Corona-Impfung
Über-80-Jährige in Münster erhalten Post

Münster -

Der Impfstoff gegen das Coronavirus ist knapp. Dennoch sollen schon bald die Impfungen der über 80-Jährigen beginnen. Die bekommen in Münster nun Post und können ab Montag (25. Januar) Termine vereinbaren. 

Donnerstag, 21.01.2021, 17:10 Uhr
Corona-Impfung: Über-80-Jährige in Münster erhalten Post
Schon bald sollen die Impfungen der über 80-Jährigen beginnen. Foto: dpa (Symbolbild)

Rund 16.000 Briefe hat die Stadt Münster am Donnerstag an alle Bürgerinnen und Bürger verschickt, die 80 Jahre oder älter sind. Neben einem erläuternden Schreiben des NRW-Gesundheitsministers Karl-Josef Laumann zur Terminvergabe für die Erstimpfung enthält der Umschlag auch eine Nachricht von Oberbürgermeister Markus Lewe mit zahlreichen Hinweisen zum Ablauf im Impfzentrum. Das hat die Stadt am Nachmittag mitgeteilt.

Der Inhalt, kurz zusammengefasst: Ab Montag (25. Januar) können die angeschriebenen Impfberechtigten über die Kassenärztliche Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL) ihren Impftermin vereinbaren. Dies ist unter der kostenfreien Telefonnummer (0800) 116 117 02 täglich von 8 bis 22 Uhr oder online auf der Internetseite www.116117.de möglich. "Ohne die schriftliche Impfberechtigung und einen entsprechenden Termin ist kein Zutritt zum Impfzentrum möglich", betont die Verwaltung in der Mitteilung. Impfberechtigte sollten zudem darauf achten, dass sie bereits bei der Buchung des ersten Impftermins gleich einen zweiten Termin vereinbaren. Der zweite Termin liegt ca. 21 Tage nach dem ersten Termin und dient der Erreichung des vollumfänglichen Impfschutzes.

Impfberechtigte werden um Geduld gebeten

Die Anzahl der zu vergebenden Termine ist abhängig von der durch das Land zur Verfügung gestellten Menge an Impfdosen. Da es gerade zu Beginn bei der Terminvergabe etwas ruckeln kann, werden die Impfberechtigten um etwas Geduld gebeten. Auch wenn es derzeit wie berichtet Engpässe bei der Impfstoff-Produktion und -Verteilung gebe, sollen bald weitere Impfstoffe und vor allem größere Mengen auf dem Markt verfügbar sein.

Im Impfzentrum Münster werden ab dem 8. Februar die angemeldeten Personen entsprechend der Terminvergabe geimpft. Die Öffnungszeiten seien zunächst täglich von Montag bis Sonntag zwischen 14 und 20 Uhr angesetzt. Diese Zeiten können je nach Impfstoff-Verfügbarkeit noch deutlich erweitert werden. Impfberechtigte sollten für ihren Aufenthalt etwa eine Stunde einplanen. Eine Person darf sie durch das Impfzentrum begleiten; sie wird bei diesem Termin aber nicht mit geimpft. Aus hygienischen Gründen sei die Mitnahme von Haustieren nicht gestattet.

Impfpass wird benötigt

Personen, die einen Termin erhalten haben, sollten frühzeitig ihren Impfpass bereitgelegt haben. Dieser wird vor Ort benötigt. Sollte dieser nicht auffindbar sein, erhalten die Impflinge eine Ersatzbescheinigung. Auch der Personalausweis oder ein anderer Lichtbildausweis und die elektronische Gesundheitskarte (soweit vorhanden) sind dann mitzubringen. Wer bereits eine Impfung oder versehentlich eine weitere Impfbenachrichtigung postalisch erhalten hat, kann diesen Brief ignorieren.

Weitere Informationen

Impfberechtigte Personen, die über dieses Schreiben hinausgehende medizinische Fragen zur Impfung oder zur gesundheitlichen Konstitution haben, insbesondere bei Allergien, sollten ihre hausärztliche Praxis kontaktieren. Auch im Impfzentrum stehen beim Impftermin Ärztinnen und Ärzte Rede wie Antwort. Weitere Fragen werden auf der städtischen Webseite www.muenster.de/corona_impfung beantwortet. Ebenfalls ab dem 25. Januar 2021 steht bei Bedarf auch die städtische Corona-Hotline unter der Telefonnummer 0251/492-1077 (erreichbar Montag bis Donnerstag 8 bis 18 Uhr, Freitag 8 bis 13.30 Uhr, Samstag 10 bis 14 Uhr oder per E-Mail corona@stadt-muenster.de) zur Verfügung.  Weitere Informationen zur Terminvergabe gibt es bei der KVWL.

