Traditionelles Ferienprojekt abgesagt
„Atlantis“ geht in der Corona-Krise unter

Münster -

Einmal im Jahr taucht „Atlantis“ in Münster auf. Doch in diesem Sommer ist alles anders. Viele Kinder sind deshalb traurig.

Freitag, 29.05.2020, 08:00 Uhr aktualisiert: 29.05.2020, 08:14 Uhr
Das ist in Münster während der Sommerferien eigentlich eine Tradition: das Ferienprojekt „Atlantis“ im Wieburgpark.
Das ist in Münster während der Sommerferien eigentlich eine Tradition: das Ferienprojekt „Atlantis“ im Wieburgpark. Foto: Stadt Münster

Gänzlich unerwartet kam die Nachricht nicht, die in dieser Woche viele münsterische Familien erreicht hat. Doch die Eltern bringt das Schreiben des Amtes für Kinder, Jugendliche und Familien gleichwohl in schwere See. Denn „Atlantis“ ist in der der Corona-Krise untergegangen.

Das traditionelle Ferienprojekt im Wienburgpark findet in diesem Jahr sehr zum Bedauern der angemeldeten Kinder nicht statt. „Aufgrund der aktuellen Lage hinsichtlich der Corona-Pandemie dürfen größere Veranstaltungen über 100 Personen nicht stattfinden“, heißt es zur Begründung aus dem Stadthaus.

Das trifft das Ferienprojekt „Atlantis“ genauso wie die dort integrierte Ganztagesbetreuung und andere größere Ferienprojekte. „Derzeit werden alternative Ferienangebote entwickelt“, verspricht die Stadt. Diese würden voraussichtlich an verschiedenen Orten, in reduzierter Form und unter Berücksichtigung der Hygieneregeln durchgeführt. Wie genau? „Erst wenn noch fehlende Vorgaben aus Düsseldorf eintreffen, kann ein Konzept erstellt werden“, heißt es vom Presseamt.

Angebot für alle 400 angemeldeten Kinder

Zuvor hatte sich bereits der familienpolitische Sprecher der CDU-Ratsfraktion, Jens Heinemann, bei Jugenddezernent Thomas Paal erkundigt, wie es um die Ferienbetreuung in Corona-Zeiten steht. Bei den ganztägigen Ferienbetreuungsangeboten verfolgt die Stadt demnach das Ziel, allen rund 4000 angemeldeten Kindern ein Angebot zur Verfügung zu stellen. Die alternativen Ferienangebote sollen sowohl in den Einrichtungen der offenen Kinder- und Jugendarbeit wie aber auch an verschiedenen Schulstandorten stattfinden. „Dafür konnten wir weitere Träger anwerben“, heißt es in der Antwort Paals.

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