Kinderuni: Planetologe nimmt seine jungen Zuhörer mit auf den Mond
Reise zum Erd-Nachbarn

Münster -

Nicht, dass Professor Harald Hiesinger mondsüchtig wäre – aber es ist schon eine innige Beziehung, die den Planetologen von der Universität Münster mit dem Mond verbindet. Am Freitag (19. Mai) um 16.15 Uhr erzählt er bei der Kinderuni im Hörsaal H1 am Schlossplatz von Raketen, Astronauten und Steinen aus dem All.

Dienstag, 16.05.2017, 08:05 Uhr

Auf zum Mond! Prof. Harald Hiesinger berichtet bei der Kinderuni am Freitag von Raketen, Astronauten und Steinen aus dem All.
Auf zum Mond! Prof. Harald Hiesinger berichtet bei der Kinderuni am Freitag von Raketen, Astronauten und Steinen aus dem All. Foto: kv

„Auf zum Mond!“, lautet das Motto seiner Vorlesung – und Harald Hiesinger macht kein Geheimnis daraus, dass er selbst sofort in eine Raumkapsel steigen würde, um dorthin zu fliegen. „Daraus wird aber nichts mehr“, sagt der Wissenschaftler.

Wer ernsthaft Astronaut werden wolle, müsse dieses Ziel schon früh verfolgen. Hiesinger unterrichtet am Deutschen Institut für Luft- und Raumfahrt Astronauten – und gibt sein Wissen über den Mond und andere Himmelskörper weiter. „Wer etwas über die Entstehung der Erde lernen will, muss sich den Mond ansehen“, erklärt Harald Hiesinger

Ähnliche Einschlagkrater von Meteoriten auf dem Mond gab es auch auf der Erde. Kurz nach ihrer Entstehung sah sie vermutlich ähnlich aus wie der Mond. Weil sich die Oberfläche aber durch den heißen Kern des Planeten Erde immer wieder verschiebt, sind viele dieser Einschläge von durchs Weltall rasenden Himmelskörpern nicht mehr sichtbar.

Harald Hiesinger freut sich, dass sich die Raumfahrt wieder mehr für den Mond interessiert. Der „Lunar Reconnaisance Orbiter“ der amerikanischen Raumfahrtbehörde Nasa umkreist in geringer Höhe den Mond, um seine Oberfläche genauer zu erforschen, und die Chinesen planen sogar eine bemannte Mission zum Mond. Astronauten dort landen zu lassen – das ist zwar aufwendiger, als nur technische Geräte dorthin zu schicken, die Bilder senden oder gar Gesteinsproben nehmen können. Menschen seien aber Robotern weit überlegen, sagt Hiesinger. Sie könnten anhand von Beobachtungen Zusammenhänge herstellen, die eine Maschine nicht finden würde. Der Mond als Nachbar der Erde liegt außerdem nahe. Eine Reise dorthin würde drei bis vier Tage dauern.

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Die Kinderuni ist geeignet für Mädchen und Jungen ab acht Jahren. Der Eintritt ist kostenlos, Erwachsene Begleiter sind willkommen.

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