„WN Kompetenz Center“: Integration von Migranten auf dem Arbeitsmarkt
Chancen für Flüchtlinge

Münster -

Ein Großteil der Flüchtlinge, die derzeit nach Deutschland kommen, spricht kein Deutsch – „aber die meisten sind überdurchschnittlich motiviert“, so Joachim Botha von der Initiative Mamba, die Migranten bei der Integration in den Arbeitsmarkt unterstützt. So motiviert, dass sie nicht selten deutsche Kollegen mitreißen – wenn es ihnen denn gelingt, einen Arbeitsplatz zu finden.

Mittwoch, 25.11.2015, 11:11 Uhr

Referierte zum Thema „Arbeitsmarktintegration von Flüchtlingen – Möglichkeiten und Erfahrungen“: Joachim Bothe von der Initiative „Mamba“.
Referierte zum Thema „Arbeitsmarktintegration von Flüchtlingen – Möglichkeiten und Erfahrungen“: Joachim Bothe von der Initiative „Mamba“. Foto: Oliver Werner

Botha war einer der Referenten, die am Dienstag beim „8. WN Kompetenz Center“, einem Forum zur regionalen Fach- und Führungskräftegewinnung, in den Räumen von WestLotto sprachen. Melanie Wigger, bei der Westdeutschen Lotterie GmbH für „Responsible Gaming“ zuständig, informierte zuvor, wie ihr Unternehmen den Jugend- und Spielschutz umsetzt. Im Mittelpunkt stehe, über die Risiken des Glücksspiels aufzuklären, betonte Wigger. Dies passiere unter anderem mit sogenannten Suchtstörern: Hinweisen, die auf Werbeanzeigen oder im Internet klarstellen, dass Glücksspiel erst ab 18 erlaubt ist, die die Gewinnchance benennen und darauf hinweisen, wo es bei Spielsucht Hilfe gibt.

Moderator Gregor Hacke, Leiter Rubrikenmärkte und Produktmanagement in der Zeitungsgruppe Münster, gab danach das Mikrofon an Bothe weiter. Seine Initiative Mamba habe in den vergangenen Jahren rund 1000 Migranten beraten, 340 habe man in Arbeit oder Qualifizierung vermitteln können. Bothe berichtete von Flüchtlingen, die heute eine MTA-Ausbildung machen oder ein Fitnessstudio leiten.

Dabei seien die Ausgangsvoraussetzungen oft alles andere als ideal. Unter den Flüchtlingen gebe es viele, die nicht oder nur wenig qualifiziert seien, zum Teil hätten sie falsche Vorstellungen vom Arbeitsmarkt – oder von ihren eigenen Möglichkeiten. All dem stehe die oftmals hohe Motivation gegenüber, betonte Bothe. An die Personalverantwortlichen im Plenum appellierte er, Flüchtlinge einzustellen, die eigenen Mitarbeiter für das Thema zu sensibilisieren, hausinterne Programme zu entwickeln, offene Stellen der Initiative Mamba zu melden – vielleicht passen sie ja zu einem Flüchtling.

Die Reihe „WN Kompetenz Center“ findet zwei Mal im Jahr statt und soll 2016 fortgesetzt werden. Sie bringt Personalverantwortliche aus Münster und dem Münsterland zusammen. Interessierte können sich per E-Mail unter stellen@zeitungsgruppe-muenster.de melden.

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