Beim Chorfestival am Beach steppte der Bär
Grevens größter Chor

Greven -

Begeisterte Zuschauer, leidenschaftliche Sänger, herrliches Wetter: Das Chorfestival am Freitag am Emsbeach war wieder eine rundherum gelungene Veranstaltung. Die Veranstalter konnten sich über mehr als 1000 Zuhörer freuen, die sich in dem maritimen Umfeld sichtbar wohl fühlten.

Sonntag, 01.07.2018, 13:46 Uhr

Die Jungs von der Liedertafel wurden ausnahmsweise von Uta Rodenberg dirigiert. Hat super geklappt.
Die Jungs von der Liedertafel wurden ausnahmsweise von Uta Rodenberg dirigiert. Hat super geklappt. Foto: Stefan Bamberg

„Das A und O“, stellt Festival-Chef Harald Meyersick schon früh am Abend begeistert fest, „ist die Vielfalt.“ Die 637. Version der „Bridge over troubled water“ – na ja, es gibt halt Leute, für die das unbedingt dazugehört. Andere wollen nur die Pop-Chöre mit dem Besten von heute. Und eigentlich alle sind ganz verzaubert, als – ausgerechnet am Emsstrand, ausgerechnet in so einer Sommernacht, ausgerechnet bei rauschenden Gräsern auf dem Deich – Stings „Fields of gold“ erklingen. Beim Chorfestival am Freitag geht alles.

Alle Genres, alle Songs – und alle Typen. Gemütliche ältere Herren mit Rauschebart zum Beispiel – Gott muss ein Seemann sein? Jetzt macht’s Sinn. „Auch Matrosen haben eine Heimat“, schmettern sie – Gimbte. Die harte Überfahrt hat sich gelohnt: „Wir lieben die Stürrrrme, die brrrrausenden Wogen, heio, heio, heioho, heio, heio, heioho, heioho. Hei! Hei! Hei!“ Die selbst ernannte Boygroup und ihr maritimes Rudelsingen – was für ein Spaß!

Chorfestival am Beach

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  • Foto: Rosi Bechtel
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  • Foto: Stefan Bamberg
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Optisch auch Shantys, aber doch mit anderem Repertoire: die Liedertafel-Männer. Bei denen „Ba-ba-ba-ba-Barbara-Ann“ ernsthafte Konkurrenz kriegt: Uta Rodenberg dirigiert die Reckenfelder Pfundskerle nämlich ausnahmsweise. „Geht ganz gut ab bei den Jungs“, kommentiert sie frech.

Überhaupt – der Ortsteil setzt hier einige musikalische Duftmarken: Auch die evangelischen Kinderchöre und die fast 20-jährigen „Mixed Voices“ sind am Start. Gospel auch aus Saerbeck: „Feel Good“ heißt das Ensemble – das passt zu seinem Auftritt wie zur Beach-Stimmung.

Peter Hamelmanns Schätzung – „locker 1000 Leute!“ – wirkt nicht übertrieben. Und Grevens größter Chor will mehr! Gar keine so schlechte Idee, dafür mal Franz-Walter Lanwer auf die Bühne zu holen. Der schwofende Alt-Philologe und seine Beat Club Singers sind dran: „Leeeet the sunshine in!“ Das haut rein wie russischer Zupfkuchen – womit wir auch schon zum nächsten Highlight kommen: die Damen von „Harmonie“ mögen’s bunt, volkstümlich und augenzwinkernd.

Letzteres gilt ganz sicher genauso für die von Harald Meyersick höchstselbst begleiteten Emsdettener Ladies: Ihre Wechseljahre-A-Cappella („In jeder Frau steckt ein Stück Hefe“) – die eine oder andere kriegt dabei augenscheinlich schon vom Zuhören Hitzewallungen. Danach auch noch die „Dancing Queen“, „Waterloo“ und eine Extraportion „Supapa Troupapa“ – ABBA-Musical-Mucke macht eben immer Laune.

Und der abschließende „Tanz der Vampire“, er ist nicht nur hochklassig, sondern auch richtig gruselig: Wie lange wohl diese Maske gedauert hat? Wow.

Einer aber fehlt noch: Yeah, when the Scales go marching in! Uta Rodenbergs Truppe ist wohl nicht zufällig wieder fürs Finale gebucht worden. Und hat als spätabendlichen Absacker die Wise Guys im Gepäck: „Ein Engel, der Dich mal im Arm hält. Und der im Winter Deine Heizung auf warm stellt…“

Vielleicht aber auch im Hochsommer: Es wird frisch am Beach, so kurz vor Mitternacht…

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