Gemeinsamer Protest gegen Ausbau der B 51 und B 64n
Bürgerinitiativen verbünden sich

Münster -

Mehrere Bürgerinitiativen aus der Region haben sich mit dem ökologischen Verkehrsclub Deutschland zusammengeschlossen, um gemeinsam gegen den Ausbau der B 51 und der B 64n zu protestieren. Erste Ergebnisse hat das neue Bündnis bereits erzielt.

Donnerstag, 14.01.2021, 08:00 Uhr
Aus Protest
Aus Protest Foto: BI Handorf

Mehrere Bürgerinitiativen aus Handorf, Telgte, Warendorf , Beelen und Her­zebrock-Clarholz sowie der Regionalverband Münsterland des ökologischen Verkehrsclub Deutschland (VCD) haben sich zusammengeschlossen, um gemeinsam den vierspurigen Ausbau der B 51 zwischen Münster und Telgte sowie den Bau der B 64n zwischen Telgte und Rheda-Wiedenbrück zu verhindern.

„Jede Bürgerinitiative wird selbstverständlich ihre eigenständige Arbeit behalten“, so Maria Odenthal-Schnittler von der Bürgerinitiative B 51 in Telgte in einer gemeinsamen Pressemitteilung „ Wir in Telgte setzen uns vor allem für den Erhalt von Natur- und Kulturgütern entlang der B 51 zwischen Münster und Telgte ein, die durch den geplanten Ausbau unwiederbringlich zerstört würden.“

"Aus der Zeit gefallen"

Doch das Bündnis werde getragen von der Überzeugung, man müsse sich für eine umweltverträglichere und zeitgemäße Verkehrswende engagieren, der geplante Straßenneubau sei völlig aus der Zeit gefallen und passe nicht mehr in die politische Landschaft.

„Dieser Anachronismus muss dringend verhindert werden“, meint Gerd Richtering von der Bürgerinitiative B 51 Handorf-Mauritz. „Dabei geht es uns aber nicht nur um die Verhinderung dieses Straßenbollwerks, sondern auch um umweltfreundlichere Alternativen.“

Diese Alternativen für den Verkehrskorridor zwischen Münster und Rheda wolle das Bündnis aus Bürgerinitiativen gemeinsam mit dem VCD anstoßen.

Homepage soll Aufmerksamkeit schaffen

„Sofortige und kraftvolle Maßnahmen gegen den drohenden Klimakollaps sind laut Wissenschaft dringend notwendig“, erläutert Thomas Lins, Vorsitzender des Regionalverbands Münster des VCD. „Wir müssen zwingend ran an die Verkehrswende, da unser aller Mobilität die CO2-Emissionen bisher nicht reduziert hat.“

Das erste sichtbare Ergebnis des Zusammenschlusses ist eine gemeinsame Homepage. „Wir hoffen sehr, dass der gemeinsame Internetauftritt ein probates Medium der Öffentlichkeitsarbeit ist“, sagt Lins. Zudem kündigten die Beteiligten des Bündnisses an, es gebe noch viele Ideen für Proteste.

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