Planungen konkretisieren sich
Neues Polizeipräsidium: Kurze Wege und viel Platz

Münster -

Die Polizei Münster bekommt ein neues Präsidium: Die Planungen für das Großprojekt konkretisieren sich. Das Vorhaben wurde jetzt europaweit ausgeschrieben.

Sonntag, 21.06.2020, 18:00 Uhr aktualisiert: 21.06.2020, 18:33 Uhr
Rot markiert ist die Fläche des geplanten Polizeipräsidiums auf der Loddenheide. Sie grenzt an den Albersloher Weg. Oben im Bild befindet sich die Umgehungsstraße, die den Kanal überquert.
Rot markiert ist die Fläche des geplanten Polizeipräsidiums auf der Loddenheide. Sie grenzt an den Albersloher Weg. Oben im Bild befindet sich die Umgehungsstraße, die den Kanal überquert. Foto: Stadt Münster

Der Bau eines neuen Präsidiums für die Polizei Münster nimmt Fahrt auf. Am Freitag wurde das Vorhaben europaweit ausgeschrieben, berichtet die Polizei Münster in einer Pressemitteilung. „Ich freue mich sehr, dass das „Projekt Neubau“ mit diesem Schritt in die konkrete Realisierungsphase eintritt“, sagte Polizeipräsident Rainer Furth in Münster. Nach längeren Verhandlungen war festgelegt worden, dass das neue Präsidium auf einer Fläche an der Loddenheide angesiedelt wird.  

Bewerbungsphase begonnen

Ausgeschrieben wird ein so genannter „Mietvertrag mit Bauverpflichtung“. Ab heute haben potenzielle Bieter Gelegenheit, sich um den Neubau des Präsidiums zu bewerben. Mit dem Gewinner des Vergabeverfahrens geht das Land NRW im Gegenzug einen festen Mietvertrag über einen Zeitraum von zumindest 20 Jahren ein. „Mit einer Nutzungsfläche von rund 25 000 Quadratmetern starten wir damit das größte Neubauprojekt der Polizei in Nordrhein-Westfalen“, erläuterte Furth.

Aktuell ist die Polizei Münster an insgesamt neun Standorten im Stadtgebiet vertreten. Dennoch bestehen Flächendefizite, die auf den inhaltlichen und qualitativen Aufgabenzuwachs des PP Münsters und dem damit verbundenen Personalanstieg in den letzten Jahren zurückzuführen sind. Dazu können viele der Liegenschaften nicht erweitert werden oder weisen altersbedingt Mängel auf, deren Behebung unwirtschaftlich wäre., wie es in der Mitteilung weiter heißt.

Deshalb lautet der Plan, nahezu alle Dienststellen an einem Standort zusammenzuführen. Das neue Gebäude soll maßgeschneidert auf die Bedürfnisse der münsterischen Polizei gebaut werden. An der Anzahl der Polizeiwachen im Stadtgebiet von Münster ändert die Planung nichts.

Vorgaben für Bewerbung

„Für die Wache im Gebäude des Polizeipräsidiums am Friesenring werden wir einen neuen Standort im Norden Münsters finden“, sagte Furth. Die Ausschreibung beinhaltet auch Vorgaben zum neuen Standort des Polizeipräsidiums. Entscheidende Kriterien für die Auswahl sind die gute Erreichbarkeit der Polizei für die Münsteraner, kurze Wege zu den einsatzintensiven Räumen, eine gute verkehrliche Anbindung und natürlich ausreichend Platz für ein Gebäude und Nutzflächen.

Für interessierte Bieter sind die Vergabeunterlagen ab dem 22. Juni 2020 abrufbar unter: https://www.evergabe.nrw.de/VMPSatellite/notice/CXPNYRRDRTE/documents

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7461575?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F87%2F3862662%2F
Nachrichten-Ticker