„Corona-Hilfe Münster“
Nähen für den guten Zweck

Münster -

Die Facebook-Gruppe „Corona-Hilfe Münster“ wurde bereits am 13. März gegründet, mittlerweile hat sie 2600 Mitglieder. Die Hauptaufgabe besteht derzeit im Nähen von Masken.

Montag, 25.05.2020, 10:00 Uhr aktualisiert: 25.05.2020, 10:35 Uhr
Lena Verst hat vor zwei Monaten die Facebook-Gruppe
Lena Verst hat vor zwei Monaten die Facebook-Gruppe "Corona-Hilfe Münster" gegründet und dort eine Masken-Näh-Aktion für den guten Zweck organisiert. Foto: privat

Anfang März brach die Corona-Krise aus. Schulen wurden geschlossen, Mitarbeiter wurden ins Homeoffice geschickt. Auch Lena Verst , selbst Vertretungslehrerin an einer Grundschule, saß erstmal zuhause fest. Untätig sein wollte sie aber nicht. „Als ich gehört habe, dass die Schulen schließen, habe ich noch am selben Tag, am 13. März, die Facebook-Gruppe ,Corona-Hilfe Münster’ gegründet. Ursprünglich war die Gruppe dafür gedacht, Einkaufshilfen zu organisieren und sich über Fragen rund um das Leben im Homeoffice und die Kinderbetreuung auszutauschen. Am Anfang habe das auch gut funktioniert. „In der ersten Woche ist die Gruppe quasi explodiert und hatte schnell 2000 Mitglieder“.

Wer sich die Gruppe genauer anschaut, entdeckt mittlerweile auch viele Aufrufe von Eltern, ihren Kindern, die in der Corona-Zeit Geburtstag hatten, Glückwunsch-Karten zu schicken. Mittlerweile habe die Aktivität etwas nachgelassen. Versts Erklärung: „Es gibt schließlich noch jede Menge anderer Facebook-Gruppen in Münster“.

Freiwillige nähen Masken

Dennoch ist die „Corona-Hilfe Münster“ mittlerweile auf 2600 Mitglieder angewachsen, von sich denen ein Teil nach wie vor engagiert. „Es gibt noch immer einzelne Anfragen zu Einkaufshilfen“, berichtet die 26-Jährige. „Doch unser Hauptanliegen ist es jetzt, Masken zu nähen und Spenden zu sammeln“. Seit der Ankündigung der Stadt Münster, im Stadtgebiet eine Maskenpflicht beim Einkaufen und im ÖPNV einzuführen, hätten sich mehrere Freiwillige gemeldet, die zusammen Masken nähen wollen. „Seitdem fahre ich regelmäßig durch Münster, verteile Stoff und hole fertige Masken ab“, erzählt Verst.

Der Stoff komme zu großen Teilen von Spendern aus der Gruppe, aber auch von den Pfadfindern der „Youth Scouts Münster“, die sich zum Ziel gesetzt haben, Stoffreste in Münster zu sammeln und an Masken-Näh-Initiativen zu verteilen.

Online-Anmeldung für Helfer

Mittlerweile hätten die aktuell sieben Freiwilligen knapp 500 Masken genäht. 400 davon seien bereits verteilt. „Ich habe ein Online-Formular entworfen, wo sich sowohl Helfer eintragen können als auch Menschen, die eine Maske brauchen“, erläutert Lena Verst die Organisation (Online-Formular: https://forms.gle/HMwscBEykdnQuBbt8 ) .

Das Besondere an der von Lena Verst initiierten Masken-Näh-Aktion: Die Masken werden gegen eine Spende weitergegeben, die an den Verein für Herzkranke Kinder Münster gehen soll. „Der Verein bekommt im Moment quasi keine Spenden“, erzählt die Grundschullehrerin. Zudem könnten aktuell keine Gemeinschaftsaktionen und Veranstaltungen durchgeführt werden. Durch die Masken-Näh-Aktion seien mittlerweile 400 Euro zusammengekommen.

„Von den Spenden kann eine Musiktherapiestunde bezahlt werden oder Perlenketten für die Kinder, auf die jeden Tag, den sie dort sind, eine neue Perle gezogen wird“, erzählt Lena Verst weiter.

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