Verschärfte Corona-Regeln
Kreis Warendorf ist jetzt Risikogebiet

Kreis Warendorf -

Jetzt doch: Seit Mitternacht gilt der Kreis Warendorf offiziell als Corona-Risikogebiet. Das teilte der Kreis am frühen Freitagabend mit.

Freitag, 16.10.2020, 19:10 Uhr aktualisiert: 17.10.2020, 10:44 Uhr
Der Kreis Warendorf hat für die Kontaktverfolgung Unterstützung bei der Bundeswehr angefordert.
Der Kreis Warendorf hat für die Kontaktverfolgung Unterstützung bei der Bundeswehr angefordert. Foto: dpa (Symbolbild)

Am Freitag lag der Inzidenzwert noch knapp unter 50 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner – doch ab Samstag ist der Kreis Warendorf jetzt Risikogebiet. Bis Freitag um 17 Uhr gingen über 20 weitere Meldungen ein, die am Samstag um 0 Uhr in die Statistik des Landes einfließen werden. Damit gilt der Kreis Warendorf nach eigener Angabe dann als Corona-Risikogebiet.

Das bedeutet unter anderem, dass weitere Einschränkungen insbesondere für Feiern und Kontakte in der Öffentlichkeit gelten. „Bei uns im Kreis werden ab Samstag die vorab erwähnten Vorgaben aus der vom Land am Freitag angekündigten neuen Coronaschutzverordnung gelten“, sagte Landrat Dr. Olaf Gericke .

Die verschärften Regeln für den Kreis Warendorf:

  • Erweiterung der Pflicht zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes: Er gilt auch draußen überall dort, wo Menschen dichter zusammenkommen, sowie in öffentlichen Gebäuden.
  • Begrenzung der Zahl der Teilnehmer bei Veranstaltungen (Sport, Theater, Kino etc.) auf 100 Personen.
  • Kontaktbeschränkungen im öffentlichen Raum (Straßen, Plätze, Grünanlagen) auf maximal fünf Personen aus verschiedenen Haushalten
  • Einführung einer Sperrstunde um 23 Uhr für Gastronomiebetriebe sowie ebenfalls ab 23 Uhr ein generelles Verkaufsverbot von Alkohol.
  • Weitergehende verbindliche Beschränkungen der Teilnehmerzahlen für Feiern auf zehn Teilnehmer im öffentlichen Raum (z.B. Gaststätten).
  • Zudem wird empfohlen, Treffen in privaten Räumen auf ein Minimum zu beschränken.

 

Die Corona-Beschlüsse von Bund und Ländern

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  • Mit härteren Corona-Auflagen hoffen Bund und Länder den rasanten Anstieg der Infektionszahlen insbesondere in deutschen Risikoregionen einzudämmen. Konkret vereinbarten die Kanzlerin und die Ministerpräsidenten dies . . .

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  • MASKENPFLICHT:

    In Städten und Regionen mit stark steigenden Corona-Zahlen soll die Maskenpflicht erweitert werden. Sie soll ab 35 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner in sieben Tagen auch überall da gelten, wo Menschen dichter beziehungsweise länger zusammenkommen.

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  • PRIVATE FEIERN:

    In Regionen mit einem Wert über 35 Neuinfektionen soll es eine Begrenzung von 25 Teilnehmern im öffentlichen und 15 Teilnehmern im privaten Raum geben.

    Ab 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen sollen private Feiern auf maximal zehn Teilnehmer im öffentlichen Raum sowie auf höchstens zehn Teilnehmer aus höchstens zwei Hausständen im privaten Raum begrenzt werden. In NRW gilt bislang bei einer Inzidenz von 50 eine Höchstgrenze von 25 Gästen.

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  • KONTAKTBESCHRÄNKUNGEN:

    Übersteigen die Neuinfektionen den 50er Wert dürfen sich künftig nur noch maximal zehn Personen im öffentlichen Raum treffen. Sollten die neuen Maßnahmen den Anstieg nicht zum Stillstand bringen, wird dies auf bis zu fünf Personen oder die Angehörigen zweier Hausstände verringert. Die bisherige Regelung in NRW sieht eine Reduzierung auf fünf Personen aus unterschiedlichen Haushalten vor.

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  • SPERRSTUNDE:

    Ebenfalls bei 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen soll eine Sperrstunde um 23.00 Uhr für die Gastronomie verhängt werden. Bars und Clubs sollen geschlossen werden.

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  • VERANSTALTUNGEN:

    Wird der 50er Wert überschritten, wird die Zahl der Teilnehmer bei Veranstaltungen auf 100 Personen begrenzt. Ausnahmen bedürfen eines mit dem zuständigen Gesundheitsamt abgestimmten Hygienekonzeptes. In NRW gilt für diese Hotspots bislang eine Höchstgrenze von 500 (draußen) bzw. 250 Teilnehmern (in Innenräumen).

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  • BEHERBERGUNGSVERBOTE:

    Die Beherbergungsverbote für Urlauber aus innerdeutschen Risikogebieten waren vor den Beratungen am umstrittensten. Bund und Länder fanden auch im Kanzleramt keine Einigung und vertagten das Thema erst einmal bis zum 8. November. Bis dahin soll diese Maßnahme auf ihre Wirksamkeit überprüft werden.

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Wichtig sei, dass die Kontaktpersonen von Infizierten im Mittelpunkt schnell unter Quarantäne gestellt werden. Deswegen werde der Kreis für diese Aufgabe personelle Unterstützung der Bundeswehr erhalten“, sagt der Landrat.

Voraussichtlich gelten die verschärften Regeln bis zum 29. Oktober.

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