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Grundsätzlich ist laut der Mitteilung der Stadt erforderlich, dass Bürger ihre Anreise zum Impfzentrum in eigener Verantwortung regeln. Für einen berechtigten Personenkreis besteht aber die Möglichkeit, eine ärztlich verordnete Krankenfahrt in Anspruch zu nehmen. In diesem Fall sollte Kontakt zur Hausarztpraxis aufgenommen werden. Für Impfberechtigte, die in ihrer Mobilität so eingeschränkt sind, dass sie selbst, ihre Angehörigen oder andere Personen die Fahrt zum Impfzentrum nicht übernehmen oder organisieren können, prüft die Stadt Münster aktuell ein weiteres Angebot.

Wer sich selbst schützt, schützt damit auch sein Umfeld.

Oberbürgermeister Markus Lewe

"Ich möchte Sie nachdrücklich ermuntern, das Impfangebot in Anspruch zu nehmen. Es stellt die beste Chance dar, sich wirksam gegen die Corona-Infektion zu schützen. Und wer sich selbst schützt, schützt damit auch sein Umfeld", so Oberbürgermeister Markus Lewe.

Bereits seit dem 15. Dezember 2020 ist das Impfzentrum Münster betriebsbereit – dies betrifft nicht nur die Funktionsfähigkeit der Impfstraßen, sondern auch die umfängliche Organisation der gesamten Impfkampagne. Von hier aus wurden in den vergangenen Wochen – und im Zusammenspiel mit der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL) wie auch den stationären Pflegeeinrichtungen – die Impfungen der besonders gefährdeten und höchstpriorisierten Bewohner wie auch des Personals durchgeführt. Seit Dienstag (19. Januar) ist die Zweitimpfung dieser Personengruppe in vollem Gange. Da das Land Nordrhein-Westfalen eine entsprechende Impfmenge für den Auffrischungstermin zurückbehalten hat, ist die vollständige Schutzimpfung gesichert.

Corona-Regeln bis 14. Februar

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  • Die Menschen in Deutschland müssen sich mindestens bis zum 14. Februar auf weitere Beschränkungen einstellen. Auf diese Maßnahmen haben sich Bund und Länder am 19. Januar geeinigt. Was in NRW jetzt gilt:

    Foto: dpa
  • Der Lockdown wird bis zum 14. Februar verlängert. Die bisher bis zum 31. Januar befristeten Schließungen der meisten Geschäfte, Restaurants, Theater, Museen und Freizeiteinrichtungen gilt also weiterhin bis zum 14. Februar.

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  • Verschärfte Maskenpflicht: In Bus und Bahn sowie beim Einkaufen müssen die besser schützenden FFP2-Masken oder OP-Masken getragen werden - Alltagsmasken aus Stoff reichen nicht mehr aus. Ab wann die neuen Regeln gelten, entscheiden die Bundesländer selbst. In NRW gilt die verschärfte Maskenpflicht ab Montag (25.1.).

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  • „Soweit Kinder unter 14 Jahren aufgrund der Passform keine medizinische Maske tragen können, ist ersatzweise eine Alltagsmaske zu tragen“, heißt es in der neuen, ab Montag (25.1.) gültigen Fassung der Coronaschutz-Verordnung von NRW. Kinder bis zum Grundschulalter sind weiter von der Maskenpflicht ausgenommen. Wo man keine OP- oder FFP2-Maske tragen muss, gelten weitgehend die bisherigen Regeln für normale Alltagsmasken. Die muss man zum Beispiel weiter auf Spielplätzen benutzen.

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  • Das Land NRW hat die sogenannte 15-Kilometer-Regel nach wenigen Tagen für die vier zunächst betroffenen Kreise wieder aufgehoben. Galt zuletzt die Kennzahl 200 bei der sogenannten 7-Tages-Inzidenz als Schallgrenze für rigorose Maßnahmen wie zum Beispiel die 15-Kilometer-Regelung, müssen die Kreise und kreisfreien Städte jetzt auch bei niedrigeren Zahlen individuelle Maßnahmen prüfen, wenn sie nicht ein Absinken unter die Zahl 50 bis zum Ende des Lockdowns am 14. Februar erwarten.

