Traktor-Demo im Münsterland
Polizei rechnet mit Verkehrsbehinderungen am Donnerstag

Münsterland -

Landwirte protestieren am Donnerstag gegen die Agrarpolitik und fordern den Rücktritt von Svenja Schulze. Traktorenkonvois durch das Münsterland und durch Münster werden laut Polizei zu Staus und Verkehrsbehinderungen führen.

Donnerstag, 28.05.2020, 08:30 Uhr aktualisiert: 28.05.2020, 08:58 Uhr
Traktor-Demo im Münsterland: Polizei rechnet mit Verkehrsbehinderungen am Donnerstag
Erneut wollen Landwirte gegen die Agrarpolitik protestieren. Foto: Oliver Werner

Am Donnerstag (28.5.) rechnet die Polizei am Vormittag bis in die frühen Abendstunden mit Verkehrsbehinderungen durch Traktorenkonvois im Münsterland und in Münster. Das Bündnis "Land schafft Verbindung Deutschland - Team NRW" hat unter dem Motto "Agrarpolitik - Rücktrittsforderung Svenja Schulze " zum Protest aufgerufen.

Den Polizeibehörden im Münsterland liegen aktuell Anmeldungen für sieben Konvois vor, die sich aus Ostwestfalen und dem gesamten Münsterland ab etwa 8.30 Uhr sternförmig auf den Weg nach Münster machen , heißt es in einer gemeinsamen Presseerklärung der Polizei Münster, der Polizei Warendorf, der Polizei Coesfeld der Polizei Steinfurt, der Polizei Borken, der Polizei Bielefeld und der Polizei Gütersloh.

Insgesamt rechnet der Veranstalter mit bis zu 1000 landwirtschaftlichen Fahrzeugen. Damit findet in Münster die bundesweit größte Kundgebung der Landwirte statt. In NRW gibt es etwa eine weitere Protestveranstaltung in Bonn, bei der etwa 500 Teilnehmer erwartet werden. Die Traktoren werden von Polizeikräften begleitet und unter anderem über die Bundesstraßen 51, 54 und 219 in die Innenstadt von Münster geführt.

Ortskundige sollen Bereich um Schlossplatz umfahren

Auch auf den Einfallstrecken kann es zwischen Herzebrock-Clarholz, Warendorf und Münster, Steinfurt und Münster sowie Dülmen und Münster zu Verkehrsbehinderungen kommen.

Trecker-Konvoi: Landwirte-Protest in Münster

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  • Die Demonstration der Landwirte ist Teil einer bundesweiten Aktion, für die sich die Protestler über soziale Netzwerke zusammengeschlossen haben. 

    Foto: Oliver Werner
  • Die Veranstalter planten die Protestaktion ausdrücklich ohne die Verbände wie den Westfälisch-Lippischen Bauernverband.

    Foto: Oliver Werner
  • Protestiert wird gegen die Agrarpläne der Bundesregierung. 

    Foto: Oliver Werner
  • In Münster hatten sich rund 400 Trecker für den Konvoi versammelt.

    Foto: Oliver Werner
  • Teilnehmer aus Ascheberg, Nordkirchen, Lüdinghausen, Rinkerode und Herbern sowie aus dem West-Münsterland waren nach Münster gekommen. 

    Foto: Oliver Werner
  • Es folgen weitere Impressionen von der Fahrt des Trecker-Korsos durch die Stadt...

    Foto: Oliver Werner
  • Foto: Oliver Werner
  • Foto: Ralf Repöhler
  • Foto: Oliver Werner
  • Foto: Oliver Werner
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  • Foto: Oliver Werner
  • Foto: Oliver Werner
  • Foto: Oliver Werner
  • Foto: Oliver Werner
  • Foto: Pjer Biederstädt
  • Foto: Pjer Biederstädt

Die Konvois werden von den Landwirten gegen 10 Uhr in Münster auf den Freiflächen des nördlichen Parkplatzes am Schlossplatz abgestellt. Der Bereich um den Kundgebungsort wird während des Versammlungszeitraums temporär für den Fahrzeugverkehr gesperrt. Ortskundige werden gebeten, den Bereich weiträumig zu umfahren.

Rückfahrt ab 16 Uhr

Ab circa 12 Uhr findet eine Kundgebung an gleicher Örtlichkeit statt. Die Kundgebung wird auf einer Leinwand und mit einer Lautsprecheranlage sichtbar und hörbar für die Teilnehmer in ihren Traktoren übertragen.

Info

Die Polizei Münster informiert über die Standorte der Konvois und mögliche Verkehrsbehinderungen über Twitter .

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Auch bei der Rückreise der Traktoren ab etwa 16 Uhr muss bis in die Abendstunden mit Verkehrsbehinderungen gerechnet werden.

Wut auf Umweltministerin

Der Unmut der Bauern richtet sich vor allem gegen Bundesumweltministerin Svenja Schulze. Die aus Münster stammende SPD-Politikerin habe vergangene Woche in einem Regierungsbericht zur Lage der Natur Deutschlands intensive Landwirtschaft für den Artenrückgang verantwortlich gemacht. Die Landwirte hätten es satt, zum Sündenbock einer verfehlten Naturschutzpolitik gemacht zu werden, hieß es in einer Mitteilung der Initiative „Land schafft Verbindung“, die deutschlandweit zum Protest aufgerufen hat.

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