Strom aus Gummibärchen
Kinderuni: Wie funktionieren Batterien?

Münster -

Batterien müssen nicht immer aus Blei und darum schwer sein. Auch Kartoffeln bringen Glühlämpchen zum Leuchten, lernten gestern rund 500 Mädchen und Jungen bei der Kinderuni.

Freitag, 19.10.2012, 19:10 Uhr

Strom aus Gummibärchen : Kinderuni: Wie funktionieren Batterien?
Werkeln an der Zitronenbatterie: Hier fuhren die jungen Assistenten von Dr. Peter Bieker bei der Kinderuni, dass nicht alle Experimente klappen. Foto: Matthias Ahlke

Batterien aus dem Laden, diese kleinen oder etwas größeren, meist runden Dinger kannten gestern alle Kinder, die zum Studieren in den großen Hörsaal H1 am Schlossplatz gekommen waren.

Dass man aber auch mit Kartoffeln und Gummibärchen Strom erzeugen kann, war vielen neu. Eigentlich funktioniert es auch mit Zitronen, doch das war ein anderes Thema bei Kinderuni gestern Nachmittag.

Dr. Peter Bieker vom Batterieforschungszentrum „Meet“ der Universität Münster kennt sich aus – aber manchmal funktioniert ein Experiment eben nicht, eine Erfahrung, die Naturwissenschaftler ganz häufig machen. Anders als die Kartoffelbatterie und die Gummibärchenbatterie, brachten die Zitronen kein Lämpchen zum Leuchten. „Vielleicht sind sie nicht frisch“, mutmaßte Bieker.

Trotzdem wissen die rund 500 Kinder jetzt, wie Strom in Batterien kommt, wie er abgebenen wird und wie ein Akku wieder aufgeladen werden kann. Und das geht so: Teilchen sind immer in Bewegung, werden von Polen angezogen und wollen von sich aus immer vom Minus- Pol zum Plus-Poil wandern. Durch die Energie, die bei dieser Wanderung entsteht, wird Strom produziert. Wenn eine Glühbirne zwischen Drähte gebaut wird, durch die die Teilchen laufen, fängt sie an zu leuchten.

Peter Bieker und seine Kollegen im Meet versuchen, eine Batterie zu bauen, die ein Auto Hunderte von Kilometer bewegt und gleichzeitig nicht besonders schwer ist. 3000 Kilogramm ,mehr als ein ganzes Auto, würde eine Batterie wiegen, die wie die herkömmlichen im Haushalt, aus Blei besteht.

Eins jedenfalls ist sicher: „Mit einer Gummibärchen-Batterie wird kein Auto fahren“, fand Tim ganz richtig. Dass die Süßigkeiten aber ein bisschen Strom abgeben, können die jungen Studenten gleich zu Hause ausprobieren. Nach der Kinderuni gab‘s für jeden ein kleines Tütchen dieser „Energie“.

Bereits am kommenden Freitag (26. Oktober) findet eine weitere Vorlesung der Kinderuni statt. Dann gastiert um 16.15 Uhr der neue Intendant des Stadttheaters, Ulrich Peters im Hörsaal und erklärt zusammen mit Dr. Ortwin Lämke vom Centrum für Rhethorik, Kommunikation und Theaterpraxis der Universität, wie ein Theaterstück auf die Bühne kommt.

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