Kinderuni zur Bundestagswahl
Die Freizeitpartei regiert

Münster -

Bei der Kinderuni zum Auftakt des Wintersemesters stimmten am Freitag die jungen Studenten im großen Hörsaal der Universität zwei Tage vor der Bundestagswahl schon einmal ab. Der Politikwissenschaftler Prof. Klaus Schubert inszenierte eine Bundestagswahl mit fünf Fantasieparteien – und erklärte so anschaulich, worum es in der Demokratie geht.

Samstag, 21.09.2013, 10:09 Uhr

Demokratische Wahl im Hörsaal bei der Kinderuni:  Hier sammelt Jana Bockhorst aus dem Team von Prof. Klaus Schubert die Stimmen ein. Am Ende hatte die „Freizeitpartei“ die Nase vorn.
Demokratische Wahl im Hörsaal bei der Kinderuni:  Hier sammelt Jana Bockhorst aus dem Team von Prof. Klaus Schubert die Stimmen ein. Am Ende hatte die „Freizeitpartei“ die Nase vorn. Foto: Matthias Ahlke

Deutschland wählt erst am Sonntag. Die Kinderuni hat dagegen schon eine Regierung. Ihre Kanzlerin heißt Jana. Sie ist neun Jahre alt und Vorsitzende der Freizeitpartei. Deren Programm: „Wir bauen für Eltern und Kinder ein neues Freizeitbad“, hatte Jana vor der Abstimmung im großen Hörsaal verkündet. „ Bundestagswahl 2013 – Wieso, weshalb warum?“ lautete die Frage, die über der ersten Vorlesung des Wintersemesters stand.

Politikwissenschaftler Prof. Klaus Schubert von der Universität Münster wird nach der Wahl am Sonntag das Ergebnis analysieren, am Freitag erklärte er acht- bis zwölfjährigen Studierenden schon einmal, wie Bundestag und Regierung gebildet werden und warum Wählen wichtig ist.

Kinder-Uni zum Thema Bundestagswahl

1/23
  •  

    Foto: Matthias Ahlke
  •  

    Foto: Matthias Ahlke
  •  

    Foto: Matthias Ahlke
  •  

    Foto: Matthias Ahlke
  •  

    Foto: Matthias Ahlke
  •  

    Foto: Matthias Ahlke
  •  

    Foto: Matthias Ahlke
  •  

    Foto: Matthias Ahlke
  •  

    Foto: Matthias Ahlke
  •  

    Foto: Matthias Ahlke
  •  

    Foto: Matthias Ahlke
  •  

    Foto: Matthias Ahlke
  •  

    Foto: Matthias Ahlke
  •  

    Foto: Matthias Ahlke
  •  

    Foto: Matthias Ahlke
  •  

    Foto: Matthias Ahlke
  •  

    Foto: Matthias Ahlke
  •  

    Foto: Matthias Ahlke
  •  

    Foto: Matthias Ahlke
  •  

    Foto: Matthias Ahlke
  •  

    Foto: Matthias Ahlke
  •  

    Foto: Matthias Ahlke
  •  

    Foto: Matthias Ahlke

Das brauchte Schubert seinen jungen Zuhörern eigentlich gar nicht zu sagen. Von Wahlmüdigkeit war im Hörsaal keine Spur, als Schuberts Team die vorbereiteten Wahlzettel mit fünf Fantasie-Parteien zur Auswahl verteilte, die von jeweils einem Kind aus dem Hörsaal vertreten wurden. Pech für den kleinen Leon, der zuvor für die Schulpartei hatte werben müssen. Mit seinem Slogan: „Auch samstags Schule“ landete er noch hinter der Spinatpartei („Spinat für alle“).

Weil aber die Freizeitpartei weniger als die Hälfte aller Stimmen bekommen hatte, musste Jana sich einen Partner aussuchen – und besiegelte mit Leonard (11), dem kurzfristig ernannten Vorsitzenden der Tierpartei, unter großem Jubel eine Koalition. Zuvor hatten die Kinder bewiesen, dass sie sich in der Politik schon gut auskennen. „Am Sonntag gehen die Erwachsenen in Häuschen und machen ein Kreuz“, erklärte Ben (8). Und ein fortgeschrittener Jung-Student ließ sich von Schubert die Sache mit den Überhangmandaten erklären. Der Professor staunte über sein gut informiertes, eifrig aufzeigendes Publikum: „Ihr wisst ja schon die Antwort, bevor ich gefragt habe.“

Zum Thema

Bei der Kindervorlesung des Planetologen Prof. Harald Hiesinger am 18. Oktober um 16.15 im H1 geht es um den Mond.

...

Anzeige
http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/2856560?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F57398%2F70675%2F70696%2F
Nachrichten-Ticker