Münster vor Ort: Rundgang führte nach Wolbeck
Reste einer Residenz

Münster-Wolbeck -

Ein verwunschener Pavillon, ein Kurhaus mit eingebauter Brücke, die Reste einer Residenz: All das gibt es in Wolbeck. Diese und viele andere versteckte Sehenswürdigkeiten der kleinen Stadt vor Münsters Toren präsentierte Stefan Rethfeld am Wochenende bei seinen Architekturrundgängen in der Reihe „Münster vor Ort“.

Sonntag, 14.06.2015, 16:06 Uhr

Kaum zu glauben: Auf dieser Wiese in Wolbeck stand einst das Schloss des Fürstbischofs. Bei seinen Architekturrundgängen in der Reihe „Münster vor Ort“ stellte Stefan Rethfeld (l.) am Freitag, Samstag und Sonntag den Teilnehmern auch diesen ganz besonderen Platz in der Nähe der Angel vor. Vom Prachtbau blieb nur ein vergitterter Brunnen.
Kaum zu glauben: Auf dieser Wiese in Wolbeck stand einst das Schloss des Fürstbischofs. Bei seinen Architekturrundgängen in der Reihe „Münster vor Ort“ stellte Stefan Rethfeld (l.) am Freitag, Samstag und Sonntag den Teilnehmern auch diesen ganz besonderen Platz in der Nähe der Angel vor. Vom Prachtbau blieb nur ein vergitterter Brunnen. Foto: jans

Wolbeck ist wahrlich ein bedeutendes Fleckchen“, betonte der 45-jährige Architekt und Journalist. Bei bestem Wetter hatten sich zum Auftakt 30 Gäste am ehemaligen Kurhaus an der Hofstraße eingefunden. Rethfeld ging auf die Geschichte des 1750 gebauten Gebäudes ein, dessen Fassade heute unter einer Metallverkleidung steckt. Auf einem Trampelpfad durch den verwilderten Park des Kurhauses führte er zu einem alten Pavillon, in dem einst auch General Blücher die heilsamen Winde des einstigen Luftkurortes genossen hatte. Von dort war gut zu erkennen, wie das einstige Kurhaus die Angel überspannt. Bis in die 60er Jahre war Wolbeck Kurort.

Entlang der Angel führte Rethfeld die Teilnehmer dann zum Standort der einstigen fürstbischöflichen Residenz. Dabei erläuterte er Geschichtliches über das 1185 erstmals urkundlich erwähnte Wolbeck. Zudem beschrieb er, wie die Burg des Fürstbischofs im 18. Jahrhundert abgerissen wurde. Ihre Steine fanden beim Bau des Schlosses in Münster neue Verwendung. Die Familie Tripp hat dort, wo einst der Bischof residierte, ihren Hof. Theo Tripp erlaubte den Besuchern, auf einer Wiese das Einzige zu bestaunen, was vom Prachtbau übrigblieb: ein alter Brunnen.

Anschließend führte der Weg der Besucher durch die Straßen Wolbecks, das einst als städtische Siedlung die Residenz ergänzte. Rethfeld stellte Ackerbürgerhäuser vor, präsentierte die Pfarrkirche St. Nikolaus und beendete den Rundgang im Drostenhof, einst Adelssitz, aber auch Verwaltungsgebäude und Museum. „Man sieht immer irgendwas, was man vorher noch nie gesehen hat“, staunte ein Teilnehmer.

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Die nächsten „Münster vor Ort“-Rundgänge finden am 3., 4., und 5. Juli in Gremmendorf statt. Tickets gibt es im WN-Ticket-Shop, Prinzipalmarkt 13-14.

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