Gespräch mit Bischof Genn am Samstagmorgen
Laufmöller: „Wäre gerne in St. Stephanus geblieben“

Münster -

Am Samstagmorgen gab es ein vertrauliches Gespräch zwischen Bischof Genn und Pfarrer Thomas Laufmöller. Der Bischof hatte in der vergangenen Woche Laufmöller aus seiner Gemeinde abberufen, was für Proteste in St. Stephanus sorgte. Eine Stunde nach dem Gespräch wurde eine zwischen den Gesprächsteilnehmern abgestimmte Mitteilung veröffentlicht.

Samstag, 05.12.2020, 14:44 Uhr aktualisiert: 05.12.2020, 15:34 Uhr
Am Samstag gab es ein vertrauliches Gespräch zwischen Bischof Genn (l.) und Pfarrer Laufmöller.
Am Samstag gab es ein vertrauliches Gespräch zwischen Bischof Genn (l.) und Pfarrer Laufmöller. Foto: Wilfried Gerharz/Gunnar A. Pier

Eine Stunde dauerte am Samstagmorgen ein vertrauliches Gespräch zwischen Bischof Dr. Felix Genn und dem Pfarrer von St. Stephanus, Thomas Laufmöller. Wie das Bistum anschließend berichtete, fand es „in einer offenen Atmosphäre“ statt. Laufmöller, so heißt es in einer gemeinsamen Erklärung, habe dabei zum Ausdruck gebracht, dass er gerne in St. Stephanus geblieben wäre. Die Entscheidung des Bischofs sei aber nach vielen Personalgesprächen und intensiven Beratungen in der Personalkonferenz in Abstimmung mit ihm getroffen worden.

Laufmöller war nach 17 Jahren in der Gemeinde St. Stephanus Ende November von Bischof Genn abberufen worden. Nach der Bekanntgabe der Entscheidung kam es in der Gemeinde zu Protesten gegen die Personalentscheidung. Laufmöller ist in der Gemeinde sehr beliebt, ihm sei es in den Jahren gelungen, die Menschen mit seiner Begeisterung für den Glauben anzustecken.

Bislang war Laufmöller mit jeweils einer halben Stelle in St. Stephanus und an der Friedensschule tätig. Ab 1. Juni 2021 wird er zu 70 Prozent an der Friedensschule tätig sein und zu 30 Prozent in St. Nikolaus Wolbeck. Daran soll sich auch nach dem Gespräch am Samstag nichts ändern, wie aus der gemeinsamen Erklärung hervorgeht.

An dem Gespräch im Bischofshaus in Münster nahmen auch der Leiter der Hauptabteilung Seelsorge/Personal im Bistum Münster, Karl Render, und eine von Pfarrer Laufmöller bestimmte Person seines Vertrauens teil. Der Bischof und Pfarrer Laufmöller waren sich laut Bistum einig, dass die Proteste Zeichen einer hohen Wertschätzung für die seelsorgliche Arbeit von Pfarrer Laufmöller in St. Stephanus seien. Solche Proteste dürften aber nicht, wie es teilweise geschehen sei, zu persönlichen Angriffen gegen andere Seelsorgerinnen und Seelsorger oder gegen gewählte Gremienvertreter der Pfarrei führen.

Protest gegen Abberufung von Pfarrer Laufmöller

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  • Proteste in St. Stephanus

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Wichtig, auch darin habe Einigkeit bestanden, sei es nun, in der Pfarrei als Ganzes nach vorne zu schauen. Im kommenden Jahr werde es insgesamt zu einer personellen Neu-Aufstellung der Priester in der Pfarrei kommen. Deren Aufgabe sei es, zusammen mit dem Seelsorgeteam, den Ehrenamtlichen und allen Gläubigen das Zusammenwachsen der vier 2016 zu einer Pfarrei zusammengelegten Pfarreien weiter zu fördern. Dabei müsse die eigene Identität jeder einzelnen Gemeinde nicht aufgegeben werden. Die Pfarrei sei insgesamt sehr lebendig.

Laufmöller habe in dem Gespräch betont, dass er sich nach 17 Jahren in St. Stephanus nun auf die Fortsetzung seiner seelsorglichen Tätigkeit an der Friedensschule freue. Er werde „mit ganzem Herzen und vollem Engagement seine neue Aufgabe in Münster, St. Nikolaus aufnehmen“, heißt es in der Erklärung weiter.

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