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  • Die Kontaktbeschränkungen bleiben bestehen: Treffen jenseits des eigenen Haushalts sind weiterhin nur mit einer weiteren Person erlaubt.

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  • Die drastischen Kontaktbeschränkungen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie gelten in Nordrhein-Westfalen laut Schutzverordnung im öffentlichen Raum. Weiterhin sind Treffen jenseits des eigenen Haushalts nur noch mit einer weiteren Person erlaubt. „Zu betreuende Kinder“ dürfen mitgebracht werden. Der Appell der Politik ist aber klar, dass die Menschen auch in den eigenen vier Wänden ihre Kontakte konsequent beschränken sollen. Ministerpräsident Laschet forderte auf, "sich nicht jeden Tag eine andere Person zu suchen".

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  • Home Office müssen die Arbeitgeber nun überall dort, wo es möglich ist, ermöglichen. Das bedeutet, dass Arbeitgeber verpflichtet sind, es zu begründen, wenn sie Arbeitnehmern diese Möglichkeit nicht bieten. Ein Klagerecht soll mit dieser Verordnung, die ab dem 27. Januar gilt, aber nicht verbunden sein, so der Bundesarbeitsminister Hubertus Heil. 

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  • Gestrichen wird in NRW ab dem 25.1. das allgemeine Alkoholverbot in der Öffentlichkeit. Lediglich der Verkauf ist zwischen 23 Uhr und 6 Uhr verboten. In Bayern war das Alkoholverbot in der Öffentlichkeit wenige Tage zuvor gekippt worden. Auch in NRW hatte es nach Medienberichten rechtliche Bedenken gegeben.

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  • Die neue Coronaschutz-Verordnung für NRW stellt strengere Regeln für Religionsgemeinschaften auf, was das Abhalten von Gottesdiensten angeht. Sie müssen den Behörden unter anderem gemeldet werden. Zuletzt hatte es immer wieder Ärger um Gottesdienste freikirchlicher Gemeinden in NRW gegeben.

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  • Schulen bleiben grundsätzlich geschlossen, oder die Präsenzpflicht bleibt ausgesetzt. Bund und Länder hatten am 19. Januar beschlossen, dass Kitas und Schulen bis zum 14. Februar grundsätzlich geschlossen bleiben beziehungsweise die Präsenzpflicht ausgesetzt wird.

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  • Auch Kindertagesstätten sollen für die Fortdauer des Lockdowns bis zum 14. Februar geschlossen bleiben. In NRW gibt es bereits seit dem 11. Januar nur noch einen eingeschränkten Betrieb, die Kitas bleiben aber grundsätzlich geöffnet. Das soll jetzt so bleiben: Die Landesregierung hat angekündigt, dass für die Kitas in NRW weiter die bisherige Strategie gelte, sie im "eingeschränkten Pandemiebetrieb" offen zu halten.

    Für Eltern werden zusätzliche Möglichkeiten geschaffen, für die Betreuung der Kinder im genannten Zeitraum bezahlten Urlaub zu nehmen. 

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  • Das Land NRW hat am Mittwoch (20. Januar) einen Impfstopp in Krankenhäusern verhängt, die mit Biontech-Impfstoff versorgt werden. Grund seien Lieferprobleme, heißt es in einer E-Mail des Gesundheitsministeriums, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Seit dem 18. Januar wird in den NRW-Kliniken das besonders gefährdete Personal geimpft. 

    Auch sollten die Impfzentren den Betrieb aufnehmen und zunächst alle über 80-Jährigen, zuhause lebenden Menschen impfen - dies wird aufgrund der Lieferverzögerung nun um eine Woche verschoben.

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  • Für Millionen Sporttreibende in den Vereinen geht mit den Beschlüssen von Bundesregierung und Länderchefs vom Dienstag das Warten auf die Wiederaufnahme des Trainings- und Wettkampfbetriebs bis zumindest in den Februar weiter.

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  • Die Profiligen indes dürfen ohne Zuschauer und mit strengen Hygienekonzepten weiterspielen. In enger Taktung will etwa der Fußball sein Programm mit Bundesliga, DFB-Pokal und Europacup im Winter fortsetzen, auch wenn zuletzt immer wieder Coronafälle nachgewiesen wurden.

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  • Das Ziel von Merkel und den Regierungschefs der Länder ist weiterhin, zu einer 7-Tage-Inzidenz je 100 000 Einwohner von unter 50 zu kommen. Dies gewinne nochmals an Bedeutung durch die entdeckte Mutation des Coronavirus, die sich schneller verbreite. 

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