6. Mai) nämlich tagt die BV Südost im Stadtweinhaus, Thema sind dann die Namen der neu entstehenden Straßen im York-Quartier. Die Beschlussvorlage sieht für die insgesamt 14 Straßen Vorschläge von CDU , Grünen, FDP und einer Bürgerin vor.

Britische Grafschaften als Vorlage

Demnach könnte die Mehrzahl der Straßen nach britischen Grafschaften benannt werden. Essexweg, Wiltshireweg, Yorkshireplatz, Surreyweg, Sussexweg, Kentweg, Cornwallweg, Aberdeenweg und Angusweg finden sich in der Beschlussvorlage. Zudem die Walesallee.

Während diese Namen ganz offensichtlich als Fingerzeig auf die Geschichte des Quartiers zu verstehen sind, sind aus lokaler Sicht vor allem vier Straßennamen, die sich auf verdiente Münsteraner beziehen, interessant.

Drei Politiker sollen Wege bekommen

Auf Antrag der CDU soll dabei den mittlerweile verstorbenen Kommunalpolitikern Ferdinand Ovelgönne, Heinrich Wichtrup und Marianne Mecke die Ehre zuteil werden, dass je ein Weg im Quartier nach ihnen benannt wird.

Sowohl Wichtrup und Ovelgönne (beide CDU) als auch die ehemalige SPD-Kommunalpolitikerin Marianne Mecke hatten sich über viele Jahre für den Südosten der Stadt eingesetzt. So war Ovelgönne viele Jahre Vorsitzender des SC Gremmendorf, Wichtrup unter anderem Vorsitzender des Caritasverbandes für die Stadt Münster und Mecke wirkte, so heißt es in der Vorlage der Verwaltung, „vielen verschiedenen politischen Gremien“ der Stadt mit.

Ehre für Heinrich Hoffschulte 

Eine weitere Straße soll zudem nach Heinrich Hoffschulte benannt werden. Dieser Vorschlag kommt von einer Bürgerin, die darauf verweist, dass der 2016 verstorbene Jurist durch sein Wirken viel zur nun möglichen Konversion beigetragen habe.

Hoffschulte war von 1999 bis 2014 Mitglied der Bezirksvertretung Südost, zudem hatte seine Stimme als Berater des Europarats, der UNO, der Deutschen Stiftung für Internationale Entwicklung sowie für die Konrad-Adenauer-Stiftung weit über die Stadtgrenzen hinaus Gewicht.

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