Klassik-Open-Air steht unter ganz besonderen Vorzeichen
Grevens Vielfalt auf drei Bühnen

Greven -

Sehr viel organisatorischer Aufwand - das brachte das Klassik Open Air am Beach schon immer mit sich. Doch die Ausgabe in diesem Jahr toppt alles bisherige. 250 Beteiligte werden auf drei Bühnen musizieren, das erfordert Planung bis ins kleinste Detail.

Freitag, 10.05.2019, 11:24 Uhr aktualisiert: 10.05.2019, 11:30 Uhr
Das Ambiente am Beach ist beim Klassik-Open-Air stets von einer ganz besonderen Stimmung getragen.
Das Ambiente am Beach ist beim Klassik-Open-Air stets von einer ganz besonderen Stimmung getragen. Foto: Gunnar A. Pier

Eine in vielerlei Hinsicht besondere Ausgabe wird das diesjährige Klassik-Open-Air am Beach. Besonders, so viel kann man jetzt schon sagen, ist in jedem Fall die logistische Herausforderung. Und auch der Koordinierungsaufwand im Vorfeld stellt alle bisherigen Ausgaben in den Schatten. 250 Musiker auf nicht weniger als drei Bühnen – das hat der Grevener Beach zuvor noch nicht gesehen. „Da muss vorher ganz genau festgelegt sein, wer wann wo steht“, sagt Wolfgang Bernhardt .

Der Leiter der Musikschule Greven-Emsdetten-Saerbeck ist in mehrfacher Hinsicht eingebunden. Zum einen koordiniert er sämtliche Abläufe, zum anderen ist er Geschäftsführer der Alten Philharmonie Münster, jenes Orchester, das den Abend maßgeblich mitgestalten wird.

Die Münsteraner haben am 30. Juni die weiteste Anreise, denn – noch eine Besonderheit – alle weiteren Musiker gehören Grevener Chören oder Orchestern an. Der Sinfonische Chor ist ebenso dabei wie „The Scales“. Auch die Bigband der Musikschule, das Reckenfelder Blasorchester und das Blasorchester der Freiwilligen Feuerwehr Gimbte tragen ihren Teil zum Abend bei. „Wir wollen so zum einen ein außergewöhnliches Crossover-Programm bieten, zum andern aber auch die Vielfalt der Grevener Musikszene darstellen“, sagt Egon Koling , Vorsitzender der Kulturinitiative, die wie immer als Veranstalter die Fäden in der Hand hat.

Mal werden die Musiker allein, mal gemeinsam ins musikalische Geschehen eingreifen. Das erfordert im Vorfeld detaillierte Absprachen und gemeinsame Proben. Schließlich will niemand am Konzertabend eine böse Überraschung erleben. Auch die Tontechniker nicht, die deshalb genau wissen wollen, welche Musiker wann und wo aktiv werden. „Und wir sind draußen, das macht es doppelt kompliziert“, sagt Bernhardt. Mal eben Mikros umswitchen – das klappt nicht. Deshalb muss sich jeder an jenen Ablaufplan halten, der den Abend bis in kleinste regelt.

Vieles ist noch im Detail abzustimmen und einzustudieren – vieles steht aber auch schon. Zum Beispiel, nicht ganz unwichtig, das Programm. Es gibt bekannte klassische Stücke („Finlandia“, „Nabucco“ und den „Pachebelkanon“), das Spek­trum umfasst aber auch Bigband-Sound, Jazz, Filmmusik und Pop. Wer Glenn Miller, Adele („Skyfall“) oder John Miles („Music“) schätzt, wird ebenso auf seine Kosten kommen wie Filmmusik-Fans, die sich unter anderem auf „Star Wars“, „Fluch der Karibik“, ein Bond-Best-of und ein Morricone-Medley freuen dürfen. „Das dürfte ein sehr buntes, kurzweiliges und interessantes Programm werden“, sagt Bernhardt.

Drei Bühnen zahlt ein Veranstalter wie die KI nicht aus der Portokasse – im Gegenteil. Daher war es nötig, zusätzlich zu den ohnehin parat stehenden Sponsoren weitere Unterstützer zu aktivieren – was Egon Koling auch gelungen ist. Mehr als 20 Firmen haben eine finanzielle Beteiligung zugesagt.

Worauf nun alle hoffen: gutes Wetter und eine herausragende Zuschauerresonanz, die sich gern im Bereich des bisherigen Rekordes einpendeln dürfte. Vierstellig sollte die Besucherzahl allemal ausfallen.

Karten gibt es an den bekannten Vorverkaufsstellen zum erstaunlich schlanken Kurs von 19 Euro (ermäßigt 17 Euro).

 

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