Stadtbücherei hat geöffnet
Endlich wieder Lesestoff

Münster -

Die Stadtbücherei Münster hat nach wochenlanger Pause wieder ihre Türen für Besucher geöffnet, jedoch unter strengen Auflagen. Ab Montag werden diese zunächst ein bisschen gelockert. Darüber können sich vor allem Kinder freuen.

Samstag, 09.05.2020, 16:00 Uhr aktualisiert: 09.05.2020, 16:13 Uhr
Leiterin Stefanie Dobberke (l.) und Kulturdezernentin Cornelia Wilkens (r.) sind froh darüber, dass die Stadtbücherei wieder geöffnet werden konnte und ab Montag auch Kinder unter zwölf wieder herkommen dürfen.
Leiterin Stefanie Dobberke (l.) und Kulturdezernentin Cornelia Wilkens (r.) sind froh darüber, dass die Stadtbücherei wieder geöffnet werden konnte und ab Montag auch Kinder unter zwölf wieder herkommen dürfen. Foto: Joel Hunold

Die Stadtbücherei in Münster ist eigentlich ein Begegnungsort. Mehrere tausend Besucher würden sonst täglich den modernen Bau am Alten Steinweg besuchen, um Bücher zu lesen, Bekannte zu treffen und zu recherchieren, erzählt Kulturdezernentin Cornelia Wilkens . „Das ist im Moment nicht möglich. Aber jetzt haben wir erstmal wieder ein klassisches Büchereiangebot“.

Denn seit Ende April ist die Stadtbücherei wieder geöffnet. Dabei erfolgte die Öffnung still und leise, ohne große Ankündigungen: „Wir wollten erstmal sehen, ob unser Konzept aufgeht und wo wir nachbessern müssen“, erläutert Stefanie Dobberke , Leiterin der Stadtbücherei.

Einbahnstraßen und Laserschranken

Zu diesem Konzept gehört ein Einbahnstraßen-System (grüne Füße), eine Begrenzung auf maximal 100 Besucher gleichzeitig, was mittels abgezählter und desinfizierter Einkaufskörbe sowie Laserschranken gemessen wird, und die Registrierung zur Nachverfolgung jedes Besuchers. „Das wird über den Büchereiausweis gemacht“, berichtet Dobberke und verweist darauf, dass nur Nutzer mit Büchereiausweis eintreten dürfen.

In den Tagen nach der Öffnung hatten zudem nur Erwachsene und Kinder ab zwölf Jahren Zutritt gehabt, was teilweise Unverständnis in der Bevölkerung ausgelöst hat. Grund dafür sei der erwartete große Andrang im Vergleich zu den relativ kleinen und engen Räumen in der Kinderbibliothek gewesen.

Konzept hat sich bewährt

Nach wie vor dürfen sich dort maximal 15 Personen gleichzeitig aufhalten. Da sich das aufgestellte Sicherheitskonzept bisher bewährt habe, soll die Altersgrenze jedoch ab Montag (11. Mai) wegfallen. „Kinder sind total wichtige Nutzer für uns“, erläutert Kulturdezernentin Wilkens.

Allgemein sei das Konzept in mehrere Stufen aufgeteilt, die nacheinander erprobt werden sollen. „Gründlichkeit geht dabei vor Schnelligkeit“, so Wilkens. Alle zwei Tage werde die Situation analysiert und Änderungen vorgenommen, ergänzt Dobberke. „Wir hatten am Anfang rote Füße auf dem Boden aufgebracht, aber da dachten alle, dass sie nicht in diese Bereiche gehen dürfen“, erzählt sie lachend und zeigt auf die nun grünen Füße.

Wir haben die Zeit genutzt, um unser digitales Angebot zu erweitern.

Stefanie Dobberke

Allgemein sein sowohl Mitarbeiter als auch Besucher froh über die Wiedereröffnung. „Wir haben die Zeit aber auch genutzt, um unser digitales Angebot zu erweitern“, berichtet die Bücherei-Leiterin. Die Nutzungszahlen dort hätten sich verdoppelt.

Die Lockerungen in NRW

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  • Wenige Minuten nach Kanzlerin Angela Merkel trat auch NRW-Ministerpräsident Armin Laschet vor die Mikrofone. Er verkündete am Mittwochnachmittag (6. Mai) zahlreiche und weitreichende Lockerungen für sein Bundesland.

    Foto: Marcel Kusch
  • Für all die Lockerungen in NRW gilt ein Grundsatz: Monitoring und Evaluation der Fallzahlen seien das A und O für die künftige Entwicklung, betonte Ministerpräsident Armin Laschet.

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  • Laschet kündigte zudem an, die Anzahl der Tests deutlich zu erhöhen und gleichsam auf eine Abstimmung mit Belgien und den Niederlanden zu achten.

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  • Alle Grundschüler in NRW sollen ab dem 11. Mai in einem tageweisen Wechsel in die Klassenräume zurückkehren. Viertklässler kehren schon an diesem Donnerstag teilweise zurück. Noch keine näheren Zusagen gab es für Kitas.

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  • Ab dem 20. Mai können Freibäder öffnen - allerdings mit Ausnahme von Spaßbädern. 

    Ab dem 30. Mai dürfen Sportbegeisterte auch in Sparten mit unvermeidbarem Körperkontakt wieder ihren Sport ausüben. Auch die Hallenbäder dürfen ab dem 30. Mai wieder den Betrieb aufnehmen.

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  • Gaststätten dürfen in Nordrhein-Westfalen ab dem 11. Mai wieder öffnen. Die Erlaubnis gilt für den Innen- und den Außenbereich. 

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  • Hotels dürfen ab dem 21. Mai wieder für Touristen öffnen. Voraussetzungen sind die Einhaltung des Sicherheitsabstands sowie ein Hygiene- und Infektionsschutzkonzept.

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  • Nordrhein-Westfalen erlaubt schon ab Donnerstag (7. Mai) wieder kontaktlosen Breitensport und den Trainingsbetrieb im Freien. Voraussetzung ist die Einhaltung von 1,5 Metern Abstand zwischen den Sportlern.

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  • Theater, Opern und Kinos dürfen ab dem 30. Mai unter Auflagen wieder öffnen. Der Mindestabstand von 1,5 Metern zwischen Besuchern müsse gewährleistet werden. Durch den verstärkten Einsatz von Ordnern seien Ansammlungen im Warte- und Pausenbereich zu verhindern.

    Foto: Oliver Werner
  • Fitnessstudios, Tanzschulen und Kursräume von Sportvereinen können ab dem 11. Mai unter strengen Auflagen aufmachen. 

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  • VHS-Kurse, Jugendeinrichtungen und Ähnliches werden ab Montag unter Schutzauflagen wieder starten können. Es sollen maximal 100 Menschen gleichzeitig vor Ort sein.

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