Der Strand swingt: „Beyond the C“ und Co. am Beach
Ein kleines bisschen New York

Greven -

Ihre Gegner zur besten Sendezeit sind echt harte Brocken: Portugal und Uruguay. „Beyond the C“ hat’s schwer gegen „CR 7“, der nebenan im Strandbar-TV kraftmeiert. Zum Glück aber dauert so ein Fußballspiel ja nicht ewig – und so nimmt das Beach-Big-Band-Event am Samstag zu späterer Stunde doch noch so richtig Fahrt auf.

Sonntag, 01.07.2018, 16:47 Uhr

Die Big-Band „Beyond the C“ hatte das Publikum auf ihrer Seite – ein beschwingter Abend
Die Big-Band „Beyond the C“ hatte das Publikum auf ihrer Seite – ein beschwingter Abend Foto: Stefan Bamberg

Verdient hätten die Kapelle um Stevie Üffing, die elegante Ilona König und der charismatische Roland Busch das ganz große Publikum freilich von Anfang an. Zunächst aber ist das eher Musik von Könnern für Kenner: ein paar Edelfans auf den Gartenstühlen vor der Bühne. König brilliert bei „The lady is a Tramp“, was – wie ja gefühlt alles in diesem Genre – auch mal von Frank Sinatra interpretiert wurde.

Überhaupt lebt die Legende an diesem Abend, etwa bei „That’s life“ oder „I get a kick out of you“. Aber auch die Musikgrößen von heute sind dabei: etwa bei „Ain’t that a kick in the head“, einem Song von Robbie Williams‘ gar nicht mal so bekannten Live-Album aus der Royal-Albert-Hall – dem Beweisstück, dass Robbie beileibe nicht nur ein musikalischer Schlüpferstürmer, sondern auch ein fantastischer Sänger ist.

Sowieso: Sobald die Namen aktueller Stars fallen, horchen auch die Nicht-Experten auf. Michael Bublés Kuschel-Jazz? Kein Problem für den durchschnittlichen WDR 2-Hörer, dazu rhythmisch seinen Körper zu schütteln. So langsam swingt der Strand. Im besten Wortsinne bewegend für anwesende Ehepaare: „Zieh die Schuh aus, bring‘ den Müll raus, pass‘ aufs Kind auf, oder räum‘ hier auf!“ – da singen auch wir Laien energisch mit und erinnern uns gerne an Roger Cicero. Spätestens als der Mackie mit dem Messer wütet, hat’s die in der Region schwer angesagte Big-Band geschafft, ein kleines bisschen New York an die Ems zu zaubern.

Und: „Roland, ich hab gehört, Du machst gleich noch Stage-Diving?“, foppt Ilona König ihren längst zum Tanzbären avancierten Kollegen. Weil unser Kopfkino sich das aber dann doch nicht unbedingt vorstellen will, und weil die Landung unsanft sein könnte, können wir getrost konstatieren: Wir haben keine Wünsche mehr. Außer vielleicht einen für irgendwann mal wieder am Beach – frei nach Jerry Jeff Walker respektive Sammy Davis respektive Robbie Williams: Mister Busch, come back and dance. Dance. Dance. Please dance!

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