Volleyball: Bundesliga
Luisa Keller verlässt den USC Münster

Münster -

Nachwuchstalent Luisa Keller verlässt den Volleyball-Bundesligisten USC Münster. Wenn die 18-Jährige das nächste Mal in der Sporthalle am Berg Fidel aufschlägt, wird sie das im Trikot des Liga-Rivalen Rote Raben Vilsbiburg tun. Scheiden kann manchmal weh tun – und auch dieser Abschied ging nicht ganz schmerzfrei vonstatten ...

Freitag, 10.07.2020, 12:40 Uhr aktualisiert: 17.07.2020, 11:50 Uhr
Das Trikot des USC Münster wird Luisa Keller in der kommenden Saison nicht mehr tragen. Sie wechselt nach Vilsbiburg.
Das Trikot des USC Münster wird Luisa Keller in der kommenden Saison nicht mehr tragen. Sie wechselt nach Vilsbiburg. Foto: Jürgen Peperhowe

Dieser Wechsel hatte sich angebahnt, seit Tagen waberten die Gerüchte um den Berg Fidel. Nun ist es amtlich: Luisa Keller verlässt den Volleyball-Bundesligisten und schließt sich dem Klassenkonkurrenten Rote Raben Vilsbiburg an. Es ist ein Abschied mit Nebengeräuschen, der in den vergangenen Wochen zwischen dem USC auf der einen sowie der Spielerin und ihrem Vater Matthias Keller, der als ihr Berater fungiert, für Missstimmung gesorgt hat.

2019 Zwei-Jahres-Vertrag abgeschlossen

Im vergangenen Sommer hatte sich die 18 Jahre alte Keller für weitere zwei Jahre an die Unabhängigen gebunden, das Vertragswerk beinhaltete eine Klausel – und auf eben diese beriefen sich das Top-Talent und ihr Vater nun, obwohl nach Aussage von USC-Präsident Martin Gesigora die Bedingungen für die Wirksamkeit dieser Klausel nicht vorlagen. „Es ist bedauerlich, dass es hier zu juristischen Meinungsverschiedenheiten gekommen ist. Aufgrund des Vertrages hat der Verein bestimmte Rechte und Pflichten, allerdings gilt dies auch für den anderen Vertragspartner, also die Spielerin“, sagt Gesigora, der dem Sportlichen Leiter der Raben, André Wehnert einen Dank aussprach. „Mit ihm konnte letztendlich in diesem Fall eine Lösung gefunden werden konnte.“

Nicht mehr in Training

Schon seit einigen Wochen war Keller nicht mehr Teil des USC-Training, die gebürtige Braunschweigerin und ehemalige Bewohnerin des Sportinternats Münster war unzufrieden mit ihrer Situation, auch das Verhältnis zu Trainer Teun Buijs galt als belastet. Statt Berg Fidel nun also Rabennest. „„Schon als ich das erste Mal mit dem Trainer Florian Völker telefoniert habe, war ich sehr angetan vom Konzept und besonders von der guten Jugendarbeit der Roten Raben. Zudem bietet sich das nahe gelegene München mit der Technischen Universität für mich als sehr gute Studienmöglichkeit an“, erklärt die Angreiferin auf der Homepage ihres neuen Vereins.

Unschöner Abschied

Nach Lina Alsmeier, die es zum Top-Club SSC Palmberg Schwerin gezogen hat, muss der USC nun eine weitere starke Nachwuchskraft, die sich in Münster zur Bundesliga-Spielerin entwickelt hat, gehen lassen. „Mit Luisa verlieren wir ein Talent. Ich wünsche ihr viel Glück und Erfolg für die kommende Zeit“, sagt Münsters Sportlicher Leiter Ralph Bergmann. Versöhnliche Worte, die allerdings die unschönen Nebengeräusche und Misstöne nicht vergessen lassen.

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