Staatsanwaltschaft beendet Untersuchungen
Ermittlungsverfahren zum Brückenabsturz in Vadrup eingestellt

Westbevern -

Die Staatsanwaltschaft Münster hat das Ermittlungsverfahren zum Absturz einer Brückenkappe an der Bahnbrücke im Voßhaar vor rund drei Monaten eingestellt.

Dienstag, 22.09.2020, 13:55 Uhr aktualisiert: 22.09.2020, 17:18 Uhr
Die Staatsanwaltschaft Münster hat das
Die Staatsanwaltschaft Münster hat das Foto: Guido Kirchner/dpa

Die Staatsanwaltschaft Münster hat das Ermittlungsverfahren zum Absturz einer Brückenkappe an der Bahnbrücke im Voßhaar vor rund drei Monaten eingestellt. „Wir freuen uns sehr, dass mit dieser Entscheidung zugleich klar gestellt wird, dass die in den Brückenhauptprüfungen der Stadt Telgte aus den Jahren 2008 und 2016 gemachten Feststellungen zutreffend und fehlerfrei waren und der Absturz des Brückenwerkteils auch durch rechtzeitige Nachbesserung der dort genannten Defizite nicht hätte verhindert werden können“, betont Bürgermeister Wolfgang Pieper .

Der Sachverständige habe festgestellt, dass der Schädigungsmechanismus systembedingt und somit bei weiteren Straßenbrücken dieser Bauart zu erwarten sei, betont Pieper.

Brückentyp findet sich an vielen Bahnstrecken

Zur Erinnerung: Der betroffene Brückentyp ist in den 1970er Jahren vielfach als sogenannte System-Brücke gebaut worden und findet sich an vielen Bahnstrecken in Deutschland. Die vorkragende Betonkappe wurde seinerzeit nach Angaben von Fachleuten gewählt, um vor möglichen Gefahren, die von der Oberleitung ausgehen könnten, zu schützen.

In Nottuln (Kreis Coesfeld) wurde deshalb jetzt eine Eisenbahnbrücke präventiv gesichert .

Beton stürzt auf Schienen

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  • Brücke Vadrup, Beton stürzt auf Gleise

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„Eine mögliche konstruktive Schwachstelle stellt dabei die Nahtstelle zwischen dem straßenseitigen Schrammbord und der aufgesteckten vorkragenden Kappe dar. Ob diese konstruktiv bedingte Nahtstelle im vorliegenden Fall mit unfallursächlich gewesen sein könnte, bedarf noch weiterer Prüfungen“, betont Pieper. Er hat direkt nach Bekanntwerden der Einstellung des Verfahrens die Ratsmitglieder informiert.

Note 2,0 bei letzter Prüfung

Die Prüfungen erfolgen durch ein Fachbüro. Die alle sechs Jahre vorgeschriebene Hauptprüfung sei für die das betreffende Bauwerk im August 2016 ordnungsgemäß durchgeführt worden. Der Bauwerkzustand wurde seinerzeit mit der Gesamtzustandsnote 2,0 beurteilt. Darin sei festgestellt worden, dass „die Standsicherheit und die Verkehrssicherheit gegeben sind“. Hinsichtlich der Dauerhaftigkeit des Bauwerks stellt der Prüfbericht fest, dass diese auf längere Sicht beeinträchtigt sein könnte.

Wir freuen uns sehr, dass mit dieser Entscheidung zugleich klar gestellt wird, dass die in den Prü­fungen gemachten Feststellungen zutreffend und fehlerfrei waren.

Bürgermeister Wolfgang Pieper

„Dabei wurden Hinweise zum Beseitigen von festgestellten Mängeln gegeben. Eine akute Gefährdungslage wurde nicht festgestellt. Eventuelle Korrosionsschäden der unterhalb der Kappe liegenden Verankerungen können nach Aussagen der prüfenden Ingenieure bei einer Brückenprüfung nicht festgestellt werden, ohne die Kappe selbst zu beschädigen oder durch die Prüfung gänzlich zu zerstören. Daher gab es im Prüfbericht auch keine Hinweise zu eventuellen Korrosionsschäden“, betont der Bürgermeister.

Kritik an internen Abläufen

Der Verwaltungschef übt auch Kritik an den internen Abläufen: „Im Zuge der aktuellen Untersuchung der Abläufe musste leider festgestellt werden, dass die im Anschluss an die Brückenhauptprüfung mit drei Jahren Abstand erforderliche einfache Prüfung nicht erfolgt ist.“ Allerdings: „Nach Einschätzung des Fachingenieurbüros hätte die Durchführung der einfachen Prüfung das Schadensereignis indes nicht verhindern können. Um zukünftig die bei Prüfungen festgestellten Mängel verlässlich beseitigen zu können, hat die Verwaltung ihre internen Abläufe optimiert.

Veränderungen bei den Abläufen

Mit diesen Maßnahmen soll künftig die Umsetzung von Mängeln bei Brückenprüfungen konsequent abgearbeitet werden:

  • Überprüfung der Priorisierung der bisherigen Mängelbeseitigungen aus den Prüfberichten der Brückenhauptprüfung für alle Brückenbauwerke auf dem Gebiet der Stadt Telgte und Veranlassung einer verkürzten Abarbeitung.
  • Anordnung einer systematischen Dokumentation der erforderlichen Prüfungen für Brückenbauwerke, der Prüfungsintervalle, der Empfehlungen aus den Prüfberichten sowie der Abarbeitung und Mängelbeseitigung festgestellter Schäden oder Mängel. Prüfung einer softwaregestützten Systematik für die Dokumentation dieser Verfahren.
  • Einführung eines verbindlichen und regelmäßigen Berichtswesens für den Bereich der Brückenprüfung von der Sachbearbeitungsebene an die Fachbereichsleitung.
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