Erweiterungsmaßnahmen für 2021 geplant
Das Theater platzt aus den Nähten

Münster -

Die Raumnot der Theater-Verwaltung spitzt sich schon lange zu. Jetzt soll das Gebäude für 1,7 Millionen Euro erweitert werden. Künftig könnte so jedes Jahr gespart werden.

Dienstag, 14.07.2020, 21:00 Uhr aktualisiert: 15.07.2020, 14:48 Uhr
Das Verwaltungsgebäude des Theaters Münster soll aufgestockt werden. Die Maßnahme soll laut Stadtverwaltung bereits im kommenden Jahr umgesetzt werden.
Das Verwaltungsgebäude des Theaters Münster soll aufgestockt werden. Die Maßnahme soll laut Stadtverwaltung bereits im kommenden Jahr umgesetzt werden. Foto: kal

Das Theater platzt nach Einschätzung der Verwaltung aus den Nähten. Die Raumsituation sei „sehr beengt, prekär und nicht ausreichend“. Abhilfe soll eine Aufstockung schaffen, die bereits im kommenden Jahr umgesetzt werden könnte. In einer jetzt veröffentlichten Verwaltungsvorlage, über die der Rat am 26. August entscheiden soll, wird das Investitionsvolumen auf 1,7 Millionen Euro beziffert.

Im Februar 1956 war das münsterische Theater als erster Theaterneubau nach dem Zweiten Weltkrieg in Deutschland eröffnet worden. Die Fachwelt feierte das außergewöhnliche Gebäude. 15 Jahre später entstand ein zweiter Bauteil mit dem Kleinen Haus, der Verlängerung des Werkstattgebäudes und dem sogenannten Mittelbau mit Probe-, Arbeits- und Verwaltungsräumen sowie Garderoben und Kantine.

Raumsituation spitzt sich zu

Für Entlastung der zunehmend beengten Raumsituation sorgte 1987 die Verlegung der Theaterwerkstätten von der Neubrückenstraße in ein eigenes Gebäude nach Roxel. Nach wie vor, heißt es in der Vorlage, sei das Theater auf die Nutzung von externen Räumlichkeiten angewiesen – unter anderem für die Lagerung von Requisiten, Kostüm- und Bühnenbildern. Das Junge Theater ist aktuell in einer Wohnung am Bült untergebracht.

Zuletzt habe sich die Raumsituation weiter zugespitzt. Weitere Anpassungen an die Anforderungen eines modernen Arbeits- und Gesundheitsschutzes sowie des Brandschutzes können laut Verwaltung jedoch nicht mehr im Bestand erfolgen. Da die derzeitige Situation laut Theaterleitung „auf Dauer nicht vertretbar“ ist, soll das Gebäude nun erweitert werden.

15.000 Euro Miete jährlich einsparen

So soll das vorhandene Staffelgeschoss auf dem nördlichen Flügel des Theatergebäudes erweitert und ein zusätzliches Geschoss geschaffen werden. Die zusätzliche Nutzfläche von rund 350 Quadratmetern sollen unter anderem von Jungem Theater, Tonabteilung, Regie, Kostümabteilung und Verwaltung genutzt werden. Das Junge Theater werde dafür seine Räume am Bült aufgeben – immerhin fast 15 000 Euro Miete pro Jahr würden so eingespart. Weitere 150 Quadratmeter sollen für Seitenbühnen- und Magazinflächen geschaffen werden. Beirat für Stadtgestaltung und Denkmalbehörde hätten bereits zugestimmt.

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