„Greven-an-die-Ems-Initiatoren“ entwickeln Ideen
„Der Beach soll auch ohne Events attraktiv sein“

Greven -

Wenn Veranstaltungen sind, steppt in der Grevener Emsaue der Bär. Sonst aber hat sie noch nicht die Anziehungskraft entwickelt, die sich die Initiatoren von „Greven an die Ems“ wünschen. Jetzt gibt es neue Überlegungen, die Fläche dauerhaft attraktiver zu machen. Der Schlüssel: Wasser in die Ems.

Freitag, 10.06.2016, 14:06 Uhr

Die nördliche Seite der Emsaue wird eigentlich nur bei Veranstaltungen wie etwa dem Drachenfest bespielt. Sonst bietet sie weder Attraktionen noch Sitzmöglichkeiten. Das könnte man ändern, meinen die „Greven an die Ems“-Initiatoren.
Die nördliche Seite der Emsaue wird eigentlich nur bei Veranstaltungen wie etwa dem Drachenfest bespielt. Sonst bietet sie weder Attraktionen noch Sitzmöglichkeiten. Das könnte man ändern, meinen die „Greven an die Ems“-Initiatoren. Foto: Jannis Beckermann

In der Emsaue steppt der Bär – wenn Veranstaltungen sind. Aber sonst liegt die große Grünfläche vor den Toren der Stadt meist verlassen – und das finden die Macher von „ Greven an die Ems “ nach zehn Jahren immer noch und wieder sehr schade. „Die Aue sollte auch in Zeiten ohne Veranstaltungen Menschen anlocken“, formuliert Ulrich Reske , Redaktionsleiter in Greven, das Interesse des neuen „Arbeitskreises Fläche“.

In dieser Woche haben sich deshalb Peter Hamelmann und Sven Thiele von Grevenmarketing, Stadtplaner Christian Jakob und Tiefbauer Klaus Feldmann, Strandwirt Christian „Tanky“ Schürhaus und Landschaftsplaner Gordon Brandenfels in der Strandbar zusammengesetzt und einfach mal Ideen gesponnen, was sie sich vorstellen könnten.

Ihr zentrales Anliegen: Das Flussufer sollte so umgestaltet werden, dass die Ems erlebbar wird, denn Wasser zieht Menschen fast magisch an.Und dabei ist bereit ein wichtiger Verbündeter in Sicht, der ein gehöriges Wörtchen mitzureden hat bei allem, was die Ems betrifft: „Ich möchte, dass sich was bewegt und den Menschen die Flüsse zurückgegeben werden“, sagt Dr. Hannes Schimmer, zuständiger Dezernent für das Emsauen-Schutzprogramm „Life Plus“ bei der Bezirksregierung.

Aber auch über weitere Themen wurde intensiv nachgedacht: Wie kann man Verbindungswege schaffen, damit die Aue keine Sackgasse bleibt? Wie kann dafür gesorgt werden, dass die Gesamtfläche genutzt wird? Wie kann die Fläche abwechslungsreicher gestaltet werden? Und wie lassen sich die Sport- und Spielflächen jenseits des Deiches an die Emsaue anbinden?

 

Spannende Fragen, die fantasievolle Ideen hervorlockten. Und die Macher von „Greven an die Ems“ sind sicher, dass die Verwirklichungs-Chancen so klein nicht sind. Redaktionsleiter Ulrich Reske: „Unsere Chancen sind heute viel besser als vor zehn Jahren. Damals hatten wir alle gegen uns.“ Heute gibt es auch ein Umdenken beim Natur- und Gewässerschutz. Brandenfels: „Man will nicht nur schützen, sondern auch bilden. Und wo könnte man das besser tun als hier in der Emsaue.“

Weitere Infos: http://www.wn.de/WN-Aktion/Greven-an-die-Ems

Meinung

Noch nie waren die Chancen so gut

Was hat sich doch geändert in den vergangenen zehn Jahren! Damals mussten die Initiatoren von „Greven an die Ems“ um jeden Fahnenmast kämpfen, den sie in der Flussaue aufstellen wollten. Das ist heute ganz anders. Die meisten Fachleute sind mittlerweile der Ansicht, dass Naturschutz am besten funktioniert, wenn man den Menschen an ausgewählten Stellen die Möglichkeit gibt,  die Großartigkeit eines naturnahen Flusses zu erleben.

Das fördert, mehr als jedes generelle Verbot,  die Einsicht, dass andere Gewässerabschnitte aus guten Gründen tabu sein müssen. Und es fördert  die Bereitschaft der Steuerzahler, die gewaltigen Summen zu akzeptieren, die es kostet, die Sünden der Vergangenheit, als die Ems in ein Kanalbett gezwungen wurde, wenigstens ein bisschen gut zu machen.

Vor diesem Hintergrund stehen viele Zeichen für die neue Initiative von Greven an die Ems, die auf eine dauerhafte Aufwertung der Fläche zielt, auf Grün. Wenn jetzt alle Beteiligten an einem Strang ziehen, dann kann es etwas werden mit dem attraktiven Fluss, der die Stadt nicht teilt, sondern sie verbindet.        

von Monika Gerharz

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