Nach Stichwahl in Münster
Ex-OB-Kandidat Todeskino strebt kein öffentliches Amt mehr an

Münster -

Der grüne OB-Kandidat Peter Todeskino hegt keine politische Ambitionen mehr. „Ich strebe kein öffentliches politisches Amt mehr an“, sagte Todeskino einen Tag nach der Wahl.

Dienstag, 29.09.2020, 08:01 Uhr aktualisiert: 29.09.2020, 08:10 Uhr
Nach Stichwahl in Münster: Ex-OB-Kandidat Todeskino strebt kein öffentliches Amt mehr an
Peter Todeskino Foto: Matthias Ahlke

Die Nacht war kurz und unruhig. Der unterlegene grüne Oberbürgermeister-Kandidat Peter Todeskino hatte am Montag bereits wieder um 9 Uhr eine Dienstbesprechung als Geschäftsführer der Westfälischen Bauindustrie (WBI). 62 824 Münsteraner, darunter viele aus den Wahlbezirken der Innenstadt, hätten sich Todeskino als OB vorstellen können. Ein so hohes Ergebnis erzielte bislang kein grüner Spitzenkandidat in Münster.

Todeskino ist darüber froh, politische Ambitionen hegt er allerdings nicht mehr. „Ich werde im Oktober 62 Jahre alt, da ist es an der Zeit, loszulassen. Ich strebe kein öffentliches politisches Amt mehr an“, sagt Todeskino, der als WBI-Geschäftsführer noch einen Drei-Jahres-Vertrag hat.

Todeskino hat mit Lewe in der Wahlnacht seinen Frieden gemacht – allerdings nicht mit allen in der CDU. Dem gewählten OB gibt er mit auf den Weg, die Verkehrswende nicht aus den Augen zu verlieren. „In der Altstadt muss sich mit Blick auf die Aufenthaltsqualität etwas tun“, mahnt Todeskino. Die Grünen hatten mit Plänen für eine autofreien Altstadt den Wahlkampf zugespitzt. 

Die Oberbürgermeister-Stichwahl in Bildern

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  • Gratulation an den Wahlsieger: Peter Todeskino (Grüne, r.) gratuliert Oberbürgermeister Markus Lewe zur Wiederwahl.

    Foto: hpe
  • Ellbogengruß statt Handschlag: Die Gratulation an den Wahlsieger erfolgte coronakonform.

    Foto: Matthias Ahlke
  • Die Auszählung der Stimmen bei der Oberbürgermeister-Stichwahl (hier die Wahlbriefumschläge im Schlaungymnasium) war spannend.

    Foto: Matthias Ahlke
  • Im Rathaus wurden die Zwischenergebnisse auf einer Leinwand verfolgt.

    Foto: Matthias Ahlke
  • Viele Bürger waren gekommen, um das Geschehen vor Ort live zu verfolgen.

    Foto: hpe
  • Auf einer Leinwand wurden die Zwischenergebnisse der Auszählung dargestellt. Und auch wenn der Kandidat der Grünen zwischenzeitig vorne lag,...

    Foto: Matthias Ahlke
  • ... musste Peter Todeskino (r.) am Ende doch Markus Lewe zum Wahlsieg gratulieren. Lewe holte 52,6 Prozent der Stimmen, Todeskino entsprechend 47,4.

    Foto: Matthias Ahlke
  • Markus Lewe und seine Ehefrau Maria freuen sich über den Wahlsieg.

    Foto: Matthias Ahlke
  • Lewe: „Ich bin sehr erleichtert und freue mich über das Ergebnis, auch wenn es knapp ist.“

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  • Trotz der Niederlage war Todeskino nicht niedergeschlagen: „Ich hätte natürlich gerne gewonnen, aber ich bin nicht enttäuscht. Auf das Ergebnis kann ich stolz sein.“

    Foto: hpe
  • Im Stadtbezirk Münster-Mitte lag Todeskino in zwölf von 13 Wahlbezirken vor Lewe, der wiederum in den Außenbezirken punkten konnte.

    Foto: hpe
  • Robert von Olberg (r.,SPD) zieht am 27.09.2020 in der Bürgerhalle des Rathauses den imaginären Hut vor der Leistung von Wahlverlierer Peter Todeskino.

    Foto: Pjer Biederstädt
  • Die Grünen hatten das Marktcafé gebucht. Mit Spannung wurde das Geschehen hier verfolgt.

    Foto: hpe
  • Als Todeskino aus dem Rathaus auf den Prinzipalmarkt tritt, wird er von einem Pulk jubelnder Anhänger empfangen.

    Foto: hpe
  • Im Marktcafé blickte Todeskino schon nach vorn: „Beim nächsten Mal treten wir mit einer grünen Oberbürgermeister-Kandidatin an, dann schneiden wir noch besser ab.“

    Foto: hpe
  • Gelöste Stimmung herrschte bei der Wahlparty der CDU vor dem Stadtcafé.

    Foto: Matthias Ahlke
  • Ganz coronakonform war der Freudentaumel im CDU-Lager nicht zu jeder Minute.

    Foto: Matthias Ahlke
  • Lewe stieß mit seinen Anhängern auf seine nun dritte Amtszeit an.

    Foto: Matthias Ahlke
  • Und die könnte durchaus schwierig werden. Denn im Rat, dem CDU-Mann Lewe weiter vorsteht, ist ein Mehrheitsbündnis des linken Lagers durchaus denkbar.

    Foto: Matthias Ahlke
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