Spekulationen auf Facebook
"Wölfe" in Sassenberg sind doch nur Hunde

Sassenberg -

In der Bauernschaft Gröblingen (Sassenberg) sind am Mittwochmittag angeblich zwei Wölfe gesichtet worden. In einer lokalen Facebook-Gruppe wurde ein Video hochgeladen, in dem zwei Tiere zu sehen waren, die große Ähnlichkeiten mit dem Wolf aufweisen. Das Landesumweltamt bestätigt dies aber nicht.

Mittwoch, 08.07.2020, 15:23 Uhr aktualisiert: 10.07.2020, 10:26 Uhr
Spekulationen auf Facebook: "Wölfe" in Sassenberg sind doch nur Hunde
Dieses Bild (Screenshot eines Videos), das scheinbar zwei Wölfe zeigt, nahm am Mittwoch eine Fahrradfahrerin an der Torfkuhle in Sassenberg auf. Foto: privat

Ganz schön neugierig waren die zwei Tiere, die eine Sassenbergerin am Mittwochmittag bei einer kleinen Radtour mit ihrem Hund an der Torfkuhle in der Bauernschaft Gröblingen bei Sassenberg entdeckte. Aussehen und Gang der Tiere ließen sie zunächst darauf schließen, dass es sich bei den zwei Tieren um Wölfe handelt.

Video geht auf Facebook viral

Die Sassenbergerin filmte die zwei Tiere, wie sie auf der anderen Seite eines kleinen Baches entlang eines Maisfeldes liefen und immer wieder neugierig schauten. Das Video der angeblichen Wolfssichtung machte in einer lokalen Facebook-Gruppe schnell die Runde. Einige Nutzer des Sozialen Netzwerks glaubten ebenfalls, dass es sich um Wölfe handeln könne.

Doch auf Nachfrage der Westfälischen Nachrichten wurde das vom Landesumweltamt NRW (LANUV) nicht bestätigt - im Gegenteil. Eine erste Inansichtnahme des Videos durch Experten habe ergeben, dass es sich doch um Hunde handele. "Bei den beiden Tieren auf dem Video sind bereits an den Ohren die Unterschiede recht deutlich, so dass es keine Wölfe sein werden", heißt es vom LANUV.

Wieso die zwei Tiere so alleine herumliefen, ist nicht bekannt. Vermutungen liegen nahe, dass die Hunde von einem Hof in Gröblingen stammen.

Zum Thema

Jede Sichtung eines möglichen Wolfs soll beim Landesumweltamt gemeldet werden. Mehr Informationen dazu gibt es unter www.wolf.nrw

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Verhaltenstipps bei einer Wolfsbegegnung

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  • Wie verhalte ich mich richtig, wenn ich einem Wolf in freier Wildbahn begegne? Das NRW-Umweltministerium gibt für den „äußerst unwahrscheinlichen“ Fall folgende Tipps:

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Nicht versuchen, sich dem Wolf zu nähern, ihn anzufassen oder zu füttern!

    Das Bild zeigt „Wolfsflüsterer“ Jos de Bruin im Naturwildpark „Granat“ in Haltern-Lavesum.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Nicht weglaufen, am besten stehen bleiben und abwarten, bis sich der Wolf zurück zieht.

    Foto: Patrick Pleul (dpa)
  • Wenn man selbst den Abstand vergrößern will, langsam zurück ziehen.

    Foto: Bernd Thissen (dpa)
  • Man kann den Wolf auch vertreiben, indem man auf sich aufmerksam macht, zum Beispiel, indem man das Tier laut anspricht, in die Hände klatscht oder mit den Armen winkt.

    Foto: Julian Stratenschulte (dpa)
  • Da Wölfe die Nähe des Menschen mieden, sei es selbst in einem Gebiet, in dem Wölfe ihr Revier haben, äußerst unwahrscheinlich, ein Tier zu Gesicht zu bekommen, betont das Umweltministerium.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Vor allem bei jungen und unerfahrenen Wölfen könne es aber vorkommen, dass die Neugier stärker sei, als die Furcht.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Jede Sichtung eines Wolfs sollte möglichst bald an das zuständige Landesumweltamt gemeldet werden – in NRW unter der Nummer 02361-3050 (werktags) bzw. 0201-714488 (außerhalb der Geschäftszeiten und am Wochenende) oder per E-Mail wolf_nrw@lanuv.nrw.de erreichbar.

    Foto: Gunnar A. Pier

 

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