Alexianer-Chefärztin und Forschungsleiterin Dr. Judith Alferink referiert beim Alex Talk am 30. Januar
Wie Stress der Psyche schadet

Münster -

Es ist vielen längst bekannt: Zu viel und vor allem dauerhafter Stress schadet dem Körper. Wer ständig „unter Strom steht“, muss beispielsweise eher mit Bluthochdruck, Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Schlafstörungen rechnen. Doch auch in der Psyche kann Stress Spuren hinterlassen.

Mittwoch, 24.01.2018, 08:01 Uhr

Wie hängen Entzündungsprozesse im Gehirn und psychische Erkrankungen zusammen? Diesen und weiteren Verbindungen zwischen Immunsystem und Psyche widmet sich der Vortrag von Alexianer-Chefärztin Dr. Judith Alferink beim nächsten Alex Talk am 30. Januar.
Wie hängen Entzündungsprozesse im Gehirn und psychische Erkrankungen zusammen? Diesen und weiteren Verbindungen zwischen Immunsystem und Psyche widmet sich der Vortrag von Alexianer-Chefärztin Dr. Judith Alferink beim nächsten Alex Talk am 30. Januar. Foto: Sebastian Kaulitzki

Diese Erkenntnis mitsamt ihren Ursachen, die in Wissenschaft und Forschung noch eher in den Kinderschuhen stecken, eröffnet den Medizinern immer neue Zusammenhänge zwischen unserem Immunsystem und dem Auftreten psychischer Erkrankungen. „Bei seelischen Belastungen oder Stress können bestimmte Immunzellen Entzündungsprozesse im Gehirn fördern, was wiederum die Entstehung von psychischen Erkrankungen begünstigen kann“, erläutert Privatdozentin Dr. Judith Alferink .

Die Chefärztin des Alexianer Krankenhauses Münster widmet sich als Leiterin der Forschungsgruppe Immunologie psychiatrischer Erkrankungen am Universitätsklinikum Münster dabei sehr intensiv diesem noch recht jungen Gebiet. Die Schnittstellen im Gehirn zwischen Immunsystem und Psyche möchte sie beim nächsten Alex Talk insbesondere am Beispiel der Alzheimer-Erkrankung erläutern: „Ursprünglich wurden das Gehirn und unser Immunsystem als zwei getrennte Systeme betrachtet“, erklärt die Expertin und ergänzt: „Man ging davon aus, dass das Gehirn vor Immunprozessen geschützt arbeitet und wenig mit dem Immunsystem zu tun hat. Diese Annahme ist aber längst widerlegt.“

Das Forscherteam um Dr. Judith Alferink richtet seinen Fokus besonders auf eine spezielle Art von Fresszellen, die Mikrogliazellen. Diese können bei einer Bedrohung aktiviert werden und dadurch Entzündungsprozesse fördern und Botenstoffe aussenden, die den Nervenzellen schaden: „Dies ist beispielsweise sichtbar bei Depressionen und der Alzheimer Krankheit“, betont die Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie. Genau diesen Entzündungsprozessen und ihrer Wirkung widmen sich Alferink und ihr Team.

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Der Vortrag beginnt am 30. Januar um 18 Uhr in der Alexianer-Waschküche, Bahnhofstraße 6. Eintrittskarten sind zum Preis von vier Euro ab sofort im WN-Ticketshop, Prinzipalmarkt 13-14, erhältlich, Kartenreservierungen sind unter alextalk-muenster@alexianer.de möglich. Der Kartenerlös kommt der WN-Spendenaktion zugute.

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