Alex-Talk widmet sich am 21. November dem Thema Autismus
Leben in der eigenen Spur

Münster -

Ob Trauer, Wut oder Freude – schnell sind wir in der Lage, die Signale aus der Gefühlswelt unseres Gegenübers richtig zu deuten und einzuordnen. Genau diese Fähigkeit besitzen Menschen mit einer Autismus-Störung jedoch häufig nicht, können dafür aber in vielen kognitiven Bereichen nicht selten wahre Höchstleistungen vollbringen.

Mittwoch, 15.11.2017, 10:11 Uhr

Die soziale Aus- und Abgrenzung ist ein häufiges Merkmal bei Menschen mit Autismus. Am 21. November können Interessierte mehr über dieses Thema erfahren.
Die soziale Aus- und Abgrenzung ist ein häufiges Merkmal bei Menschen mit Autismus. Am 21. November können Interessierte mehr über dieses Thema erfahren. Foto: Fotolia/Iakov Filimonov

In der Welt von Autisten tickt das Leben somit oft ganz anders und „Außenstehenden“ fällt es manchmal schwer, sich ihnen gegenüber „richtig“ zu verhalten.

„Autismus ist eine komplexe und vielgestaltige neurologische Störung, die sich auf die Entwicklung der sozialen Interaktion, der Kommunikation und des Verhaltensrepertoires auswirkt, von der immerhin sechs bis sieben von 1000 Menschen betroffen sind“, erläutert Thomas Miebach . Unter dem Titel „Zwischen Hochsensibilität und seelischer Behinderung – Erbsenzähler, Fettnapftreter, Asperger…?“ möchte der Experte aus der EOS-Klinik Münster beim nächsten Alex-Talk am Dienstag (21. November) umfassend in die Welt von Menschen mit Autismus-Störungen blicken.

Hauptmerkmal bei betroffenen Erwachsenen sind meist Auffälligkeiten im Sozialverhalten, heißt es in der Ankündigung. Die Patienten haben oft große Schwierigkeiten, Sozialverhalten anderer zu verstehen, auch fühlen sie sich oft unverstanden. Darüber hinaus ist das Verhalten von Autisten charakterisiert durch eingeschränkte und stereotype Verhaltensmuster, Interessen und Aktivitäten.

So haben Menschen mit Autismus häufig große Probleme mit Veränderungen jeder Art: ein sich plötzlich veränderter Tagesablauf, ein anderer Weg zur Schule oder ein neues Kleidungsstück können ihnen schon einen Anlass für unkontrollierbare Reaktionen geben. Auf der anderen Seite sind es meistens die kognitive Bereiche, in den Autisten oft beeindruckende Höchstleistungen vollbringen wie etwa beim Kopfrechnen, beim Sortieren und Merken von Dingen oder auch in musikalischen Bereichen.

Zum Thema

Wer mehr über das Thema erfahren möchte, ist zum nächsten Alex-Talk am 21. November eingeladen. Der Vortrag beginnt um 18 Uhr in der Alexianer-Waschküche, Bahnhofstraße 6. Eintrittskarten sind zum Preis von vier Euro ab sofort im WN-Ticket-Shop, Prinzipalmarkt 13-14, erhältlich, Kartenreservierungen sind unter E-Mail alextalk-muenster@alexianer.de möglich. Der Kartenerlös kommt der WN-Spendenaktion zugute.

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