Abschluss der WN-Spendenaktion
Leser als Retter in der Not

Münster -

Das Elend der Menschen in Afrika und die dramatischen Flüchtlingsschicksale waren für die Westfälischen Nachrichten ein Grund, bei der WN-Weihnachtsspendenaktion diesmal drei Afrika-Projekte und nur ein Münster-Projekt zu unterstützen. Eine offensichtlich richtige Entscheidung, wie Verleger Dr. Eduard Hüffer bei der festlichen Abschlussveranstaltung der Spendenaktion im Medienhaus Aschendorff resümierte.

Freitag, 18.03.2016, 19:03 Uhr

Den Newsroom im Medienhaus Aschendorff an der Hansalinie besuchten die Projektpartner bei der Abschlussfeier. Verleger Dr. Eduard Hüffer (r.) dankte den spendenfreudigen Lesern im Beisein der Redakteure, die die vier Projekte begleitet hatten, sowie weiteren Mitarbeitern.
Den Newsroom im Medienhaus Aschendorff an der Hansalinie besuchten die Projektpartner bei der Abschlussfeier. Verleger Dr. Eduard Hüffer (r.) dankte den spendenfreudigen Lesern im Beisein der Redakteure, die die vier Projekte begleitet hatten, sowie weiteren Mitarbeitern. Foto: Gunnar A. Pier

„Die Leser haben mehr als 217 000 Euro gespendet, einen höheren Gesamtbetrag als in den Vorjahren.“ Auch Redaktionsleiter Ralf Repöhler dankte den zahlreichen Lesern, „dass sie nicht nur ihr Herz, sondern auch ihr Portemonnaie geöffnet haben“.

Mit der größten Spendensumme für ein Einzelprojekt wurde allerdings die ambulante Hospizbewegung Münster bedacht. Sie erhielt 52 672 Euro von den WN-Lesern. Der gemeinnützige Verein, der in diesem Jahr sein 25-jähriges Bestehen feiert, möchte mit dem Geld vor allem die steigende Nachfrage nach Trauerbegleitung, für die es keine öffentliche Förderung gibt, sichern und weitere Trauerbegleiterinnen ausbilden, erklärte Vereinsvorsitzender Dr. Hermann-W. Erbslöh . Neben dem Schwerpunkt der Sterbebegleitung widmen sich derzeit 18 der 70 aktiven Mitglieder der Trauerbegleitung – eine bislang weibliche Domäne. Wegen der WN-Berichterstattung nutzen „noch mehr Menschen auch die niederschwelligen Angebote – etwa das Trauercafé“, spürt Trauerbegleiterin Gudrun Middeke.

Grund zum Jubeln hat zudem der Verein Mission Kongo, der mit Hilfe der WN-Spendenaktion die Finanzierung eines Waisenhauses in einem Stadtteil Kinshasas für die nächsten Jahre sichern kann und mithilfe eines zweiten Internetcafés den herangewachsenen Waisenkindern eine berufliche Zukunft bieten möchte. Das Projekt soll sich selber tragen und dem Waisenhaus Einnahmen für die Ernährung und medizinische Versorgung der Kinder sichern, erklärte Vereinsvorsitzender Jürgen Daldrup. Bei ihm sprang der Funke über, als er bei einem Besuch im Waisenhaus den kleinen Simon kennenlernte, den er und seine Frau kurz darauf adoptierten und der auch bei der Abschlussveranstaltung im Medienhaus im Sturm die Herzen eroberte.

Groß ist auch die Freude bei der Ugandahilfe St. Mauritz. Die Medizinstation, die vor 20 Jahren mit Hilfe von Leser-Spenden aufgebaut wurde, soll nun um einen weiteren Trakt mit 30 bis 40 Betten sowie um Schlafsäle erweitert werden. „An diesem Wochenende wird das Grundstück eingesegnet“, berichtete Ulrich Schmitz-Hövener. In spätestens eineinhalb Jahren soll der Bau eingeweiht werden. Die Nachfrage ist groß. „Bislang kommen Menschen oft viel zu spät ins Krankenhaus“ – mit fatalen Folgen.

Über eine Kantine dürfen sich zudem fast 700 Schüler im Tschad freuen. Der Verein Afrika unterstützt in Koumaye ein Dorfentwicklungsprojekt, das 15 umliegende Dörfer einschließt. „Bislang kommen viele Kinder, die Schulwege bis zu 15 Kilometer bewältigen müssen, ohne Essen zur Schule“, erklärte Vereinsvorsitzender Maurice Allarabaye Daja. „Wir wollen den Menschen eine Perspektive geben.“ Über die Grundbildung hinaus sollen den Menschen künftig auch handwerkliche Fertigkeiten in einer Werkstatt vermittelt werden.

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