Chorfestival am Beach
„An Tagen wie diesen“

Greven -

Stimmengewirr am großen Tisch an der Strandbar. 48 Stunden vor dem Start zum großen Chorfestival am Freitagabend haben sich dort Organisatoren, Initiatoren und viele Chorleiter eingefunden.

Mittwoch, 18.05.2016, 16:05 Uhr

Vor dem großen Auftritt:  Organisatoren und Chorvertreter treffen sich zu einem letzten Abstimmungsgespräch am Beach.
Vor dem großen Auftritt:  Organisatoren und Chorvertreter treffen sich zu einem letzten Abstimmungsgespräch am Beach. Foto: res

„Die Geigen sind ein bisschen dominant.“ „Ja, doch die Flöten kommen immer gut durch.“ „Wir singen a cappella. Haben gar keine besonderen Wünsche in diesem Jahr.“ Stimmengewirr am großen Tisch an der Strandbar . 48 Stunden vor dem Start zum großen Chorfestival am Freitagabend haben sich dort Organisatoren, Initiatoren und viele Chorleiter eingefunden. Die kalte Sophie hat sich verabschiedet. Stattdessen Wolkenfetzen und Sonne. So viel Wärme, dass sich die ersten Teilnehmer sogar aus den dicken Jacken pellen. „Freitagabend, das wird auch wettermäßig richtig gut,“ orakelt Berufsoptimist Peter Hamelmann . Gemeinsam mit dem musikalischen Festival-Leiter Harald Meyersick hat er zu einem letzten „Warm-up“ mit integriertem Pressetermin geladen.

Und er erinnert an die noch frischen Anfänge, „the very beginning“. „Eine Idee der Westfälischen Nachrichten“, nickt er anerkennend zu Redaktionsleiter Ulrich Reske, dessen simple Idee, dass viele Menschen auf der Bühne noch mehr Menschen vor die Bühne locken, aufging. Aus dem anfänglichen Lückenfüller – „wir wollten die große Bühne an dem Musikwochenende besser nutzen“, erläutert Peter Hamelmann – wurde eine durch und durch eigenständige Veranstaltung. Die zählt inzwischen zu den echten Klassikern von „ Greven an die Ems“.

Doch in diesem Jahr gestaltete sich die Terminsuche als extrem schwierig. In einem Sommer mit Europameisterschaften und Olympischen Spielen fanden die Organisatoren des Beatclub-Festivals und des Klassik-Open-Airs nur einen Termin, der für die Chöre einen großen Nachteil hatte: Er liegt noch in den Sommerferien. „Dann hätten alle Schul-und Kinderchöre nicht teilnehmen können“, erläutert Uta Rodenberg das Terminproblem.

„Das Festival steht für sich. Ergo konnten wir auch einen eigenen Termin wählen“, fanden die Organisatoren eine Lösung. So wurde das vierte Grevener Chorfestival auf Freitag, 20. Mai, terminiert.

Von Anbeginn dabei ist übrigens Harald Meyersick. Der vielseitige Musiklehrer, Musiker, Komponist undEntertainer fungiert mittlerweile auch als Veranstalter des Chorfestivals. Bei ihm laufen musikalisch und organisatorisch die Fäden zusammen. 16 Chöre mit geschätzt 400 Sängern unter einen Hut zu bekommen – Harald Meyersick schafft dies mit einem gewinnenden Lächeln, gepaart mit Kompetenz. Aus dem Terminproblem aus diesem Jahr hat er übrigens die Konsequenzen gezogen. Für 2017 hat der Festivalleiter nach Absprache mit Beatclub und Kulturinitiative den Termin bereits für den 7. Juli festgezurrt.

Doch nicht nur bei Greven an die Ems spielt das Chorfestival inzwischen in der ersten Liga. „Anmeldungen aus dem ganzen Münsterland liegen vor“, freut sich Meyersick über die Zugkraft des Festivals. „Das große Familientreffen zieht Kreise.“ Viele interessante Formationen, die eine große musikalische Bandbreite von der Klassik über die Folklore bis zu Pop und Jazz abdecken, haben sich auf diesen Auftritt an Grevens Strand vorbereitet.

„Alle wären gerne als letzte Formation auf die Bühne gegangenen,“ verrät Harald Meyersick. „Alle“, ist er sicher, „hätten dazu auch die musikalischen Qualitäten mitgebracht.“ Doch nur ein Chor kann diesen Platz einnehmen. Für dieses Jahr hat der Festival-Chef entschieden: „Es ist der Popchor Münster.“ Eine stimmgewaltige Formation, die auch in der Jazzwelt bewandert ist.

Zum Finale allerdings wird es dann noch einmal richtig eng. Zu „Tagen wie diesen“ steigen alle Sänger und Sängerinnen auf die Bühne.

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